er ; stimmte mit Mühe und Gewalt die Harfe seiner Seele und sang und frohlockte aus seinen Wunden , und sein Gram segnete seufzend alles , was hinter ihm lag , von den Menschen , die ihm unrecht taten , bis zu dem Hunde , der nach ihm bellte . » Wohl « , sprach die Stimme . » Empfange den Lohn deines Gehorsams ; schau auf , schau um . « Und siehe da : draußen vor dem Fenster neben dem Wagen , im Gleichschritt mit dem enteilenden Zuge , sprengte auf weißem Renner Imago ; nicht die unechte menschliche Imago , namens Theuda , die Frau des Statthalters , sondern die Wahre , die Stolze , die Seine . Und von ihrer Krankheit war sie jung genesen , und ein fröhlich Siegeskränzlein hatte sie im Haar . » Ich habe auf dich gewartet « , lachte sie zum Fenster herein . Staunend rief er : » Imago , meine Braut , wie mochte das Wunder geschehen , daß du von deiner Trauer genasest ? Und zu welches Sieges Feier trägst du das Krönlein im Haar ? « Sie gab ihm die fröhliche Antwort : » Ich sah deine standhafte Treue durch Trübsal und Schmerzen : darob bin ich genesen . Ich sah dich aus den Strudeln der Leidenschaft ohn einen Makel emportauchen : darob setzte ich mir vor Freuden ein Krönlein ins Haar . « » Und kannst du mir auch vergeben , Imago , meine hehre Braut , daß ich närrischer , verblendeter Mensch ein sterblich Trugbild mit deiner Hoheit verwechselte ? « Sie lachte : » Deine Tränen haben deine Narrheiten gewaschen . « Nach diesen Worten sprengte sie mit übermütigem Jauchzen voraus , den Zug überholend . » Urteile jetzt « , begehrte die unsichtbare Stimme , » nennst du mich noch eine Strenge Herrin ? « Ergriffen betete seine Seele den Dank : » Heilige Herrin meines Lebens , dein Name lautet Trost und Erbarmen . Wehe mir , wenn ich dich nicht hätte ; wohl mir , daß ich dich habe . «