Mir hamm an Bergwind . « » Es hat heuer z ' fruah g ' schneit , « antwortete der Schuller , » da bedeut ' der ganz ' Winter nix . « » Is schad ' . De alt ' Regel hoaßt : Dezember kalt mit Schnee , gibt Korn auf jeder Höh ' . « » Ja , ja . « Sie schwiegen wieder . Allmählich wurde es Tag . Im Westen zeigten sich lange , blaßrote Streifen am Himmel . Weiß deutete hin und sagte : » Auweh , heut ' regn ' t ' s no . « Als sie den Neuriederberg hinauffuhren und der Gaul in langsamem Schritt ging , drehte sich der Schuller zu seinem Nachbar hinüber . » Du woaßt , Flori , was i z ' Nußbach für a G ' schäft hab ' ? « » Ja ; du willst ins Bezirksamt . Weg ' n deiner G ' schicht ' . « » Der Zwerger moant , du kunnt ' st ma was helfen . « » Er hat ' s aa zu mir g ' sagt . Aber i ko dir it helfen , Schuller . « » Warum it ? « » Neamd ko dir helfen . Dös derfst ma glaub ' n. « » Moanst du , daß da Held dös wirkli g ' schriebn hat ? « » Da moan i gar nix . Dös is aa ganz wurscht : verspiel ' n tuast allaweil . « » Wenn i ' s aba nachweis ' n ko ! « » Geh , Schuller , g ' hörst du aa no zu dena , de wo glaab ' n , daß ma ' r a Recht kriag ' n ko geg ' n de Beamt ' n oder geg ' n de Geistlichkeit ? Du bist halt no jung , balst amal so alt bist , wia ' r i , nacha verlierst den Glaub ' n. « » I gib it nach , Flori . « » I - ja ; du gibst scho nach , weilst nachgeb ' n muaßt . « » Hast du was g ' hört unter der Hand ? « » Von deiner Sach ' ? Na . Net mehra , als was halt so verzählt werd ' . Aba da brauch ' i gar nix z ' wissen . « » I vasteh ' di net . Sag halt , was d ' moanst . « » Dös will i dir scho sag ' n. Siehg ' st , i hab ' a Büachl dahoam ; dös hat mir der alt ' Gumposch von Webling geb ' n. In dem Büachl steht alles drin , haarscharf , wia ma ' s de Bauermenschen macht , und wia ma ' s eahna allawei g ' macht hat . De meisten Leut ' wissen dös ja gar net und lassen si recht dumm o ' lüag ' n. Aber i woaß ' s , Schuller ; weil i oft in dem Büachl les ' , und weil i mir alles g ' nau merk ' . « » Es is do net bei a jed ' n gleich , Flori ; auf an jed ' n paßt net des nämliche . « » Freili is net bei an jed ' n gleich , dem oan fehlt dös , dem andern fehlt was ander ' s , aba bei an jed ' n geht ' s auf das nämliche ' naus . Daß er verspielt is , vor er o ' fangt . De Geischtlichkeit und der Adel und de Beamten , de helfan z ' samm ' , so lang ' d ' Welt steht . I hab ' s früher aa net so verstanden , aber jetzt is mir a Liacht aufganga . Du derfst ma ' s glaab ' n , Schuller . « » I ko mit dir net streit ' n ; i kimm net viel zum Lesen . « » I hab ' aa z ' erst nix kennt . Früherzeiten bin i oft in d ' Stadt einikemma , und da hab ' i mir allaweil denkt , wo s ' no g ' rad ' s Geld hernehma ! Oan Hausstock nach dem andern hamm s ' baut , oan schöner wia den andern , und de Läden , und de Wirtshäuser , und Waglross ' ! Ja , mei liaba Mensch , g ' rad nobl halt ! I hab ' d ' Aug ' n aufg ' rissen und bin ganz hintersinnig wor ' n. Wo dös Geld allssamt herkimmt ! Selbig ' smal hon i mir denkt , vielleicht g ' winnen s ' as in der Lotterie , oder finden s ' dös Geld unterirdisch . Aber jetzt woaß i ' s recht guat . Von ins hamm s ' as ; von de Bauernmenschen . « » Flori , des kunnt net viel sei ! Garaus heut ' , wo ' s allaweil schlechter geht . « » Dös is ja g ' rad ! Desweg ' n geht ' s bei ins schlechta , weil s ' ins dös meist g ' numma hamm . Du muaßt it so rechna , von de paar Erlbacher oder Weblinger . Dös waar freili net viel . Aber im ganzen Bayernland , da macht ' s was aus . « » Vielleicht hast recht , abar vasteh ' tua i di net . « » I leich dir amal dös Büachl , da steht ' s g ' nau drin . « » Und was hat dös mit meiner Sach ' z ' toa ? « » G ' rad g ' nua hat ' s z ' toa damit . Du siehg ' st as bloß net . Paß auf , Schuller ! Mir Bauern san do de mehrern , weitaus . Wia kunnten denn de andern oben auf kemma ,