wenn s ' net so z ' samm ' halten taten ? Verstehst ' ? Dös wissen de recht guat , und deswegen helfen s ' anander und lassen uns koa Recht . De Beamten helfen der Geischtlichkeit , de Geischtlichkeit helft an Adel . Und alle mitanander verteilen s ' dös Geld . De san z ' samm ' g ' schworen . Was willst jetzt du macha , alloa gegen de Geischtlichkeit ? Dir hilft koana . Von de Bauern net , weil de z ' dumm san , daß s ' z ' samm ' halt ' n , und da Bezirksamtmann derf dir net helfen . Net amal , wann er möcht . Dös is eahm verbot ' n , vom Minischteri aus , oder no von an Höchern . « » Oans is g ' wiß wahr , Flori , daß d ' Bauern net z ' samm ' halt ' n. Du hätt ' st gestern dabei sei müassen ! « » I woaß a so . « » Jeder hat tracht ' , daß no bloß er net nei ' kimmt in de Sach ' . Des werd a net anderst , bis net da Bauernbund mehrer Boden kriagt . « » O mei , da hör ma auf ! Dös geht mit ' n Bauernbund , wia ' s no allawei ganga is . Denk an mi , bal an etla Jahrl vorbei san . Z ' erscht tean s ' aso , als wenn s ' lauter Brüder waar ' n , und nacha kemman de andern , verstehst , mit ' n Geld und schmieren de schärfern ab und bringen an Unfrieden nei , und gar is . « » So schlecht denk ' i net davo . « » Wart ' s ab ! Du erlebst as leicht , Schuller . Mit ' n Geld ko ma alles macha ; wer ' s Geld hat , regiert de ganz ' Welt . Is ja scho alles dag ' wesen . De Bauern hamm sie scho öfter g ' rührt , net g ' rad jetzt . Aba sie san verrat ' n wor ' n , und hamm verspielt . De Radelführer hat ma köpft und g ' hängt und vabrennt nach de Hundert , und de , wo mit ' n Leben davo kemma san , hamm wieder brav zahl ' n müaß ' n. I glaab nix ; de andern halten z ' samm ' und hamm ' s Geld . « » Dö lernt der Bauer vielleicht aa mit der Zeit , daß ma z ' samm ' steh ' muaß . « » Na , Schuller , dös lernt er nia . Weil oaner dem andern net traut . Je näher , daß ' s ' bei ' nander san , desto weniger mögen s ' anand . Der Bauer glaabt oan , der a Stund weit weg wohnt , mehra wia sein Nachbarn . Da liegt da Hund begrab ' n. « » Wenn ma ' r a so denkt , nacha derf ma gar koa Hoffnung nimma hamm . « » I hab ' aa koane . Und du verlernst as aa no . Paß no auf , wia ' s mit deiner G ' schicht geht ! « » I muaß mei Recht finden . « » Du werst as ja sehg ' n. Halt ! Da müassen mir an Pflasterzoll zahl ' n. « » Brr ! « Der Wagen hielt . Sie waren am Nußbacher Berge angelangt ; aus dem kleinen Hause neben der Straße hinkte eine alte Frau heraus , die einen roten Zettel in der Hand hielt . » I hob ' mir scho denkt , du fahrst vorbei . « » Da hätt ' st dei Zehnerl verspielt , « sagte Weiß . » Na , na ; i hätt ' enk scho kennt . Der Schuller von Erlbach , gel ? « » Ja . « » Da hätt ' s koa G ' fahr it g ' habt . « Sie reichte den Zettel hinauf und nahm ein Nickelstück in Empfang . » Guat Morg ' n ! « Der Braune zog an und ging im guten Schritt den Berg hinauf . Er wußte , daß Stall und Hafer in der Nähe waren . Die Nußbacher Bürgersfrauen kamen aus der Kirche . Die jungen hüpften zierlich über die Schmutzlachen , die alten traten unbesorgt hinein , denn sie hatten große Filzstiefel an den Füßen . Die Männer blieben stehen und betrachteten den Gaul , welchen Schuller mit leichtem Schnalzen antrieb . Der Metzgermeister Eichinger stellte sich unter die Ladentüre und sagte : » Es ist der Bräundl vom Hupfauer , den er vor zwoa Jahr verkaaft hat nach Webling oder Erlbach . I kenn ' an genau . « Beim Unterbräu hielt der Schuller . » Her-ein ! « Otteneder wandte sich um und blickte auf die zwei Bauern , welche eintraten . Der jüngere , hochgewachsene Mann kam ihm bekannt vor ; er hatte das scharfgeschnittene Gesicht schon irgendwo gesehen . » Wer sind Sie ? Was wollen Sie ? « » I bin der Schuller von Erlbach . Andreas Vöst schreib ' i mi . « » Ach , richtig ! Der zum Bürgermeister gewählt war ? « » Ja . Wo Sie dös Schreiben ' nausg ' schickt hamm . « » Mhm ! Sie kommen vermutlich wegen der Sache ? « » Desweg ' n bin i da . « » So , so . Warten Sie einen Augenblick ! « Der Bezirksamtmann stand auf und zog die Klingel . Der Amtsdiener trat ein . » Gehen Sie zum Herrn Offizianten hinüber . Er soll Ihnen den Akt geben : Gemeindewahl in Erlbach . « » Jawohl , Herr Bezirksamtmann . « Otteneder setzte sich wieder und schlug das rechte Bein über das linke . Er nahm ein Lineal vom Tische