Fühlst Du nicht , lieber Lesa , etwas vom Peka in Dir ? « » Das schon « , versetzte Lesa , » aber das da oben ist mächtiger . Wir sind nicht die Herren unsres Schicksals . « Danach sagte Manesi : » Was Du dem Peka tatest , das tu mir auch . Ich werde Dir dankbar sein . « Und Lesa war damit einverstanden . Manesi ließ in seinem Atelier alle seine künstlichen Sonnen , durch die das Wachstum der Pilz- und Schwammwiesen so heftig gefördert wurde , plötzlich hell aufflammen und reckte sich ganz hoch auf . Und Lesa reckte sich auch hoch auf , und die Poren seines Körpers öffneten sich wie Rachen . Ein paar Glühwürmer umschwebten Manesis Kopf . Ringsum die vielen Ballonblüten der herrlichsten Manesi-Pflanzen schwankten träumerisch hin und her . Und in den größten Ballonblüten begann ein mächtiges Phosphoreszieren und ein großes Farbengezucke . Manesi sahs , lächelte , sah dem Lesa fest ins Auge - und verschwand in Lesas Körper . Viele Ballonblüten fielen müde und schlaff zusammen . Das Licht der künstlichen Sonnen wurde immer schwächer . Es wurde bald ganz dunkel in Manesis Atelier . Neunzehntes Kapitel Nuse gibt den Rat , die Stangen für das nächste Stockwerk auf der Außenseite der Laterne hinaufzuführen . Manesi und Labu werden vermißt . Manesis Auflösung verbreitet Mißstimmung . Labu stellt mit Bombimba ein Pallas-Modell her , das mit Hilfe von hundert andern Pallasianern auf die Ampel hinaufbefördert wird . Als das nächste Stockwerk aufgerichtet und der ganze Turm jetzt neun Meilen hoch aufragt , verbreitert sich die Lichtwolke und kommt in einer Nacht , obschon sie dunkel wird , nicht hinunter , bleibt tellerartig oben . Und die Sterne sind des Nachts zu sehen . Ein Spiegelstern zieht vorüber am Pallas . Lesabéndio wird müde und will , daß das letzte Stockwerk schnell aufgeführt wird . Oben in der Laterne wurde nun die Aufregung immer größer . Die Lichtwolke war am Tage nicht mehr volle zwei Meilen von der Turmspitze entfernt ; hätten sich die Pallasianer nicht durch ihre Kopfhaut schützen können , so wäre der Glanz der Lichtwolke unerträglich gewesen . Die Haut , die oben die horizontale Seite der Laterne von der freien Luft abschloß , hatte an vielen Stellen durchsichtige Hautplatten , die teilweise verdunkelt einen freien Blick auf die Wolke auch am Tage gestatteten . An vielen Seilen hingen viele Pallasianer unter der oberen Laternenhaut , blickten nach oben und berechneten die Entfernung , die bald ganz genau bestimmt war . Der Durchmesser der Laterne betrug jetzt oben nur noch dreitausend Meter . Man wollte weiterbauen - abermals eine Meile hoch höher steigen . Das war nicht so einfach , da die Nähe der Lichtwolke jetzt viel gefährlicher erschien als in den unteren Stockwerken ; obschon sich die Wolke in respektvoller Entfernung hielt , hatte sie doch eine abstoßende Kraft , der man sich jedenfalls nicht mit den Gliedern des Körpers aussetzen durfte . Da machte Nuse , der sich für den großen Lichtturm mit seiner riesenhaften Laterne am meisten begeisterte , folgenden Vorschlag . » Wir haben « , sagte er , » bei den letzten Etagen unsre Stangen nur mit Mühe nach oben bringen können , da wir die Stangen , die eine Meile lang sind , nur im Innern der Laterne hinaufführten . Das Umkippen der Stangen ließ sich nicht durchführen , da ja die Laterne im Querschnitt einen Durchmesser hat , der nicht eine halbe Meile beträgt . Darum schlage ich vor , das nächste Stockwerk anders zu bauen . Wir können doch die Stangen von außen hinaufführen - und zwar gleich mit der Haut zusammen ; die kann gleich unten rechts und links von den Stangen in der nötigen Breite angebracht werden . Dann haben wir schließlich nur das oben abschließende , horizontal gelagerte Hautstück eine Meile hoch hinaufzuschieben - und das nächste Stockwerk ist fertig und oben gleich wieder abgeschlossen . Das Anbringen der Räder und Rollen auf der Außenseite der Laterne wird nicht große Schwierigkeiten bereiten , da wir ja nicht zu fürchten brauchen , hinunterzufallen ; unsre Körper bleiben ja fast mühelos durch ein paar Flügelschläge lange in derselben Höhe . « Der Vorschlag fand allgemeinen Beifall . Dex und Sofanti gingen sofort an die Arbeit . Und viele Pallasianer meldeten sich , die die Räder und Rollen an der Außenseite der Laterne befestigen wollten . Die neuen Turmstangen wurden unten gleich mit weiteren Rädern und Rollen an der Außenseite versehen , sodaß auch die Aufführung des letzten Stockwerks ganz mechanisch ohne weitere Handarbeit arrangiert werden konnte . Als nun die Arbeiten ruhig und sicher oben zur Ausführung gelangten , fiel es plötzlich auf , daß Manesi und Labu nicht mehr sich sehen ließen . Und man vermutete , daß sie Beide dem Beispiele des Peka gefolgt seien , zumal Lesabéndio ebenfalls nicht sichtbar wurde . Als dieser schließlich kam und nur vom Manesi erzählte , waren Viele mißgestimmt . Man konnte sich aber nicht erklären , wo sich der Labu versteckt hielt - mit ihm war auch Bombimba verschwunden . Und man suchte sie . Die beiden Verschwundenen befanden sich aber in einem der größten Ateliers des Labu im Südtrichter . Dort hatte der Labu eine kolossale Steinkugel von dreißig Metern Durchmesser aufbewahrt . Von dieser Kugel schnitten die Beiden oben und unten eine Kappe ab und machten dann oben und unten zwei Trichter , sodaß das Ganze ein Modell des Pallasrumpfes darstellte . An diesem Modell wollte Labu alle seine künstlerischen Absichten zeigen . Die Beiden zeigten an verschiedenen Stellen , wie die Trichterwände durch kugelartige und auch durch unregelmäßige hügelige Formen am besten belebt werden könnten , wenn man nicht verschmähen würde , stark wirkende Farben aufzutragen . Labu sagte öfters : » Ich verstehe nicht , warum der Peka immer sagte , daß rhythmische Gliederung nur durch Ecken und Kanten und besonders durch rechteckige Formen herzustellen sei . Warum soll Rhythmus nicht auch mit