Titel hoaßt : Satzungen für den bayerischen Bauern- und Bürgerbund . Da is alles aufg ' schrieb ' n , was de Partei will . I ko enk net alles vorlesen , und es werd aa net notwendi sei , well i hoff ' , daß si a jeder selber dös Buachl kaaft , und den Aufnahmsschein , der wo drin is , unterschreibt . Aber dös erste les ' i enk vor , vom Zweck des Bauernbundes . Da hoaßt ' s : Der Zweck des bayerischen Bauern- und Bürgerbundes ist Einigung der in Parteien zerspaltenen bäuerlichen und bürgerlichen Volksklassen behufs Erhaltung des schwer bedrohten Mittelstandes und behufs Selbstschutzes aller noch selbständigen oder nach Selbständigkeit ringenden Volkselemente . Jetzt frag ' i , ob dös was Unrecht ' s is , z ' weg ' n dem ma ' r uns als gottlose Menschen hi ' stell ' n derf . « » Drucken kann man alles , das Papier ist geduldig , « rief der Dekan Metz . » So , moanen S ' ? Sie glaab ' n halt , es is überall wia beim Zentrum . Mir san net a so ! « » Das müssen Sie erst zeigen ! « » Jetzt bist aber staad ! Allawei plärrt er d ' rei ! « schrie Rädlmayer . » Mäu halt ' n ! « Vachenauer ließ sich nicht irre machen . » Sie sag ' n , mir müassen erst zoag ' n , ob mir unsere Versprechunga halt ' n. Is recht . Aber nacha warten S ' und schimpfen S ' net vorher ! « ( Bravo ! ) » I glaab ' s aber schwerli , daß Sie dös derleb ' n. Also , Landsleut ' , i hab ' enk vorg ' lesen , was der Bauernbund will . Unsere Hauptgegner san de Herren vom Zentrum . Vom erst ' n Tag o hamm uns de Geischtlichen o ' g ' feind ' t und hamm behaupt ' , durch den Bauernbund is die Religion in G ' fahr . Warum denn ? Wenn ' s ös des Büachl durchlest ' s von vorn bis hint ' , steht koa Wort geg ' n d ' Religion drin . Und wenn ma ' r an die Feiertäg in d ' Kircha geht , siecht ma soviel Leut ' als wia früherszeiten . Wo gibts an Bauern , der sein Pfarrer was in Weg legt in sein Beruf ? Am Land macht sie neamd spöttisch über d ' Religion ; bei uns hat sie nix g ' ändert , wia vielleicht in andere Ständ ' ; mir hamm die alten Bräuch ' akkurat so als wia unsere Voreltern . Und wenn ' s jetzt mehra Zwietracht gibt als früherszeiten , mir Bauern san net schuld . Dös is auf Jahr und Tag , seit de Herren bloß mehr Politiker san , aber koane Priester nimmer . « In den ersten Reihen wurde es lebendig . Die anwesenden Kleriker hatten bis jetzt Ruhe bewahrt ; dieser Angriff brachte sie in Erregung . Und zornige Stimmen schrien zu Vachenauer hinauf . » Frechheit ! Wer sind Sie denn ? Frechheit ! « Der Benefiziat Hiergeist von Irzenham tat sich besonders hervor . Er stammte aus dem Nußbacher Bezirke , und es empörte ihn besonders , daß ein Fremder den bodenständigen Klerus beleidigte . Und er war überhaupt von heftiger Gemütsart . » Sie nehman Eahna viel Kraut ' raus ! « schrie er . » Was erlaub ' n Eahna denn Sie ? Sie zuag ' roaster Holzbauer ! « Jetzt ging es im Saale los . Aus allen Ecken kam wütendes Schreien ; viele sprangen auf und schlugen in die Tische hinein . » Schmeißt ' s ' n außi den ! Derfst du schimpfen , du ganz Schlechter ? Außi damit ! Außi damit ! « Von rechts und links , von unten und oben johlte , pfiff , heulte es . Der Lärm steigerte sich , als Metz auf die Tribüne stieg und die Leute beschwichtigen wollte . » Oba da ! Du hoscht nix z ' toa da drob ' n ! Geh ' scht it oba , du Herrgottsakrament ! Außi mit dem andern ! « Der Hirner stand auf schwachen Füßen ; er hielt sich an der Stuhllehne mit beiden Händen fest und schrie eintönig weiter : » Raus , Metz , Raus , Metz ! « Prantl schwang seine Glocke . Aber in dem Getöse hörte sie niemand . Der Assessor stand auf und redete mit Vachenauer . Man sah , wie er die Achseln in die Höhe zog . Da trat Vachenauer vor und hielt seine rechte Hand empor . Der Lärm legte sich . Nicht sofort , nur allmählich ging er in lautes Reden und dann in Murmeln über . Als sich alle gesetzt hatten , stand der Hirner noch hinter seinem Stuhle , und indem er seinen Oberkörper wie einen Pendel bewegte , schrie er gleichmütig fort : » Raus , Metz ! « Alle lachten , und der Menhofer von Aufhausen nahm seinen Nachbarn am Arme und zog ihn auf seinen Platz nieder . » Landsleut ' , « sagte der Vachenauer , » ös derft ' s de Versammlung net stören . Da Herr Assessor hat mir g ' sagt , wenn no mal a solchener Aufstand is , schliaßt er d ' Versammlung . Und da hätten do bloß unsere Gegner a Freud ' . Ös müaßt ' s enk net so ärgern , bal oana ' neischreit ; dös bin i scho g ' wohnt ; dös machen s ' überall so , weil s ' d ' Wahrheit net vertrag ' n könna . « » Beschimpfen Sie den Priesterstand nicht , dann kümmert sich niemand um Sie ! « rief Kroiß . » I hab ' net g ' schimpft auf ' n Priestastand . Des sell is