Krebse , die Herden und das Geflügel suchen und finden leicht ihre Nahrung , und die Wälder wimmeln von Wild . Das wahre Glück kann nur bei den Tätigen wohnen , und das wohltuendste Gefühl ist das Gefühl des erfüllten Berufs . Wir haben daher unsre Zeit klüglich zwischen Arbeit und Erholung und die verschiedenen Zweige der großen gemeinsamen Haushaltung wieder unter uns geteilt . Mucius , Walter und Ellison haben die Besorgung des Ackerbaues übernommen , Pinelli , Stauffach und Vanhusen warten der Baumpflanzungen , der Gartengewächse und der Rebenhügel , Salvito und Dupont führen die Aufsicht über die Herden , und Frank und Antonio sorgen für Wildbret und Fische . Die beiden Mütter haben sich das Küchengeschäft nicht nehmen lassen , die rasche Therese und ich besorgen die Milchkammer , Zephyrine und Philippine den Hühnerhof , Rosalva und Fanny sammeln die Früchte ein , und die Bereitung der Baumwolle , des Leins und Hanfs steht unter Mariens und Luciens Aufsicht . Jeder ist nach seiner besondern Neigung und Fähigkeit angewiesen , und hüpfend und singend wird die leichte Arbeit vollbracht . Die neuen Maschinen , über deren Verbesserung und Vermehrung Frank , Walter und Antonio vieles beraten , haben die meisten Geschäfte weniger beschwerlich gemacht . Die verschiedenen Arten der Pflüge machen die Hacke fast entbehrlich , und an Zugstieren haben wir Überfluß . Mein Milchgewölbe ist in einer Felsengrotte , durch welche eine immersprudelnde Quelle sich ergießt . Bei der jetzigen Hitze stellen wir die Gefäße mit Milch auf vierundzwanzig Stunden in den flachen Bach , um dadurch das zu schnelle Gerinnen zu verhüten . An einer tieferen Stelle desselben werden die leeren Gefäße gespült , nachdem sie zuvor in heißem Wasser gereinigt sind . Wenige Schritte davon bildet der Bach einen Wasserfall , welchen Frank zur Treibung eines Rades benutzt hat und dadurch die Buttermaschine in Bewegung setzt . In diesem wird auch die Butter gewaschen , dann unter eine Presse gebracht und , mit einem kammähnlichen Instrumente , von allen Fasern gesäubert . So ist die Mühe nicht groß , mit welcher wir die köstlichste Butter bereiten . Auch für das Käsestellen , -schöpfen und -pressen sind leichte Vorrichtungen erfunden . Nichts gleicht dem Wohlgeschmack unseres Milchwerks und unserer Käse , und Therese und ich freuen uns nicht wenig , wenn bei dem Frühstück alle in laute Lobeserhebungen darüber ausbrechen . Die Herden werden von den Negern mit den ihrigen gehütet , und das Milchvieh wird von den Negerinnen gemolken , dicht neben der Grotte . Stauffach und Walter versichern , daß selbst das Schweizer Vieh der fettesten Alpen nicht so viele und so gute Milch liefere als das unsere . Die Schafmilch ist ganz vorzüglich und der Ziegenkäse unübertrefflich . Dabei bedarf das Vieh das ganze Jahr hindurch keiner Wartung . Nach Johns Aussage fiel den Winter hindurch nicht ein einziges Mal Schnee , einige Regentage bildeten den Übergang der Jahreszeit , darauf folgte Reif und ein leichter Frost , dessen Spuren jedoch die Sonne schon nach wenigen Stunden verschwinden ließ . Diese Wintertemperatur dauerte kaum vier Wochen , worauf die Bäume neu trieben und das junge Gras unter dem alten hervorwuchs . Wir werden daher auch nur eine Kleinigkeit an Heu sammeln , welches sonst nie geschehen ist , um den Tieren , zur besseren Erhaltung ihrer Gesundheit , an Regentagen und wenn Reif fällt ein Morgenfutter geben zu können . Du solltest uns sehen , liebe Adele , wie nett uns die Geschäftigkeit kleidet . Wir vergleichen einander oft mit den Mädchen in der » Odyssee « oder mit Labans Töchtern , wenn wir zum Brunnen gehen und schöpfen und der Lorbeer neben uns säuselt . Zephyrine vorzüglich ist reizend in ihrem gefiederten Reiche , wenn sie mit dem Futterkörbchen hineintritt und das ganze Heer sie jubelnd umringt ; Täubchen setzen sich ihr auf die Schultern , und sie koset mit allen auf das anmutigste oder tritt mit dem Ansehen einer Königin zwischen kämpfende Hähne , um sie zu trennen . Die herzige , muntere Philippine erfreut sich an dem Spiel ihrer reizenden Gefährtin , und beide tändeln in Kindesunschuld ihre Stunden hin . Die sanfte Marie und die stille Lucia sondern die Baumwolle , wenden den röstenden Lein und Hanf , bringen ihn unter die Klopf- , Schwing- und Hechelmaschinen und freuen sich schon auf die Zeit , wo er als Gewebe , unter ihrer Aufsicht , bleichen wird . Rosalva und Fanny sammeln in der Morgenfrühe Gemüse und Früchte für die Küche und gegen Abend für die Vorratsgrotte . Die Hausmütterchen bereiten das Mittagsmahl , wobei auch wir ihnen beistehen , wenn unsere Geschäfte früh vollendet sind und sie unser bedürfen . Der Mittag versammelt die ganze frohe Gesellschaft unter den dichtbelaubten Platanen um den steinernen Tisch . Die Geräte sind einfach , das Tischzeug fehlt , aber die Speisen sind trefflich bereitet . Feine Gemüse , saftiges Fleisch , herrliche Braten von Geflügel und Wild , Fischspeisen , Backwerk aller Art und ein Nachtisch der auserlesensten Früchte würden auch dem verwöhntesten Schmecker genügen . Der Becher geht umher und belebt den Scherz . Jetzt ist er noch vom mitgebrachten Vorrat gefüllt , künftig perlt eigener Wein , Palmensekt , Birk- und Ahornwasser darin ; jetzo ist Milch und des Quells Kristall an seiner Stelle gesunder . Die Nachmittagsstunden gehören der Ruhe und der Erholung . Erst wenn die Sonne tiefer sinkt und ein kühleres Lüftchen weht , widmen wir noch eine oder ein paar Stunden der nötigen Arbeit . Mit ihrem Untergange hören die Geschäfte auf , man versammelt sich zur kalten Abendkost , welche aus Milch , Eiern , Butter , Käse , Honig und Backwerk besteht . Darauf wird Musik gemacht , getanzt , gespielt , bis der Mond oder die Sterne uns spät zur Ruhe leuchten . So fließen unsere Tage einförmig , aber reich an Freuden dahin . Die Einrichtung der Deutschen , wie der Neger , ist der unsrigen gleich . Mucius erwirbt sich