und vier , Koa richtiga bleibt enk nia , Alle Tag fangts Jammern an , Wann Liachtmeß kam . « Die Bauern wurden unruhig . » Wia is denn dös ? « schrie der Unterburger . » Derf a so a Kerl ins aussinga ? « Aber der Sepp ließ sich nicht irr machen und sang , daß ihm die Stirnadern anschwollen . » An Ehhalt ' n schinden s ' her , Daß eahm glei d ' Haut werd speer , Mit lauter Plag ' n und Scheern Muaß a sein Lohn vodean , Z ' letzt tean s ' oan no betrüag ' n , Tean eahm an Lohn o ' ziahg ' n , Grobheit ' n kriagst recht schö ' , Nacha ko ' scht geh ' ! « » Wirt ! Der muaß außi ! « sagte der Steffelbauer , ein Mann mit breiten Schultern , und er sagte es im tiefen Baß , ohne Erregung , aber so bestimmt , wie einer , der nicht viel Widerspruch leidet . » Wer muaß außi ? Mir zahl ' n insa Bier so guat wia ös . Dös woll ' n mi sehg ' n , wer ins ausschaff ' n ko ? « brüllte der Toni . » Halt staad ! « mischte sich der Wirt ein und stellte sich breitbeinig vor den Burschentisch . » Dös geht it , Buam ! Ös müaßt ' s enka Bier mit Fried ' n und Anstand trink ' n , sinscht habt ' s koa Bleib ' n bei mir ! « » So ? Dös is brav ! Du leid ' st koane Deanstbot ' n bei dir herin ? « » Lüag it , Sepp ! Vo dem is koa Red it g ' wen . Mir is a jeda Mensch recht , der bei mir was vazehrt , aba ' r a Ruah muaß sei . « » Und koa Hadalump derf sei Schlechtigkeit do herin ausüab ' n « , schrie der Unterburger . » Bin i dei Hadalump ? « plärrte der Sepp zurück . » Jetzt nimma ; aba g ' wen bischt da schlechtast . « » So ? Dös will i sehg ' n , ob du dös sag ' n derfst . « » Sei staad , sag i no ' mal ! « drohte der Wirt , und den Unterburger beschwichtigte er : » Laß guat sei jetzt ; es kimmt nix mehr für . « » Is ja wohr aa ! « brummte der Bauer . » Daß so a herg ' laff ' na Kerl de ganz Gmoa aussinga derfat . « » Der is dir z ' weni , « sagte ein anderer , » aba bal a nomal singt , tean ma ' n außi , und glei a so , daß a ' r in Kollbach koa Bleib ' n nimma hot . « Es wurde ruhig in der Stube ; die Knechte sagten wohl zu einander , daß sie nicht hätten nachgeben dürfen , aber sie dämpften ihre Stimmen und schauten sich scheu nach dem Wirt um , der an der Schenke stand und die Augen überall hatte . Am Ofentisch war der Streit schneller vergessen über Gemeindesachen und anderen Dingen , um die sich ein gestandener Bauer mehr bekümmern mag als um die Frechheit eines zugewanderten Dienstboten . Aber plötzlich klang vom Burschentisch herüber in die gedämpfte Erregung hinein eine tremolierende Stimme , die noch einmal den letzten Vers sang : » Grobheit ' n kriagst recht schö ' , Nacha ko ' scht ge ' h ! « » Ja , Herrgott ! Is koa Ruah gar it ? Aba jetz is a zeiti wor ' n. « » Laßt ' s an Sepp steh ' ! « schrien die Burschen dagegen . » Hot ja da Hansgirgl g ' sunga ! « » Wer ? « » Da Hansgirgl ! Jawoi ! « Und wirklich saß der Schormayer-Knecht mit gläsernen Augen zu hinterst in der Bank und sang es noch einmal in wehmütig zitternden Tönen : » Na-cha ko ' scht geh ' ! « » Wos waar denn dös , Hansgirgl ? Scham di do ! « » Weil ' s wohr is ! « schrie der Knecht und schlug in den Tisch hinein . » Do brauch i mi gar nix z ' schama . « » Geh zua ! Vo dir hot ma no nia an unrecht ' s Wort g ' hört ! « sagte der Steffelbauer . » So ? Hob i no nia was Unrecht ' s g ' sagt ? Für wos bin i nacha a Fei ' schpinna ? « In diesem Augenblick kam der Schormayer zur Türe herein und sah verwundert , wie die Bauern um den Burschentisch standen , und noch verwunderter , wie da mitten unter den jungen Leuten sein Hansgirgl saß und betrunken und zornig den Steffel anstierte . Und er hörte ihn noch einmal schreien : » Ko ' scht ma du dös sag ' n , z ' weg ' n wos i a Fei ' schpinna waar ? « Da trat der Schormayer an den Tisch hin und sagte gutmütig : » Grüaß di Good , Hansgirgl ! Di hätt i do aa it g ' suacht . « » I paß ganz guat her do ; i g ' hör zu dena . « » Du woaßt recht guat , daß da ' r i nix ei ' red . « » Und i g ' hör amal zu dena ! « schrie der Hansgirgl und nahm seinem Nachbar den geschmückten Hut vom Kopf und setzte sich ihn mit einem Ruck auf . » Mi g ' hört ' s aa zua , daß i a Sträußerl trag als an ausg ' stand ' ner Knecht . « » No , no ! Da müaßt i aa was wiss ' n. «