Jahr um und ich freue mich ; aber nein , über ' s Jahr ist schön und heut ' ist auch schön , ich freue mich heut ' , just . Jetzt reiten wir in den Himmel hinein ! Ach , was hab ' ich da auf dem Holderwasen für Träume gehabt , daß der Kukuk vielleicht ein verzauberter Prinz sei , und jetzt sitz ' ich auf dem Gaul und jetzt bin ich Salzgräfin geworden . Das freut mich , daß du mich Salzgräfin geheißen hast ; ich weiß , daß sie jetzt in Haldenbrunn darüber spötteln , aber mir ist ' s recht , daß du mich Salzgräfin geheißen hast . Kennst du denn auch die Geschichte von dem : so lieb wie das Salz ? « » Nein , was ist denn das ? « » Es ist einmal ein König gewesen und der fragt seine Tochter : wie lieb hast du mich denn ? « und da sagte sie : ich hab ' dich so lieb ... so lieb wie das Salz . Der König denkt , das ist eine einfältige Antwort und ist bös darüber . Es vergeht nicht lange Zeit , da giebt der König eine große Gasterei und die Tochter macht es , daß alle Speisen ungesalzen auf den Tisch kommen . Da hat ' s natürlich dem König nicht geschmeckt und er fragt die Tochter : warum ist denn heut Alles so schlecht gekocht ? das schmeckt ja Alles nach gar nichts - und da sagt sie : seht Ihr nun ? Weil das Salz fehlt . Und hab ' ich nun nicht Recht gehabt , daß ich gesagt habe , ich hab ' Euch so lieb , so lieb wie das Salz ? Der König hat ihr Recht gegeben und darum sagt man noch heutigen Tages : so lieb wie das Salz . Die Geschichte hat mir die schwarze Marann ' erzählt . Ach Gott , die kann jetzt nicht mehr erzählen . Da drin liegt eine Todte und horch ! dort schlägt die Nachtigall , so glückselig . Aber jetzt vorbei . Ich will schon deine Salzgräfin sein , Johannes . Du sollst es schon spüren . Ja , ich bin glückselig , just , o die Marann ' hat ja auch gesagt : Gott freut sich , wenn die Menschen lustig sind , wie sich Eltern freuen , wenn ihre Kinder tanzen und singen ; getanzt haben wir schon und jetzt komm ' , jetzt wollen wir singen . Wend ' jetzt da links ab in den Wald , wir reiten zu meinem Bruder , sie haben jetzt den Meiler da unten an der Straße . - Sing ' Nachtigall ! wir singen mit ! » Nachtigall , ich hör ' dich singen ; Das Herz im Leib möcht ' mir zerspringen ; Komm nur bald und sag mir wohl , Wie ich mich verhalten soll ! « Und die Beiden sangen allerlei Lieder , traurig und lustig , ohne Aufhören , und Barfüßele sang die zweite Stimme ebenso wie die erste . Am meisten aber sangen sie den Ländler , den sie auf der Endringer Hochzeit dreimal mit einander getanzt und so oft sie absetzten , berichtete bald das Eine bald das Andere wie es des Fernen gedacht und Johannes sagte : » Es ist mir schwer geworden , den Ländler aus dem Kopf zu kriegen , denn da hast du immer drin herum getanzt . Ich hab ' keine Magd zur Frau haben wollen , denn ich muß dir nur sagen , ich bin stolz . « » Das ist recht , ich bin ' s auch . « Nun erzählte Johannes , wie er mit sich gekämpft habe , wie das aber nun gut sei , denn jetzt sei Alles vorbei . Er berichtete , wie er zum Ersten- und Zweitenmal in die Heimath der Mutter geschickt worden , um sich von da eine Frau zu holen . Wie ihm Barfüßele damals beim Antritt in Endringen gleich in ' s Herz gestiegen sei , er habe es gespürt und sich darum nicht zu erkennen gegeben , als er gehört , daß sie eine Magd sei . Barfüßele berichtete dagegen von dem Benehmen der Rosel in Endringen und wie sie ' s damals zum erstenmal gekränkt habe , daß die Nosel sagte : es ist nur unsere Magd ; und wie sie dann ihren Mißmuth zuerst an ihm ausgelassen und doch dann von ihm geträumt und es ihm doppelt angerechnet habe , daß er so gut gegen sie war . Und nach allerlei beweglicher Hin-und Widerrede schloß Johannes : » Ich könnte närrisch werden , wenn ich mir denken will , es hätte anders kommen können . Wie könnte das nur sein , ich zöge mit einer andern als du heimwärts ? Wie wäre das nur möglich ? « Nach ihrer besonnenen Art sagte Barfüßele : » Denk ' nicht zu viel , wie ' s hätt ' anders sein können ; so und so , und anders . Wie ' s einmal ist , ist es recht und muß recht sein , sei ' s Freud ' oder Leid , und Gott hat ' s so gewollt und jetzt ist ' s an uns , daß wir ' s weiter recht machen . « » Ja , « sagte Johannes , » wenn ich die Augen zumache und dich so reden höre , so meine ich , ich höre meine Mutter . Grade so hätte sie auch gesagt . Und auch deine Stimme ist fast so . « » Sie muß jetzt von uns träumen , « sagte Barfüßele . » Ich glaub ' s ganz gewiß und fest . « Und nach ihrer Art inmitten aller lebenssichern Fassung doch erfüllt von allerlei Wundersamem , mit dem ihre Jugend vollgepfropft war , sagte sie jetzt : » Wie heißt denn dein Gaul ? « » Wie er aussieht . « » Nein , wir wollen ihm