als glück . liche Fran sehe , willst du umherzieheu und die Leute amüsieren ! Und anstatt der Enkel - na , bringst dn , wenws Glück gut ist , mir einen verwelkten Lorbeerkranz mit ius Haus ! , ,Aber - die Brüder , wenn die heiraten , dann - , ,Ach , das sind keine Tochterander - Tochterkinder sind die richagen Enkel ! Und wenn man alt und wacklig wird und viel . leicht Witwe , dann ist ' s mir nicht vergönnt , eine Znslucht in deinem Hause zu sinden , kann deine Kinder nicht auf den Schoß nehmen , sondern werde von Fremden hernmgestoßen , und es ist uoch eine große Guade Gottes , wenn du Zeit findest , bei meinem Begräbnis zu seiu ! , ,Aber Mama , sagte Aeuue , , , jedeu Augenblick , wenn du mich brauchst , bin ich da . , ,Ich seh ' ' s schon ! Wenn eine selbst nicht weiß , wie ' s einer Mntter ums Herz ist , dann fehlt die rechte Liebe ! Und das ift meine einzige Tochter ! Aeuue ftand anf . Sie kannte die wenig logischen Anschau . ungen der grundgnten aber heftigen Fran . Sie streichelte ihr leise über das Haar , wie sie früher gethau , uud legte ihre Sarn gegen die der Mutter . , ,Komm ' , bat sie , , , sei lieb zu mir , es thut dir soust schrecklich leid , wenn ich fort biu . Da brach die Frau in Dhräuen aus uud hielt ihr Kiud auf dem Schoße . , ,Weun die Emilie nicht mitginge , es wäre mein Tod ! schlnchzte sie . , ,Und nun laß mich allein nnd sage dem Bater , er soll zu mir kommen - ich mag jetzt mit keinem andern Menschen reden ! Aenne umarmte noch einmal Tante Emilie , dann schlich sie leise aus dem Hause , es zog sie zu Fräuleiu Hochleituer . Als sie - des hohen Schnees wegen mußte sie durch die Stadt geheu - die Hauptstraße hiuuuterschritt , die todeseiufam uud verschlaseu wie immer lag , kam ein Schlitten mit hellem Schellen . geläute hinter ihr drein . Es war schou Zwielicht , aber Aeuues erschreckte junge Augen sahen deutlich , ach , so deutlich ! - Sie ^ wich zur Seite , da jagteu die herrlicheu Rappeu an ihr vorüber , vom Kntscher in russischer Pelztracht gelenkt , .das zierliche Ge . fährt ungestüm mit sich reißeud . Aenne stand regungslos . - Nebeu der dichtverschleierteu Fraueugestalt im grauen Mantel mit riesigem weißen Pelzkragen saß Heinz Kerkow . Das junge Paar flog vereiut in die Welt hinaus . Ihr war es , als habe der Mann sich vorgebeugt , um ^ sich zu überzeugen , ob sie wirklich dastehe . Aber er grüßte nicht . Run fuhren .sie uach der Bahnstation , uud Aeuue giug weiter , den Kopf gefeukt , als trüge sie plötzlich eine schwere Laft auf den Schultern Was sie noch ebeu aufrecht und stolz dahin . gehen ließ , der Sieg , den sie über die Vorurteile der Elterm er . rungeu , die beglückende Zuversicht , nur sich selbst dereiust eine Stellung im Leben zu verdaukeu , fiel von ihr ab angesichts des ^ geliebten Mannes , der im engen Schlitten mit ihr seinem Glücke ^ entgegensnhr - uuendach selig , wie Aenne meinte . Ein starker , brennender Schmerz , eine heftige Eiferfucht überfiel fie , heute nachmittag hatte sie dies nicht gefühlt , als sie die beideu vor dem Altar gesehen , jetzt aber , wo das Gefährt nat ihueu in deu . herabfiukeudeu Duuft uud Nebel des Wiuterabeuds laueinfuhr , schüttelte es sie förmlich . Das war ja doch das eiuzige , das wahre Glück , was dort ^ vor ihren Augen eutschwaud , alles audere lohute uicht , war nicht . . des Lebens wert . Wozu deuu lernen - wozu überhaupt . weiter ^ lebeu ? Sie verspürte plötzlich Lust , in den verschneiten Wald ^ hineinzulaufeu , sich dort unter irgeud eiuem Baum uiederzuhocken , um im Frost uud Schuee eiuzuschlafeu uud uie wieder zu erwachen . f ^ Schwerfällig waudte sie sich um uud schlug die Richtung ^ nach dem Schloßpark ein , sie mochte selbst Fräulein Hochleitner [ 154 ]  uicht fehen Aber sie kam nur bis zum Eingang des Parkes , da rief eine helle wohlbekauute Stimme ihr nach ^ , ,Is dös a recht , mi so wart ' u z ' laff ' u ? I lauf hier herum wie a Eichkatzerl im Käfig und schan nach Ilw ' n aus , derweil hab ' u ' s uet a mal d ' Abficht g ' habt , mit mir z ' red ' a ? Na , aber sag ' u S ' g ' schwiud , was meiueu die Herrn Eltern zu Ihr ' m Plan ? Fräuleiu Hochleitner in Kapuze uud Pelzmantel ftaud neben ihr , und unter dem Schleier lachteu die brauuen Angen er . waramgsvoll . , ,Brav hab ' n S ' g ' sungen hent ' mittag , fahr sie fort , als Aenne ihr ftumm die Hand gab , , , beinah ' hätt ' i a bifferl g ' want . - I hab ' alles g ' hört . Aber kommen S ' , Kind , gehn wir a Saickerl weiter , damit die arme heifere Schannet von niemand g ' feh ' n wird . Herr Gott , war dös hent ' früh a Hetz , als i fag ' n ließ , i sei heifer wie a alt ' s verschnnpft ' s Werkl ! Und die kleiue Friedrich hat gelacht , reiu auseiuauder fiu wir g ' wef ' u vor Ver . gnüg ' n. Die Friedrich ham ' s gefacht wie a Naderl und der . weil hat ' s in meiuer Schlafsack .. ' g ' sess