vor da Zeit aufstengan . « » De mogst du it , Sepp ? « fragte ein ganz Junger . » Na , du Grasteufi , de mog i net ; und wann du amal bei neunanneunz ' g Bauern g ' wen bischt , werst aa so hell sei . « » Bischt du bei so viel ei ' g ' stanna ? « » Ja , mei Liaba , und ausg ' stanna . « Sepp zog den Hut weiter in die Stirne und sang mit heiserer Stimme : » Vo Weichs bis auf Irgertsham Kenn i s ' schier allesamm , Und i ho deraz ' weg ' n Ziemli oa Spitzbuam g ' sehg ' n. « Alle lachten . Bloß der Hansgirgl schaute finster vor sich hin und krampfte seine schwielige Hand um den Henkel und trank in kurzen Absätzen . Er redete auch mit sich . » Ah wos ! Dir gib i na scho an Fei ' schpinna ! Dös wer ' n ma ja sehg ' n ! « » Wos sogscht ? « fragte ihn sein Nachbar . » Nix sag ' i. « » Lass ' n steh ' ! « schrie der Sepp . » Der hot Zeitlang nach der Arbet , weil scho zwölf Stund Feiertag is . « » Du ! Mi muaßt it dablecka , sinscht dalebst wos ! « knurrte der Hansgirgl . » I sag ja , sie soll ' n dir an Ruah lass ' n. Also , Buam , paßt ' s auf , daß was kinnt ' s , bal ' s jetzt bei an neuch ' n Bauern aufziagts . I will enk amal an Kalenda ausleg ' n , denn de Wiss ' nschaft kimmt oiwei mehra o , und de Bauern halt ' n ganz weni auf den alt ' n Brauch . « » Laß di no außa , Sepp ! « » Mirkt ' s enk dös : alle Aposcht ' ltäg san halberte Feiertäg ; und dös laßt ' s enk it nehma , wei ' da Mensch a Religion hamm muaß . Nacha steht g ' schrieb ' n : am Karsamschta soll die Erde ruhen . Ruhen , vasteht ' s ? « » Mir vastenga di scho . « » Also ! Net , daß oana außi fahrt und ackert ! Dös sell war a Frev ' l. Und grad so is am erscht ' n April . Da soll ma d ' Arbet einschränken , sagt da Kalenda . Übahaupts an koan Samschtag an Mist fahr ' n , sinscht hagelt ' s. « » Woaßt na selle Täg aa , wo ma mehra arbet ' n soll ? « » Na . De hamm si de Bauern g ' mirkt , und es waar ' n guatding dreihundert . « Wie nun alle in ein schallendes Gelächter ausbrachen , kamen etliche Bauern in die Wirtsstube , der Unterburger dabei . Der drehte sich im Vorbeigehen um , ob er auch recht gesehn habe , daß der Schormayer-Knecht bei den windigen Burschen saß , die wohl seit der Kirche schon tranken und jetzt die Köpfe zusammensteckten . Aber es war so . Der Hansgirgl hockte mitten unter ihnen . Da winkte der Unterburger , nachdem er am Ofentisch Platz genommen hatte , verstohlen dem Wirt . » Wos is denn , daß an Schormoar der sei ' bei de andern hibei sitzt ? « » I woaß it ; i ho mi selm g ' wundert . « » Hätt ma ' r it denkt , daß si der it z ' guat waar . « » Er is erscht nach de andern kemma und hot a bissel z ' wida drei ' g ' schaugt . « » Dös tuat a no ' ; da hot ' s was geb ' n. « » Soll i ' n amal schö staad frag ' n ? « » Na , na ! Mi geht ' s nix o. Bringst ma ' r a Halbi ! « » Beim Untaburga bin i aa ' r amal g ' wen « , tuschelte der Sepp den Burschen zu . » Der teile si ' s richti ei : viel Arbet und weng Fress ' n. Da Schmalzhafa is dös kleanst im Haus . « » Du g ' freust mi , und i kimm zu eahm « , sagte ein junger Knecht , der stark schielte . » Do werst was daleb ' n , Toni ! Sie is gar a G ' naue . Küach ' ln bracht s ' so groß , daß ma s ' an da Uhrkett ' n trag ' n kunnt , und bal ' s d ' zwoa g ' fress ' n hoscht , fahrt s ' mit da Schüssel o. « » Dös möcht i sehg ' n ! « » Da siechst it viel , wann ' s d ' a kreuzweis in de andern eahnere Teller schiagl ' n ko ' scht . Es is nirgats was drin . « Die Unterhaltung wurde am Burschentisch immer lauter , und so oft ein neuer Gast kam , wußte Sepp etwas über ihn und sein Hauswesen , und zuletzt gab er sich keine Mühe mehr , leise zu reden , so daß die Bauern aufmerksam wurden und drohende Blicke hinüberwarfen . » Sing amal oans , Sepp ! Woaßt d ' as scho , dös sell vo de Deanstbot ' n ! « schrie der Toni ; und der alte Vagabund war gleich aufgelegt , alle ehemaligen Dienstherren miteinander zu ärgern . Er sang , so laut er konnte , und seine heisere Stimme gellte zum Ofen hinüber . » Bauern , enk kenn i gnau , Enk derf koa Ehhalt trau , Mit enkern toa und Treib ' n Kon enk koa Ehhalt bleib ' n , Braucht ' s oi Jahr drei