Czernojewitsch . 5 Christliche Nymphen , Schutzgeister des serbischen Volkes . 6 Die Deutschen . 7 Die frühere Benennung des Vladika von der schwarzen geistlichen Kleidung , die er den griechischen Mönchen ( Kalogeri ) ähnlich trug . 8 Junak - ein Tapferer . 9 Der Tod außer der Schlacht wird von diesen Tapferen als das größte Unglück betrachtet ; die Verwandten sagen von einem Kranken , der eines natürlichen Todes starb , er sei von Gott , dem großen Mörder , getödtet worden ( od boga , starok kronika ) . Der größte Schimpf , den man gegen einen Montenegriner ausstoßen kann , ist in den einfachen Worten enthalten : » Ich kenne die Deinigen , alle Deine Vorfahren sind in ihrem Bette gestorben . « 10 Eine der neun Plemen ( Stämme ) der Katunska-Nahia . 11 Bewohner des Südens . 12 des Weiberraubes . 13 Brüderschaft , Gemeinde . 14 Eines der drei Klöster von Czernagora , im jetzigen Kriege von den Türken unter Skender-Beg ( Graf Jelinski ) erstürmt und geplündert . 15 Vetter . 16 Wiese . 17 Ali Tebelin , der berühmte Pascha von Janina . 18 Streifzug . 19 Kula , befestigter Thurm . 20 Der von den Griechen und Arnauten getragene hemdartige Rock , der vom Gürtel bis auf die Kniee fällt und aus einer Menge künstlich zusammengefalteter Leinenstücke besteht . 21 Der deckenartige weite Mantel , den die türkischen Frauen tragen . Er ist von leichtem einfarbigem Zeug und gleicht einem großen Tuch . 22 Der Teufel . 23 Die südliche Vorstadt Scutari ' s , an deren Außenseite sich eine Reihe Batterieen befindet , wärend sie durch eine Krümmung des Flusses und eine kleine Ebene von der Stadt selbst getrennt ist . 24 Diener ; ihre Zahl richtet sich nach dem Range ihres Gebieters . 25 Polizeidiener . 26 Ruf zum Gebet . 27 Kadi , Mollah : türkische Richter ; Kadi-askar , der Oberrichter ; Mufti , ein Rechtsgelehrter . 28 Ein türkischer Piaster = 20 Pfennigen . 29 Wir werden sehen . 30 Gott sende ihm Unglück ! 31 Schande , Schande ! 32 Gott allein weiß es . 33 Ungläubige . 34 Es ist ein Weib ! 35 Gruß . 36 Komm ! 37 Sieh mich an , Licht meiner Augen , o Du meine Seele ! Die Wölfin von Skadar . - - - - Das leichte Geräusch brechenden Holzes störte die Stille der Nacht - aber nicht die schweren Athemzüge der Schlummernden . - - - Dann wieder Alles lauschende Stille . Sein Haupt ruhte an ihrer schwellenden Brust . Der halb geöffnete Mund des schlafenden Weibes mit den spitzen weißen Zähnen schien noch Triumph zu athmen über den errungenen Sieg . Zwischen den Brauen in der scharf geschnittenen Falte lag die ganze Leidenschaftlichkeit ihrer Seele . - - Ein Schatten glitt unter dem Teppich hervor - wiederum eine lange Pause - dann legte sich eine kalte Hand auf die glühende Stirn des Griechen . Eine unwillige Bewegung der Störung - die Lippen murmelten den Namen » Fatinitza « , dann schlief er weiter . Eine zweite Berührung erweckte ihn . Träumerisch schlug er die Augen empor , in jener schwelgenden Ermattung des Genusses . Vor ihm stand Gabriel der Zagartschane ! Er wollte emporfahren , die dunkle Gluth der Schaam , des gebrochenen Männereides überfluthete sein Gesicht - doch ernst und schweigend winkte der Czernagorze ihm Vorsicht , auf die lockende Genossin seines Lagers deutend . Dann trat er zurück in das Vorgemach , leise , unhörbar , wie er gekommen , und winkte dem Freunde zu folgen . Es gelang Nicolas , sich langsam aus den umschlingenden Armen der Türkin zu winden und vom Lager herabzugleiten auf den Boden , ohne daß seine Bewegungen sie erweckten . Einige Augenblicke darauf huschte er in das Nebengemach , wo der Flüchtling stand und aus dem Arsenal an der Wand sich vorsichtig prüfend bewaffnete . Ein Blick zeigte dem Griechen , wie der Kühne hier herein gelangt . Die Jalousie des schmalen Altans war geöffnet , die verdeckenden leichten Gitterstäbe waren an einer Stelle gebrochen . Der Czernagorze wandte sich zu ihm . » Zum zweiten Male ist der Ruf des Blutbruders in der Stunde der Gefahr vergeblich nach dem Genossen erklungen ; zum zweiten Male fehlte Nicolas Grivas , als Andreas der Zagartschane seiner Hilfe bedurfte . Wird er auch zum dritten Male seine Stimme nicht hören , wird er seinen Kampf theilen um Leben und Freiheit , oder will er ruhen in den Armen der Liebe und den Freund allein sein Heil versuchen lassen ? « Der Jüngling beugte sich beschämt . » Verdamme mich nicht , Gabriel , meine Seele war umnachtet , mein Wille gelähmt . Ich theile mit Dir Tod und Leben ! « » Wohl ! ich danke Dir für die rettende Feile und das Seil , die Du mir gesendet . Aber es war um ein Stockwerk zu kurz und vergeblich schaute ich mich um nach der versprochenen Hilfe . Da lenkten die freundlichen Wila ' s mein Auge auf diesen Altan , und indem ich mich am Seil hin und her schwang gleich dem Vogel in der Luft , wie ich oft als Knabe gethan , wenn ich die Felsennester der Möwen ihrer Brut beraubt , gelang es mir , die Stäbe zu erreichen und Fuß zu fassen . Das Uebrige weißt Du . Hast Du Deinen Kahn in der Nähe ? « » Ich war gefangen wie Du , heute Abend durch meine Unvorsichtigkeit . Nur die undurchdringlichen Mauern des Kerkers konnten mich fern von Dir halten . Der rettende Kahn liegt mindestens eine halbe Stunde weit außerhalb der Stadt unter den Felsen . « » Dann giebt es nur einen Weg für uns . Wir müssen schwimmend aus dem Bereich der Festung zu entkommen suchen . Bist Du bereit ? « » Ich bin ' s ! « » Diese schweren Waffen nützen uns Nichts ,