ma ' n vielleicht kemma . « » Vo mir aus ! « sagte die Schneiderin , und sie gingen in die Stube und schauten vom Fenster aus in den Hof . Es war wieder Trankzeit , in der die Kühe Wasser zu kriegen hatten , und darum stand Zenzi wieder am Brunnen und pumpte mit kräftigen Armen . » Siehgst d ' , Urschula , « sagte die Base , » dös leid i net , daß sie de Weibsbilda d ' Röck gar so hoch aufischlag ' n. « » So oane schamt sie ja it ! « » De amal g ' wiß it ! Schaug s ' no grad o ! Bis zu de Strumpfbandln siecht ma ' r ihr aufi . « » Wart ' , i schrei ihr g ' schwind ! « Ursula wollte das Fenster öffnen , aber die Schneiderin hinderte sie daran . » Laß ' s guat sei jetz ; da kimmt grad da Kaschpa eina . « Der Prücklbauer schlenkerte gemächlich durch die Einfahrt ; und wie er die Zenzi sah , schob er den Hut zurück und pfiff lachend durch die Zähne . Er trat von hinten an sie heran und klopfte ihr mit dem Stecken derb auf die Waden . Sie fuhr herum : » Du hoscht mi aba daschreckt ! « » Bischt du so g ' schrecki , Madl ? Siechst gar it aus danach . « » Bal ' s d ' ma du auf d ' Hax ' n haust ! « » I ho g ' rad sehg ' n woll ' n , ob s ' it ausg ' stopft san . « » Ja freili , i wer s ' ausstopfa . « » Saggera Hos ' nzwickel ! « lachte der Kaspar und schob den Hut verwegen aufs Ohr . Aber die Zenzi hatte mit einem schnellen Blick die zwei Frauenzimmer am Fenster gesehen . » Geah zua ! « sagte sie . » Laß mi mei Arbet toa ; i ho koa Zeit it für Dummheit ' n. « Da besann sich der junge Prücklbauer , daß er auf fremdem Grund und auf Freiersfüßen stehe , und ging von ihr weg dem Hause zu . Die Ursula atmete schwer , und ihre Augen funkelten . » Hoscht d ' as g ' sehg ' n , Basel ? « » Ja no , jetzt sei no staad ! Mit an Krach derfst d ' it o ' fanga ; bei ' n Hoamfahr ' n sag i ' s eahm na scho , daß a si schama soll . « » So a Schlamp ' n ! « schnaufte die Ursula und hatte große Mühe , ein freundliches Gesicht aufzusetzen . Und setzte es aber doch auf , wie nur ihr Zukünftiger eintrat . Der Schormayer war mit seiner Arbeit im Holz fertig und machte sich auf die Heimfahrt . Seine Gäule zottelten Schritt für Schritt durch den Wald , schläfrig und faul ; aber der Bauer trieb sie nicht an , sondern ging tiefsinnig hinter dem Schlitten her . Das Geständnis der Zenzi hatte ihn den ganzen Tag nicht losgelassen . Das ging schon mit dem Teufel zu , daß eine allereinzige Dummheit gleich solche Folgen hatte . Er sah es deutlich und unschön vor sich , wie es nun kommen werde . War sie bei andern Leuten im Dienst , hernach brachten ein paar Weibsbilder das Geheimnis schnell genug heraus , und jeder hatte Verdacht auf ihn . Hinterdrein kam das Kind zur Welt und mußte vor Gericht einen Vater haben ; und was sollte das Frauenzimmer abhalten , den zahlungsfähigen Schormayer anzugeben , wenn es obendrein nicht mehr in seinem Dienst war ? Heilig ' s Kreuzdonnerwetter ! Wie sie in der Gemeinde zahnen würden , wenn sie ' s für gewiß hatten , daß ein alter Esel aufs Eis gegangen war ! Stichelreden im Wirtshaus und Gezänk daheim , und Alimenten zahlen als Austrägler . Der Handgaul fuhr erschrocken in die Höhe , weil ihm der Bauer in seiner stillen Wut eins überzog . Und die ganze Verwandtschaft rundherum hatte ihre Unterhaltung über ihn . Gelt , das war Zeit , daß der Schormayer abdankte , wenn er zu seinen Ehhalten in die Kammer schlich und den Respekt nicht mehr aufrechthalten konnte ? Wie oft sie die Schormayerin im Grabe umdrehen würden , damit sie seine Schlechtigkeit in der ganzen Größe ausmalen könnten ! Das war eine liebe Zukunft , die sich da zusammenzog . » Du Kramp ' n , du vadächtiga , ko ' scht du it aufpass ' n ? Fall am ebna Weg z ' samm vor lauta Faulheit ! « Diesmal bekam der stolpernde Sattelgaul einen saftigen Peitschenhieb . Aber vielleicht war es nur eine Ängstlichkeit von der dummen Person . Sie glaubt es , daß sie in der Hoffnung ist , sie glaubt es bloß ; also war es noch nicht gewiß ? Nix ! In der Sache kennt sich die Dümmste aus und wird ehender zu wenig als zu viel sagen . Mit dem Trost war es nichts , Saggeradi ! Wenn er der Dumme war , der für einen andern zahlen sollte ? Aber nie war ein Sterbenswörtel davon laut geworden , daß es die Zenzi mit einem Burschen in Kollbach hatte , und nicht einmal die Ursula hatte in der größten Wut eine Andeutung gemacht , und der wär ' s doch gewiß nicht ausgekommen . Es bleibt schon an dir hängen , Schormayer , und das Netz hat kein Loch . Da war guter Rat teuer . Das nächste mußte sein , einmal ausführlich mit der Zenzi zu reden ; und sie fragen , wie sie ' s selber im Sinn hatte mit der Sache da , mit der Angabe von der Vaterschaft , und auch , wohin sie in Dienst gehen wolle . Ja , das war das nächste . Vielleicht ließ sich