Gestalten , besonders der des St. Benedikt und des heiligen Bernhard ( die Frauenköpfe sind weniger vollendet ) haben immer für Meisterwerke gegolten und man hat sie , ebenso um ihrer Ausführung wie um ihrer Charakteristik willen , abwechselnd dem Albrecht Dürer , dem Lucas Cranach und endlich dem Grünewald , einem der besten Schüler Dürers , zugeschrieben . Der letzteren Ansicht ist Ernst Förster in München . Grünewald war allerdings speziell durch seine Charakterisierung der Köpfe ausgezeichnet . 8 Eine Urkunde vom 8. Dezember 1542 hat uns die Namen von zehn Klosterbrüdern aufbewahrt , die , mit Geld und Kleidung ( » mehr als wir verhofft « ) ausgerüstet , Lehnin verließen und in die Welt gingen . Es waren : Kaspar Welle , Christoph Brun , Martin Uchtenhagen , Joachim Kerstinus , Joachim Sandmann , Gregorius Kock , Wipert Schulte , Heinrich Jorden , Maternus Meier , Valentin Vissow . Dazu kamen später : Steffen Lindstedt und Johannes Nagel , beide aus Stendal , ferner Mathias Dusedow , Gerhard Berchsow und Hieronymus Teuffel . Einige von diesen Namen : Uchtenhagen , Lindstedt , Teuffel waren Adelsnamen , doch ist nicht zu ersehen , ob die obengenannten drei von adliger oder bürgerlicher Abkunft waren . Im allgemeinen traten hierlands fast nur Bürgerliche in den Zisterzienserorden ein , während sich in den Nonnenklöstern desselben Ordens fast nur die Töchter adliger Familien befanden . 9 Aus der Epoche von vor 1690 sind auch ( aus einem andern Grunde noch , als aus dem eben bei George Wilhelm angeführten ) die vier Zeilen merkwürdig , die sich auf Kurfürst Friedrich I. , den ersten Hohenzoller , beziehen . Sie lauten : Wahrheit sprech ich : Dein Stamm , der zu langem Alter bestimmt ist , Wird einst mit schwacher Gewalt die heimischen Gauen beherrschen , Bis zu Boden gestreckt , die einst in Ehre gewandelt , Städte verwüstet und frech beschränkt die Herrschaft der Fürsten . In diesen vier Zeilen , wenn wir eine Post-fact-Prophezeiung annehmen wollen ( was wir , schon hier sei es gesagt , wirklich tun ) , erschwert sich der Dichter seine Aufgabe freiwillig , und anstatt im Prophetenton Dinge über die Regierungszeit Friedrichs I. zu sagen , die er 1690 allerdings wissen konnte , ohne ein Prophet zu sein , verschmäht er diese bequeme Aushilfe völlig und knüpft vielmehr Betrachtungen an die Erscheinung des ersten Hohenzollern , die , selbst von 1690 ab gerechnet , noch in der Zukunft lagen . Er machte es sich also nicht leicht , hatte vielmehr immer das Ganze im Auge und prophezeite auch da noch wirklich und aus eigenstem Antrieb ( man könnte sagen : » seine Mittel erlaubten es ihm « ) , wo das Prophezeien post fact einem Stümper in der Prophetie das bequemere und sichere Auskunftsmittel gewesen sein würde . 10 Die Prophezeiung geht von König Friedrich I. gleich auf Friedrich II. über und überspringt also Friedrich Wilhelm I. Man hat daraus einen Beweis für die Unechtheit herleiten wollen , aber ganz mit Unrecht . Der Prophet ( so nehmen wir zunächst an ) blickte in die Zukunft , er sah wechselnde Gestalten , und den Soldatenkönig sah er nicht . Das geistige Auge – dies müssen wir festhalten – kann Gegenstände ebenso gut übersehen wie das leibliche . Ja , es läßt sich aus dem Fehlen König Friedrich Wilhelms I viel eher , wenigstens mittelbar , ein Beweis für den wirklich prophetischen Gehalt der Weissagung herleiten . Versucht man nämlich , wie einige getan haben das , was sich auf Friedrich den Großen bezieht , auf Friedrich Wilhelm I. zu deuten , so entsteht ein völliger Nonsens , und werden dadurch alle diejenigen schlagend widerlegt , die beweisen möchten , daß diese Sätze überhaupt dunkle Allgemeinheiten seien , die schließlich , bei einiger Interpretationskunst , auf jeden paßten . Man kann aber leicht die Probe machen , daß dies durchaus nicht zutrifft , und daß bestimmte Verse auch nur auf bestimmte Personen passen . 11 Eine Bauautorität gibt folgende Details : » Auf dem höchsten Punkte der Insel fand ich einen Gebäuderest , der mich , abgesehen von allem andern , schon durch das vortrefflich ausgeführte Mauerwerk interessierte . Ungefähr 21 / 2 Fuß aus der Erde hervorragend , zeigt es die eine ganze Frontmauer eines rechteckigen Bauwerks , sowie die Ansätze der beiden daranstoßenden andern Seiten . Erstere hat eine Länge von 75 ' , und ist durch zwei von den Ecken des Gebäudes 18 ' entfernte Strebepfeiler verstärkt , die eine Breite von 6 ' haben und ebensoviel nach außen wie nach innen aus der Mauer hervortreten . In dem südlich gelegenen Pfeiler ist deutlich der Zugang zu einer Treppe zu erkennen , während sich nördlich von dem andern Strebepfeiler ein Eingang von außen in den wahrscheinlich durch mehrere Türen zugänglichen Raum befindet . Wenn schon die Sauberkeit der Arbeitsausführung auf ein monumentales Bauwerk schließen läßt , so gestattet der Formencharakter der vornehm gebildeten Fußglieder an den innern Strebepfeilern keinen Zweifel darüber , daß wir es mit einem Gebäude aus dem zwölften Jahrhundert zu tun haben , das entweder eine Kirche war oder einem Kloster zugehörte . Für die erstere Annahme spricht die Form der Ruine , die wohl am richtigsten als Überbleibsel der östlichen Giebelseite einer dreischiffigen Kirche angesehen wird . Es wäre interessant , diese Ansicht durch eine Aufgrabung des Terrains in der Richtung der nach innen vorspringenden Strebepfeiler vielleicht bestätigt zu finden « . 12 Diese Steintafel befand sich an der Stelle , wo das später sogenannte » Invalidenhaus « an die Klosterkirche stieß , und gab in ihrer Inschrift die Namen aller in Chorin begrabenen Markgrafen . Diese Inschrift , wie jetzt nur noch aus den Choriner Amtsakten zu ersehen ist , lautete : Anno 1254 ist der Markgraf Johannes ( I. ) Chorfürst zu Brandenburg , der dieses Kloster Chorin Cistercienser-Ordens gestiftet , allhier begraben . Anno 1267 ist Johannes ( III. ) Markgraf , welcher zu Merseburg auf seiner