vom Weg ab in den Schnee und ging auf die Holzknechte zu . » Guat Morg ' n beinand ! « sagte sie und lachte den Simmerl freundlich an . » Is insa Hansgirgl it bei enk ? « Der Simmerl wischte sich den Schnurrbart ab . » Na . Is er enk valor ' n ganga ? Der kimmt scho wieda , bal ' n hungert . « » Geah weita ! « » Lang gnua is er do beim Schormoar , daß a wieda hoam find ' t. « » Du bischt oana ! « » Hoscht an Strick bei dir , daß d ' ' n glei o ' hängscht , bal a dir untakimmt ? « » I ho ma grad denkt , ob er it do is , wei ' i eahm wos sag ' n möcht . « » Du muaßt vui Zeit hamm , bal ' s du zu ' n Dischkriern do außa gehscht ? « » I bi ja beim Baua ' n hint ' n g ' wen . « » I woaß scho ; mi hamm di scho g ' sehg ' n. « Der Simmerl drückte ein Auge zu und lachte . Und da sagte die Zenzi eifrig : » Du muaßt dir nix denka dabei . « » Mit ' n denka hob ' s i übahaupts it . « » Ja no , weil ' s d ' a so lachst . I ho grad Daxn z ' sammklaab ' n müass ' n. « » So , Daxn ? Dö hoscht aba g ' schwindi beinand g ' habt . Und buckt hoscht di aa it viel , wos ma g ' sehg ' n hot . « Er blinzelte lustig zu seinen Kameraden hinüber . » Geah zua , du lachst oiwei ! « sagte Zenzi schmollend . » I woaß it , wos du zu ' n lacha hoscht . « » I wer halt mein luschtinga Tag hamm . « » Du bischt wohl it oft trauri , han ? « » Net leicht , so lang i mir no a Maß Bier kaffa ko . « » Daß ma di gar nia siecht ? « Zenzi schaute bei der Frage den Simmerl ganz freundlich an . Er nahm wieder einen Schluck aus der Bierflasche und sagte : » Muaßt halt öfta zu ' n Daxn klaab ' n kemma , na siechst mi scho . « » Du tatst mi jetzt grad dablecka . « » I ? Ja , was moanscht denn ? I dableck koa Madl g ' wiß it . « » Du net ? « » Na ! D ' Madln san für was anders do . « » Ah du ! Jetz red amal g ' scheidt : kimmscht d ' gar it amal zu ' n Hoamgart ' n ? « Zenzi fragte leise , daß es der andere nicht hören konnte ; aber Simmerl dämpfte seine Stimme nicht . » Mögst d ' ma was vazähln ? « » Vielleicht woaß i was . « » Wos nacha ? « - » A so halt . « Da lachte der Bursche wieder kreuzvergnügt . » I wer amal schaug ' n , « sagte er , » bal i an Weg find ' , kimm i vielleicht . « » Du find ' st ' n scho . « » It allmal . Bei da Nacht is gar finschta . « » Gehscht halt beim Mo ' schei . « » Dös is wohr . Heunt schaug i amal glei an Kalenda nach . « » Vielleicht g ' freut ' s di , wos i dir sag ? « » Warum it ? Mir g ' freut so wos schnell . « » Nacha pfüat di , Simmerl . « » Adjes , Zenzi ! Und kimm vielleicht wieda ins Daxn klaabn ! « » N ... du ! « Sie stapfte durch den Schnee zurück , und am Weg schaute sie noch einmal freundlich lachend herüber . Aber sie konnte nicht sehen , was für ein Gesicht der Simmerl machte , denn er stand zurückgebogen da und trank den Rest aus der Flasche . Und sie war außer Hörweite , wie der andere Holzknecht sagte : » Mit dera kunntst d ' bal glückli wer ' n. « » Moanscht ? « » De hot si ja d ' Aug ' n außakegelt vo lauta Gernmög ' n. « » Vo mir aus ! « » Du tuast it feini um ? « » Na . « » I möcht g ' rad wiss ' n , was de bei ' n Schormoar hint to ' hot . « » Hoscht as ja g ' hört . Daxn hot s ' klaabt . « Da lachten alle zwei , und der Simmerl nahm seine Axt und ging daran , den Baum zu putzen . Nach ein paar Hieben fiel ihm ein alter Vers ein : » He , ös meine Menscher , Enk darf ' s net vadriaß ' n , De Manner zahl ' n sauren Wein , D ' Jungg ' sell ' n an süaß ' n ! « Zwölftes Kapitel Der Lichtmeßtag hatte sich , wie es die Bauernregel lobt , mit Schnee und Wind eingestellt ; und aus der Kirche , worin heute das heilige Wachs geweiht worden war , ging die ehrengeachtete Brautperson Ursula Glas nach Hause . In Händen trug sie einen roten Wachsstock , der nach altem Brauche dieser baldigen Ehefrau zukam und ihr als hoffentlicher Wöchnerin gute Dienste leisten konnte . Denn , um Hand und Fuß gewunden , wehrte er bösen Zauber von Mutter und Kind ab . In der Stube saß die Näherin , die mit flinker Nadel und klappernder Schere hantierte und an der Ausstattung arbeitete . Da gab es Allerwichtigstes zu reden , und Ursula war schier unwillig ,