, und ' s Mäu laß i mi no lang it biat ' n von enk ! « » Dös hon i it to . « » Jo hoscht as to ! Aba probier ' s grad nomal , na zoag i dir an Weg ! « » Mögst mi nausschaffa am nämlinga Tag , wo mi d ' Muatta eigrab ' n hamm ? « » Und i laß mir amal ' s Mäu it biat ' n ! « Der Lenz stand unter der Türe und schaute verwundert den Vater an , der zornig in der Stube auf und ab ging und die weinende Ursula anschrie . » Was geit ' s denn ? « » Dös is mei Sach ! « » Öhö ! « machte der Lenz . » Ja , gar nix öhö ! Und Herr bin i , dös mirkt ' s enk all zwoa ! « Der Schormayer ging in die Schlafkammer , die nebenan war , und schmiß die Türe krachend ins Schloß . » Was hot er denn ? « » I sag d ' as scho an andersmal « , sagte Ursula weinerlich und ging hinaus ; und droben hörte der Lenz sie murmeln und zwischen hinein sich schneuzen . Drittes Kapitel Es war nicht eigentlich behaglich im Wirtshause zum Lamm . Die wenigen Gäste , die zukehrten , trugen Schnee in die Stube , der zu schmutzigen Wasserlachen zerging , und von Hut und Mantel tropfte es auf den Boden , und es roch nach schlechten Zigarren und nassen Kleidern . Die Lampe über dem Ofentische schwelte , und die dicke Kellnerin mußte immer wieder auf einen Stuhl klettern und den Docht herunterschrauben . Bei dem kümmerlichen Lichte sah man den Schormayer in einer Ecke vor seinem abgestandenen Biere sitzen ; und wer kam oder ging , redete ihn an . Aber kein Gespräch wurde so lebhaft , daß nicht die Frau Wirtin schon am frühen Abend laut gähnte und die Kellnerin aus einem Winkel heraus als Echo mit Gähnen antwortete . Wenn die Uhr rasselnd und ächzend , als wenn sie einen Kropf hätte , achtmal schlug , legte der Schormayer sein Geld für drei Halbe auf den Tisch und ging mit einem brummigen Gruße hinaus . » Er kimmt jetzt jed ' n Tag , « sagte die Wirtin , » und früherszeiten hat ma ' n ganz weni g ' sehg ' n. Er muaß dahoam it viel Schön ' s hamm . « Und da hatte sie das Richtige getroffen . Dem Schormayer verging ein Tag um den andern mit Langweile oder Verdruß ; und er war recht übel daran , daß ihm sein Weib gerade vor dem Winter weggestorben war . Er hatte wenig Arbeit , die ihm über seine Gedanken hätte weghelfen können ; die Ernte war ausgedroschen , und im Holze war nicht viel zu tun ; im Roßstall hantierte sein Lenz , und bei den Kühen schaute er nicht gerne nach , weil ihm die Ursula auf Schritt und Tritt nachging und jedesmal ein Geschrei mit der Stalldirne anhob . Und es war ihm selber zuwider , wenn die Zenzi Augen auf ihn machte und ihn damit an eine Dummheit erinnerte , die ihm bloß im Rausche hatte geschehen können . Davon wollte er nichts mehr wissen ; und wäre die Tochter so gescheit gewesen , die Geschichte nicht immer aufzurühren , er hätte sie gern vergessen . Aber von den Weibsbildern kann ja einer bloß Vernunft erwarten , wenn er sie nicht kennt . Freilich redete sie darüber nicht offen , aber der Herrgott hatte auch ihr das Talent gegeben , daß sie versteckt und von hinten herum immer wieder auf die Sache kommen konnte . Ging denn ein Mittag vorüber , ohne daß sie Streit in die Stube trug und hinter Schimpfen und Plärren ihm einen Brocken zu schlucken gab , den er am Geschmack recht wohl erkannte ? Wie sie der Magd die Schüssel hinschob und den Löffel hinwarf , hatte es auch für ihn eine Nutzanwendung , und in jeder Grobheit , mit der sie die Mahlzeit segnete , war ein spitziger Steften , der ihm ins Fleisch drang . Nein , er hatte es nicht schön daheim , und wenn er auch wirklich nicht feinfühlig war , kam ihm das Haus doch leer und fremd vor . Die eigenen Schritte werden so laut , wenn man weiß , daß niemand auf sie horcht , der zu einem gehört ; und da kriecht einem die kalte Einsamkeit ans Herz . Zärtlichkeiten und schöne Worte braucht man wohl nicht ; aber die Gewißheit , daß jemand um einen froh sein muß , hilft einem leicht einschlafen und wieder frisch aufwachen zur Arbeit . Und das merkte der Schormayer überall , daß sein Kümmern und Anschaffen keine rechte Achtung fand . Der Lenz widersprach ihm nicht und tat auch , was er ihm sagte ; aber es war doch so , als wenn er nachprüfte , ob es ihm für das baldige Regiment paßte . Eigenmächtigkeiten ließ sich der Lenz genug zuschulden kommen , und es war noch viel , wenn er hinterdrein dem Vater sagte , was für eine Arbeit er übertags getan hatte . Das konnte dem Schormayer mitten bei der Nacht einfallen und ihm das Schlafen verleiden . War ihm damit nicht deutlich vor Augen gehalten , daß man ihn bloß zum Schein das Regiment führen lasse und gerade noch ein wenig Geduld mit ihm habe ? Da machte er sich zornige Gedanken darüber , ob er es so bald und so unabwendbar an sich kommen lassen müsse , daß ihm der Sohn das Regiment abnehme . Freilich , wenn er es ruhiger betrachtete : wie sollte er es aufhalten können ? Sobald die Ursula aus dem Hause war , mußte eine Frau herein ; und daß er noch einmal heiraten sollte , fiel ihm nicht ein . In seinem Alter das Leben von vorne und