Sag , Vetterma , es düecht mih , dy Frau könn es bsunderbar gut mit Uli und er sei ihr gar wert . « » Ja , « sagte Johannes , » es ist ihr noch Keiner so wert gewesen ; über all hat sie mir immer zu klagen gehabt , aber seit manchem Jahr über den kein Wort . Es ist ein ganz anders Dabeisein . « Es schade dann vielleicht nicht , wenn sie auseinanderkämen , sagte Joggeli . Bhüetis , er wolle damit nichts Böses gesagt haben ; aber es sei doch nicht allemal gut , wenns dWyber und Knechte zu gut miteinander konnten . Oh , das mache nichts , sagte Johannes , wenn es da , bei die Weiber noch besser mit den Männern könnten als mit den Knechten . Und das sei bei ihnen so . Er und seine Frau seien einig , und keins mache eine Partei weder gegen die Kinder noch gegen die Diensten , und seit einiger Zeit seien sie auch mit ihren Diensten einig , und die machen keine Partei gegen sie unter sich , und so befänden sie sich bsunderbar gut dabei . » Ich weiß neue nit , « sagte der Vetter ; » wenn sie zu einig sind , so hat sich sonst der Meister zu klagen . Wenn es allen gegangen wäre wie mir , so würde noch Mancher anders reden . « Die Bäurin konnte nicht ins Klare kommen , bis endlich bei Tische das Kapitel wieder auf Uli kam und sie sich überzeugen mußte , daß es Ernst sei mit dem Platz bei Joggeli . Da sagte sie : » Aber Johannes , sinnest auch , was du machst ? « » Ich möchte dem Uli nicht vor seinem Glück sein , « antwortete er . » Es ist nicht immer alles Glück , was glänzt , « sagte sie halblaut und ging zur Türe hinaus . Da fing der Vetter an zu treiben , daß man den Uli hineinkommen heiße , er möchte mit ihm reden , und Johannes meinte , das pressiere den Abend noch nicht ; morgen wolle er ihm alles zeigen , und dann könne er noch immer machen , was er wolle . Aber der Vetter sagte , er müsse morgen zeitlich fort , wolle die Sache heute noch richtig machen , so könne er vielleicht wieder einmal gut schlafen ; und Uli mußte herein . Uli war ganz voll Gwunder , was er im Stübli solle , und stellte sich an der Türe auf . Der Vetter füllte sein Glas , brachte es Uli und sagte : » Tue Bscheid und chumm hock , ich möchte neuis mit dir reden . « Nun begann er , wie Johannes ihm Uli als Meisterknecht angeboten habe , wie er einen mangle , wie er einen schönen Lohn gebe und bei Zufriedenheit noch mehr nicht scheuen wolle . » Und wenn es dich gelüstet , zu kommen , so fordere Lohn ; wir wollen es gleich miteinander richtig machen . « Uli war ganz verstummet . Endlich sagte er , es sei ihm hier nicht erleidet , er begehre gar nicht fort . Wenn der Meister meine , es sei sein Glück , so wolle er probieren , aber ungern . » Du kannst probieren , « sagte Johannes , » und wenn ihr nicht für enandere seid , so nehm ich dich wieder jede Stund . « » Und nun , was forderst du für Lohn ? « » Der Meister soll für mich heischen , « sagte Uli . » Was düecht Euch : sechzig Kronen , zwei Paar Schuhe , vier Hemder und dann noch Trinkgelder ? « sagte Johannes . Ihm sei es recht , sagte Uli , wie es der Meister mache . Es sei wohl viel , sagte der Vetter , und so für den Anfang hätte man es mit etwas Wenigerem auch machen können , indessen wolle er nicht märten . Nur mit den Trinkgeldern könne er nicht viel versprechen ; für die Rosse nehme sie der Karrer , für die Kühe der Melcher , und sonst gebe es nicht viel . » He nun , « sagte Johannes , » so gebt Ihr am Neujahr noch einen schönen Kram , wenn Ihr zufrieden seid . « Das werde sich schon machen , sagte Joggeli ; da hätte er fürs erste zwanzig Batzen Haftpfennig , und dann solle er ihm zur rechten Zeit kommen , um anzustehen . Somit gab er Geld und Hand , und die Sache war abgetan , ehe Johannes und Uli es sich versahen und ehe die Bäurin ein Wort dazu sagen konnte . Er hätte gedacht , er wolle es heute noch richtig machen , sagte Joggeli , es hätte sonst vielleicht nichts mehr daraus werden können ; man wisse nie , was es über Nacht gebe . Und Joggeli , der alte Fuchs , hatte verdammt recht . Die Frau schwieg jetzt , sie fühlte , jetzt könne sie nicht mehr reden . Aber sobald Johannes neben ihr hinterem Umhang lag , so begann sie mit der Frage : » Aber sag mir auch , was sinnest du ? Ich hätte nie geglaubt , daß du ein solcher Löhl wärest . Einen solchen Verdruß hast du mir nicht gemacht , seit wir verheiratet sind . Du bist viel fort , und wie soll es gehen , wenn Uli nicht mehr da ist ? Der alte Verdruß kommt wieder an mich . Dem alte , wunderliche Narr , der niemand trauet und meint , alle Leute seien schlecht , den besten Knecht anzubieten ! Man sollte dich my Seel vogten . Ich glaube , du bist voll gewesen , wo du das gemacht hast . Sag mir nur , was hast du auch gesinnet ? « Aber Johannes , dem der Handel selbst übers Herz gekommen , wußte nicht viel zu sagen , seine Gründe schienen ihm selbst nicht