In ihre Wälder flieht , so dünkt sie mir Schier ein Poet , ein träumender Alastor , Ganz abgesondert vom Geräusch der Welt , Verlegen , wenn ein Blick auf ihn gerichtet : Der unbeholfen drum die Sonne sucht Und Worte murmelt unverstandnen Sinns ; Der zitternd bald die sanfte Stimme hebt Und dann erschrickt vor seinem eignen Wohllaut ; Bald wieder sich verbirgt in seinem Hain . Ja du bist ein lebendiges Gedicht , Lieblich Gewässer , und die Dichter drum Zu deinem Bord wallfahrteten schon früh . Abschied von Edinburgh . » Wo des Castles Thürme schon Mit der Fluth zusammenfallen , Siehst den ewigen Schnee du drohn Ueber Holyrood , Freund Allen ? « » Whisky-Lallen ! Schlechter Witz ! Dieses sind ja Wäscherinnen , Welche grad auf Arthurs Sitz Bleichen ihre Kinder-Linnen . « Schnaube , Dampfer ! Schnaube nur , Zeit , du gierig Ungeheuer ! Trag von hinnen ohne Spur Mich von Allem , was mir theuer ! Lebewohl im Pfarrhaus bot Ich den wirthlich holden Schwestern . Lilie und Röslein roth Dufteten mir , ach , noch gestern . Mustertypen Beide sind Jener stolzen Angelsachsen , Die im Meer- und Alpenwind An des Hochlands Grenze wachsen . Wie Ginevra stattlich , bleich , Hoch und stolz ist Fräulein Jenny . Ja , mich dünkt , ein Königreich Achtet sie für einen Penny . Schwanenlied .. ihr Lied erklingt Bald nicht mehr - o Qualgedanke ! Nimmer sie als Lerche singt , Nachtigall , unheilbar Kranke ! Märchenwald , fahr wohl ! Ob je Ich euch Alle wiedersehe , Klee und Schnee und Blüthenschnee , Mädchenrehang ' , zahme Rehe ? Ich stieg wohl über den Hirtenwall Vom düstern Pentlandhügel . Da war die Melodie verstummt , Wo Du noch weiltest am Flügel . So wird auch die Erinnerung In meiner Seele erklingen Und mir Dein Bild im Traume nur Zuweilen wiederbringen . Nur ein Lied klingt mir immer noch dumpf im Ohr wie das eintönige Brausen der Seemuschel , die sich , das seegeborene Kind , zur Mutterwoge zurücksehnt . Das ist das Echo der Windharfe , die in Fingals Höhle spielt . Ihr lauschte ich im schwanken Kahn , als der Dampfer mich weit hinaustrug , eine Tagereise weit , zu den Inseln Staffa und Jona . Den schwarzen Fels grellgrünes Gras Umwallt . Es lugen aus dem braunen Ginster , Von weißem Schaume naß , Heidnische Leichensteine grau und finster . Ein schmaler Paß , Sich windend zwischen See und Klippenrand , Führt steil entlang den dünenlosen Strand . Hier wo sich Blöcke spitz und stumpf Wie Schiefertafeln aufeinanderschichten , An den basaltenen Rumpf Geklammert , strauchelnd wir die Schritte richten . Es orgelt dumpf Die Brandung , die des Wandrers Fuß bespült , Bis eine Höhle plötzlich sie sich wühlt . Umringt uns eine Kathedrale ? Die Salzfluth spiegelt den geschliffenen Chorgang . Wie in Weihwasserschale , Spritzt durchs Portal die Woge , im Emporgang Zum Sturmchorale Wie Orgelpfeifen hüpfend . Gelb und roth Der Sonne Inschrift auf den Nischen loht . Dies Wunderräthsel ward gewebt Als sein Symbol vom unbekannten Meister . Ueber den Wassern schwebt Noch heut der Werdehauch der Schöpfungsgeister . Doch was da lebt , Lockt hier der Angler Tod mit gellem Pfiff . Der Urkraft Schatzhaus ist dies Kirchenschiff . Weit draußen im freien Meer mußte der Dampfer beilegen . Denn der Ocean sang sein Schlachtlied , Möven kreischten klagend , die See ging hoch . Wir aber in vollgepfropftem Boot , lustige kecke Londoner Sportsmen , schaukelten uns ins Innere der Wasser-Höhle hinein . Den gefährlichen Riff-Kanal passirend , gelangten wir glücklich zurück zum Dampfer . Doch wenn schon das ins Boot Steigen beim Abstoßen und in See Stechen gefährlich war , so kostete es schwere Mühe , uns alle wieder an Bord zu bringen . Es gehörten feste Nerven dazu , genau in der Sekunde aus dem Bootstern auf die eiserne Fallreeptreppe zu steigen , wo die Taue der Matrosen das Boot herangerissen , das doch im nächsten Moment von einer Woge zurückgerissen werden konnte . Als ich bei dem Gedränge auf der Treppe seitwärts über Bord zu klettern suchte , machte das Schiff eine drehende Bewegung und nur dem starken Arm eines John Bull verdankte ich es , daß ich glücklich an Deck gelangte . Man muß sich wahrlich wundern , daß nicht unendlich mehr Unfälle auf See vorkommen . Jeder strengt eben alle Vorsicht und alle Kräfte an . Doch wo wäre der Tod uns denn nicht nahe ? Der Regen sprüht , das Steuer rollt , Die Düne steigt , die Brandung hör ich schnauben . Hier wurde Dienst gezollt , Zuerst im ganzen Nord dem Christenglauben , Der sich gewollt Ein Heim erbauen in dem Münster hier , St. Columbans auf Eionas Revier . In Trümmern morscht der greise Bau , Epheu und Lolch umwuchern schon die Thürme . Die Grille hüpft im Morgenthau , Der Eidechs schlüpft . Heran , ihr Winterstürme Ihr brachet rauh Das Segel meines Lebens , und in Weh Versink ' ich , bitter schmeckt der Tang der See . Ich kniee in der Brandung Gischt Am Steinkreuz nieder , dessen Rumpf geborsten . Die Midgardschlange zischt Zu mir empor , wo meine Adler horsten . Ein Narr nur fischt Nach Wahrheitsperlen . Auch des Ruhmes Fels Versinkt im Schlund des Acherontischen Quells . Wenn diese Kette springt der irdischen Bedrängniß , Wenn diese Seele sprengt ihr thönernes Gefängniß , Was wird ihr Loos ? Sinkt endlich sie hinab ins Nichts , das schmerzenleere , Versenkt sie sich ins All , dem Tropfen gleich im Meere ? O Meer , thu auf den tiefen Schoos ! Am Rand der großen Tiefe steh ich hier , Die alles Seiende verschlingen wird , Und mich durchzuckt ein lüsternes Entzücken . Aus dieser Brandung leuchtendem Gesprühe Zaubere ich Lichtgestalten mir empor . Mir ist , als schwebte ich im Weltenraum , Wie ein Jehova , der die