sehr viele . Und in allen Tunneln wurden an Stelle der Bandstreifen starke Seile verwandt . Nuse blieb auf seinem Turm . Und Lesabéndio sprang von der Turmplatte aus hoch in die Höhe - er kam aber nicht fünfzig Meter hoch und breitete danach oben seine Rückenflügel aus und schwebte seitwärts schräg in den Trichter hinein und sah dabei sich langsam drehend überall die unzähligen elektrischen Lichter im Trichter . Und es waren nicht nur die Lichttürme des Nuse , die da leuchteten ; alle Bäume hatten an Stelle der Früchte und Blüten größere und kleinere Ballons , die am Tage schlaff herunterhingen , nachts aber sich weit aufblähten und leuchtende phosphoreszierende Farben in die Nacht hinausstreuten . Leuchtkäfer gabs auch - sehr viele . Und Lesabéndio leuchtete wie alle Pallasianer ebenfalls an einzelnen Stellen seines Körpers - wenn ers wollte . Er zog seinen langen Schlangenleib im Kreise hintenüber und erfaßte mit seinem Saugfuß seinen Hinterkopf und schwebte so langsam sich drehend mit ausgebreiteten Flügeln in bequemster Lage langsam zur Tiefe . Die Nacht war köstlich . Drittes Kapitel Lesabéndio schwebt langsam in großen Kurven durch den erleuchteten Nordtrichter hinab zum Centrum des Sterns , in dem die Sofanti-Musik ertönt . Er kommt durch das Centrum mit Sofanti in den Südtrichter , wo die Magnetbahnen zu finden sind . Nachdem die merkwürdigen Verhältnisse der Anziehungskraft , die im Südtrichter nächtlicher Weile vieles auf den Kopf stellen , erörtert sind , werden die beiden Führer Peka und Labu im Gespräch mit Lesabéndio vorgeführt . Danach wird die Scheinwerferuhr und das Einschlafen der Pallasianer um Mitternacht geschildert - dabei auch das Rauchen des Blasenkrautes . Ganz langsam schwebte Lesabéndio zur Tiefe - immer mit dem Saugfuß am Hinterkopf - und dabei zog er bald den einen Flügel ein und bald den anderen , sodaß er kreiste in mächtigen hinuntergezogenen Spiralkurven . Er kam an vielen , senkrecht aufragenden Nuse-Türmen vorüber , und er sah mit seinen Fernrohraugen alle Seiten des zwanzig Meilen tiefen Trichters und sah die vielen tiefen Grotten und all die Bergkegel , die vor den Grotteneingängen emporragten , und er sah die unzähligen breiten Brücken , die sich hoch über den Schluchten und Abhängen hinüberspannten zu den anderen Seiten , und er sah auch die vielen künstlichen Kuppeln , die manche Abgründe überwölbten - er sah die Kuppeln alle von oben - und sie waren sämtlich von unten aus von bunten Kristalllampen durchleuchtet . Die bunte Lichtfülle des Trichters berauschte den Lesabéndio . Da gabs nur eine kleine Anzahl von dunklen Stellen . Die großen Fruchtballons glitzerten in phosphoreszierendem Licht , und die Leuchtkäfer leuchteten auch , und die Pallasianer leuchteten ebenfalls . Aber all dieses » natürliche « Licht hätte den Trichter nicht sehr hell gemacht , wenn nicht die vielen bunten Lichttürme - und die unzähligen bunten Scheinwerfer , die sich immerzu nach allen Richtungen hin drehten , ihr künstliches elektrisches Licht in den Trichter hinausgestreut hätten . Dieses künstliche Licht hatten die Pallasianer mit großen Mühen überall dort angebracht , wo sich die Anfangs- und Endstationen der Bandbahnen befanden . Und diese Bandbahnen waren überall ; sie gingen quer , schräg und steil nach oben und nach unten ; da gabs zehn bis zwanzig Meilen lange Bandbahnen und unzählige kürzere ; von diesen führten viele ins Innere der Grotten und Höhlen hinein , von denen aus man auch an einzelnen Stellen ins tiefste Innere des Sterns gelangen konnte . Und auf den Bandbahnen sah Lesabéndio mit seinen Fernrohraugen , während er in großen Kurven im Trichter herumkreiste , die Pallasianer auf und ab fahren - mit blitzartiger Geschwindigkeit . Und da die Körper der Pallasianer an vielen Stellen des Trichters aufleuchteten , so sahen die Wände des Trichters so aus , als führen immerfort Funken nach allen Richtungen durch sie durch . Dieses Funkengezuck bildete den Untergrund der Trichterwände ; von diesem beweglichen Lichtuntergrunde hoben sich die bunten , ganz steif und unbeweglich dastehenden Nuse-Türme kräftig ab . Und die beweglichen farbigen Scheinwerfer traten mit ihrem Licht weit aus den Wänden des Trichters heraus , sodaß auch die freie Luft des Trichters beleuchtet wurde . Und es schwebten sehr viele Pallasianer und viele Leuchtkäfer in der freien Luft , und da die Scheinwerfer sich nach allen Richtungen hin bewegten , so wurden die Pallasianer und die Käfer auch von den Scheinwerfern oft getroffen , sodaß sie deren Lichtkegel oft durch ihre Gestalt und durch die Schatten , die sie warfen , seltsam belebten . In der Mitte des Trichters - besonders im oberen Teile desselben , war das Licht der Scheinwerfer nicht mehr so wirksam ; nur die größeren Scheinwerfer warfen ihr Licht in voller Kraft sechs bis sieben Meilen hinaus ; das wirkte besonders oben sehr imposant , wenn die Lichtkegel zuweilen senkrecht nach oben hinaufgingen und dort die glitzernden Spinngewebewolken , wenn sie nachts heruntergekommen waren , beleuchteten . Lesabéndio hielt sich mehr in der Mitte , sodaß er von den Scheinwerfern selten getroffen wurde . Und er sah dann nicht mehr die Wände mit ihren Funkenspielen und Lichttürmen an - er blickte nur noch nach unten - in den Mittelpunkt des Sterns . Dort unten im Mittelpunkt wurde es immer heller und heller - und noch viel bunter als rechts und links . Und eine feine Musik mit ganz lang gezogenen seltsamen Tönen drang aus der Tiefe heraus . Diese Musik kam aus dem Centralloch , das den Nordtrichter mit dem Südtrichter verband . Hier im Mittelpunkte , wo die Trichterwände sehr zackig und an einzelnen Stellen nur eine halbe Meile voneinander entfernt waren , hier im Mittelpunkte bildeten sich immer beim Nachtbeginn großartige Töne , die durch den Luftzug entstanden , der von der so schnell herunterkommenden Spinngewebewolke hervorgebracht wurde . Um diese Mittelpunktsmusik des Pallas , die natürlich am besten im Südtrichter zu hören war , zu verstärken und in melodiösen Fluß zu bringen , hatte man in dem Mittelpunkte viele dünne , zumeist sehr große Hautstücke so aufgespannt ,