den Futtergang und konnte lange seine Augen nicht herausbringen , als er die schönen , runden , appetitlichen Futterwalmen sah und den gesäuberten Gang dazwischen . Er blickte in den Stall , und als er wohlbehaglich die Kühe in reinem Stroh stehen sah und nicht mehr auf altem Mist , da ward ihm auch wohl , und erst jetzt ging er zu Uli und sagte ihm , das sei doch dann eigentlich nicht so gemeint , daß er das Wüsteste selbst mache , das sei eigentlich an andern Leuten . Er hätte wohl Zeit gehabt , sagte Uli ; beim Dreschen sei er zu viel gewesen , und da hätte er es gemacht , um zu zeigen , wie er es künftig haben wolle . Joggeli wollte ihn in die Stube heißen , aber Uli sagte , er möchte noch gerne beim Usemachen des Kornes sein , er möchte auch wissen , wie es da gehe . Da sah er , daß alles nur auf frühen Feierabend hin gemacht werde . Das Korn war schlecht gemutzet , es waren noch eine Menge halber Ähren , dann noch schlechter gereitert und gewannet ; das Korn in der Bütti war unsauber , es gelüstete ihn , es auszuleeren und die Arbeit von neuem anfangen zu lassen ; indessen besaß er sich und dachte , er wolle das morgen anders machen . Joggeli aber sagte drinnen : Der neue Knecht gefalle ihm wohl , er verstehe die Sache , aber wenn er nur nicht zu viel regieren wolle , das wäre ihm doch zuwider . Man könnte es nicht an einem Orte machen wie am andern , und zuletzt hätte er selbst nichts mehr zu befehlen . Nach dem Essen suchte Uli den Meister und fragte ihn was eigentlich alles noch zu tun sei diesen Winter , es dünke ihn , man sollte so die Arbeit ineinanderreisen , daß wenn der Hustagen komme , man fertig und zweg sei für die neue Arbeit . Ja , sagte Joggeli , es wäre wohl gut ; aber zwingen könne man nicht alles auf einmal , es wolle alles seine Zeit haben . Man habe noch zirka drei Wochen zu dreschen , dann könne man anfangen , z ' grechtem z ' holzen , und wenn man mit dem fertig sei , so werde der Hustagen wohl da sein . Wenn er etwas sagen dürfe , sagte Uli , so dünkte es ihn , man sollte jetzt das Holz herbeimachen . Es sei gar schön Wetter und der Weg gut , es gehe ds Halb ringer . Im Horner sei meist schlecht und leid Wetter , da bringe man nichts ab Platz und verkarre alle Wagen . Das könne es nicht wohl geben , meinte Joggeli , es sei nicht der Brauch , erst im Horner zu dreschen . Das sei nicht seine Meinung , sagte Uli . Man solle fortfahren , zu dreschen . Er und noch einer wollten dem Karrer wohl so viel niedermachen und zurüsten , als er heimzuführen vermöge . Und bis etwas fertig sei , könne der Karrer ihnen ja auch im Wald helfen . Dann könne man nicht mehr zu Sechs dreschen , wenn er einen aus dem Tenn nehme , sagte Joggeli , und wenn alle miteinander holzeten , so hätte man bald viel geholzet . » He , « sagte Uli , » wie Ihr wollt ; es het mih so düecht : könnte der Melcher nicht dreschen helfen durch den Morgen und auch am Nachmittag , wenn man über Mittag einander helfen will misten und Futter rüsten ? Und manchmal verrichten Zwei im Walde mehr als eine ganze Kuppele , wo Keiner etwas anrühren will . « » Ja , « sagte Joggeli , » es geht manchmal so ; aber wir wollen das Holzen doch bleiben lassen , das Dreschen tut jetzt nöter . « » Wie Ihr wollt , « sagte Uli und ging gedankenschwer ins Bett . » Du bist doch e bloße Wunderliche , « sagte die Alte zu ihrem Manne . » Es hat mir bsunderbar wohl gefallen , was Uli gesagt hat . Es wäre unser Nutzen gewesen , und wenn schon da die zwei Musjö , der Karrer und der Melcher , nicht könnten beständig ihre Nasenlocher an der Sonne tröcknen , so schadete es diesen zwei Lumpenhünden nichts . So tut dir Uli bald nicht mehr gut , wenn du es so machst . « » Ich will aber von einem Knecht mir nicht lassen befehlen . Wenn ich ihn so machen ließe , so würde er gleich meinen , es hätte niemand zu befehlen als er . Man muß es so einem gleich von Anfang zeigen , wie man es haben will . « » Du bist der Recht , für es ihnen zu zeigen ; die Guten verderbst du und die Schlechten förchtest du und lässest sie machen , was sie wollen , so hast dus , « sagte die Alte . » Wir haben es immer so gehabt , und es wird jetzt auch nicht anders gehen sollen . « Am andern Morgen sagte Uli der Meisterfrau , eine Jungfrau sei überflüssig im Tenn ; sie solle die behalten , welche ihr anständiger sei . Und Uli hielt nieder im Tenn , stellte den Flegel und traf den Nebenmann auf den Flegel , daß er über den ganzen Schenkel hin bis an die Wand dreschen mußte ; und wenn eine Tenneten fertig war , so wurden die Zwischenarbeiten rasch abgetan und zu einer neuen geschritten , und das zwang Uli nicht durch Worte , sondern durch das Drängen mit der eigenen Arbeit . In der Stube sagten sie , es düech sie , sie hätten im Tenn ganz andere Flegel ; das räble ganz anders als sonst , das gehe doch auch zBode . Die Jungfrau , welche in der Stube bleiben konnte , erzählte Vreneli , wie man es dem machen wolle ; der müsse