! « Sie wich den derben Händen des Tretter aus . » Tua no it so ! I reiß da nix oba vom Fleisch . « » Wos fallt dir denn ei ? « » Unseroana werd aa ' r amal was sauber ' s o ' rühr ' n derf ' n ? « » I mag dös it . « » Hot bloß da Schormoar ' s Recht dazua ? « » Wos red ' st denn du daher ? « » Geh , hör auf , du Sukei , du g ' schmach ' s ! Bal an oa ' schichtiga Mensch so was mollet ' s in Haus hot , no woaß ma ' s scho . « » Du bischt guat troffa ! « » Herrschaftseit ' n überanand , bal i di no bei mir ei ' stell ' n kunnt , mi vastand ' n ins bald . « » Glaab dös it ! I mag so was net . « » Gar net ? « » Na ! « » Da waar i wieda anderst . « Er griff noch einmal unzart nach ihr , aber sie kam ihm mit einer schnellen Wendung aus . Und sie war nicht dazu aufgelegt , mit dem wüsten Menschen einen Spaß zu haben . Überhaupt war sie nicht lustig gestimmt . Ihr Zustand und die Ungewißheit , und auch daß der Holzweber Simmer gar nicht dergleichen tat , und alles mitsammen machte ihr zuwidere Tage . » Hör de Sach ' n auf ! « sagte sie unwirsch . » I bi koa Handtuach , wo dir du d ' Händ ' o ' putz ' n koscht . « » Deifi überanand ! So stolz ! Vielleicht gibst du ' s billiga , wann i di auf den sell ' n Plotz bring . « » I brauch di net dazua . « » Selm suacha werd da halt oiwei härta o ' kemma . « » I vasteh di net ; und jetz geh amal zua ! « » Adjä , schönes Mädichen , und grüaß ma ' r an Jungfernbund ; und bal ' s d ' in dem Jahr no an Schnulla brauchscht , schick i da ' r oan . « » Gel , du mogscht it so frech sei ? « Aber der Tretter war schon lachend zur Türe hinaus und schlenkerte pfeifend über den Hof . Er suchte den Bauern auf . » Was kost ' n de Kaibln ? « » Wos willst d ' geb ' n ? « » Fufzgi , wia da Preis is . « » ' s Pfund gilt jetz oansafufz ' g , hot ma g ' hört . « » Da hoscht falsch g ' hört . « » Also nimm s ' im fufzgi ! « sagte der Schormayer . » Es gilt na für des ander aa . « Der Tretter gab den Handschlag , und listig blinzelnd , sagte er : » A Kalbin hoscht in dein Stall , a recht a foaschte . « » Da is mir nix bekannt . « » No de sell , de wo i auf Olching umi treib ' n soll . « » Geh , laß de G ' spaß ! Dös stimmt gar it . « » Net ? No , nacha sag i halt Pfüat Good ; de Kaibln laß i hol ' n , und den Knecht schick i her . « Auf der Straße blieb der Tretter noch öfter stehen und lachte vor sich hin . » Mi möcht ' a o ' drah ' n ! O du Bauernspitzbua ! « Vierzehntes Kapitel Aus den Fenstern des Hirtlbacher Wirtshauses klangen Bombardon und Klarinette , einmal tief hinunter und einmal hoch hinauf , und lockten immer neue Gäste herein zur Hochzeit des Kaspar Prückl . Über die Stiege gingen Mädeln mit hochroten Gesichtern und wischten sich die Schweißtropfen ab ; Burschen in Hemdärmeln riefen ihnen Späße zu ; Teller klirrten , und die Deckel der frisch eingeschenkten Krügel klapperten , und der Bierschlegel schlug dröhnend den Hahn in ein neues Faß . Fröhlichkeit und Lärm verrieten schon in den Vorräumen ein reiches Fest . Im Saale aber schleiften die Paare , tauchten im Lampenlicht auf und verschwanden drehend in dämmerigen Ecken . Aus einer Wolke von Rauch und Dunst schoben sich allmählich bekannte Gesichter vor . In der Mitte am Ehrentisch das der wohlgezierten Hochzeiterin Ursula Kiening , nunmehrigen Prücklbäuerin ; sie saß neben dem hochwürdigen Herrn Pfarrer ; daneben war das Elternpaar des Hochzeiters , zwei Leute , denen Sparen und Arbeit anzukennen war . Da sah man auch die Fischerbäuerin von Neuried und den gewichtigen Schneider von Arnbach und , etwas entfernt von ihnen , am bescheidenen Platze die Asamin , die mit flinken Augen alle Leute beobachtete , alle , die saßen und standen und tanzten , und der gar nichts auskam . Sie hatte es mit der Grieblerin , einer armen Verwandten des Hochzeiters , getreulich ausgerechnet , was die Sache kosten könne , und alle zwei waren der Meinung , daß es ungeheuer viel sei , und daß diese Verschwendung sich abscheulich unterscheide von der Sparsamkeit gegen Verwandte , die es brauchen könnten . Und die Asamin war nebenher noch angefüllt mit Schmerz darüber , daß man noch nicht ein halbes Jahr nach dem Tode ihrer Schwester , der Schormayerin , eine Hochzeit abhielt . » Do ko nix Guat ' s außakemma , « sagte sie , » und mi g ' fallt dös amal gar it , daß ma ' r an Tot ' n so schnell vagißt . « » Hoscht dös it g ' sehg ' n , « fragte die Grieblerin , » daß si d ' Hochzeiterin umdraht hot , wia s ' in d ' Kircha ganga san ; wer dös tuat , sagt an alta Spruch , der schaugt si nach an