der Schormayer schaute sie nicht an . » Wia lang is sie jetzt krank g ' wen ? « fragte Zenzi . » A schlecht ' s Blüat hat sie scho lang g ' hot , « erwiderte er , » aba g ' leg ' n is sie it länger wia ' r a viertl Jahr ; dös woaßt ja selm . « » An da Lungl hat ' s ihr g ' feit , gel ? « » Ja . « » A meiniger Vetta , wo i in Deanst g ' wen bi , hot ' s aa ' r a so g ' habt und is alle Täg weniga worn . Da is g ' scheidter , bal oans stirbt . « » Ja , ja . « » Dös ko mi net anderst macha , und da waar i jetzt net a so trauri . « » Dös vastehst du z ' weni « , sagte er und streifte sie mit einem Blick . » Moanst ? « » Wenn ma so lang vaheiret is mitanand , da g ' hört ma so z ' samm , daß ma sie dös gar it anderst ei ' bild ' n ko . « » Aba d ' Freud ko aa nimmer so groß g ' wen sei . « » Was für a Freud ? « » No , a so halt « , sagte Zenzi und stieß ihn mit dem Ellenbogen an . Er schaute sie wieder an ; ihr Mund war zu einem sinnlichen Lachen verzogen , und ihre Augen wichen nicht aus . » Ah mei ! « sagte er . » An selle Dummheit ' n denkt mi do net . « » Waar ma scho gnua ! « sagte sie . » Da denkat i freili dro . Für was is ma denn vaheiret ? « » Geah ! Du bischt halt no jung und dumm . In Ehstand is ganz anderst als wia lediger . « » Warum nacha ? « » Weil mi halt g ' scheidter werd , und älter aa , und weil mi an was anders z ' denka hot . « » Du bischt do net z ' alt . « Zenzi rückte näher , und da faßte er mit einer groben Bewegung ihren Arm und drückte ihn fest . » Herrgott ! Aber Arm hoscht scho her ! « sagte er . » Da is was dro , gel ? « » Ja du bischt scho a Mordstrumm Weibsbild ! « Er griff nach ihrer Brust . Sie kicherte . » Geah du ! « » Was hoscht denn für an Schatz ? « fragte er . » I ho koan . « » Ja , dös wer i dir glaab ' n. Vielleicht bischt gar no bei ' n Jungferbund ? « » Da kunnt i leichter dabei sei als wia anderne . I mag mit die Bursch ' n nix z ' toa hamm . « » So schaugst du aus ! « » Weil nix G ' scheidt ' s rauskimmt dabei . Aba du bischt oana ! Hörst it auf ? Hörst it auf ? « Sie lachte und wehrte sich gegen seine derben Griffe ; er legte den Arm um ihre Hüfte und zog sie keuchend zu sich heran , und im Ringen fiel ihm der Hut auf den Boden . Plötzlich machte sie sich mit einem Ruck frei und sprang in die Höhe . » Es kimmt wer ! « sagte sie hastig und streifte ihren Rock zurecht . Er sah verstört und mit blöden Augen nach der Türe und bückte sich , um seinen Hut aufzuheben , als Ursula eintrat . Sie warf einen schnellen Blick auf den Vater , der seine Verlegenheit verbergen wollte und den Staub vom Hute abblies , und dabei fuhr sie die Magd an : » Was hoscht denn du da herin z ' toa ? « » I hon an Bauern g ' sagt , daß mi a Kaibi kriagt hamm . « » Na geh no wieda an Stall außi ! « » I geh scho . « Der Schormayer kam ihr zu Hilfe . » A Stierkaibi is , hoscht g ' sagt ? Gel ? « » Ja . « » Und da Tristlknecht hat da g ' holfa ? « » Ja . Da Toni . « » Is scho recht nacha . Sagst eahm : i zahl eahm a paar Maß . « » Jetz mach amal , daß d ' weiterkimmst ; du hoscht di lang gnua vahalt ' n da herin , moan i « , schrie Ursula . » ' s nachstmal sag i halt nix mehr , bal dös aa no net recht is ; und so was geht do an Bauern o. « Zenzi schlug die Türe hinter sich zu , und man hörte sie noch im Flötz schelten , und ein Stück weit über den Hof . Der Schormayer hatte derweilen seine Fassung gewonnen , und der Ärger stieg in ihm auf . » Daß du gar a so grob bischt mit ihr ? « fragte er . » Red ' liaba it , Vata ! « » Wos ? Derfst du mir ' s Mäu biat ' n ? Gang dös scho o ? Herr bin i , daß d ' as woaßt ! « » Und dös g ' hört si amal it , daß des Mensch da herin steht . « » So ? Geaht mi dös nix o , was an Stall draußd g ' schiecht ? Dös waar mi des neuest ! Bin i gar nix mehr , weil d ' Muatta nimma do is ? « Jetzt hatte der Schormayer einen Boden unter sich und kam sich in seinem Rechte gekränkt vor . Und da schrie er , daß ihm die Halsadern schwollen . » Da waar ja i der Gar-nix-mehr auf mein Hof