Käthi wieder zu Atem kam und wie sie mit den ersten freien Atemzügen zu erzählen begann , wie manches Schwein sie daheim hätten und wie viel sie jährlich nur mit dem Schweinmästen gewönnen . Aber die Mutter verstehe das bsunderbar ; sie gebe aber ihren Mastschweinen im Winter mehr Nidlen als ganze Milch . Aber mit dem Gspünnst machten sie noch viel mehr . Sie pflanzten alle Jahre grusam viel , und alle Jahre gerate es ihnen bsunderbar wohl , und dann hätten sie Fleiß mit Spinnen und schon zWeihnacht alle Stangen voll . Der Baucher habe schon manchmal gesagt , er treffe in keinem Hause so vieles und so schönes Garn an . Und wenn die Mutter schon tuchen lasse , daß es einem übel gruse , sie hätte den halben Spycher und alle Trög voll Tuch , so könne doch die Mutter von Weihnacht bis Ostern alle Wochen mit großen Burdenen Garn zMärit gehen . Für ein jedes Kind hätte sie schon lange den Drossel zweg ; da seien Anzüge und Fassene und flächsiges Tuch für Hemder und reistenes zu Tischlachen und Lylachen , man könne weit laufen , ehe man solches sähe . Schon manchmal , wenn sie Dorf bekommen und die Mutter die Leute in den Spycher geführt hätte , so hätten sie die Händ über dem Kopf zusammengeschlagen vor Verwunderung und hätten gesagt , so viel Sachen und so schöne hätten sie noch nie beieinander gesehen . Wo das sei , werde auch noch anderes sein , da möchten sie einist helfen teilen . Der Vater hätte aber auch schon manchmal gesagt , es sei Mancher , er meine , er sei ein Bauer , aber er gstiengs nicht aus , nur was jährlich die Mutter an Weber- und Bleicherlohn ausgebe . Es käme ihm wohl , seien die Zinse gegeben . Es käme ihm wohl , wüßte er aus dem Stall zu losen mehr als ein Anderer , da mög es wohl etwas erleiden . » Aber das ist noch alles nichts « , fuhr Käthi fort ; » aber es hat mir manchmal übel gruset , was jährlich der Müller dem Vater für Geld geben muß , ich glaube , mängs hundert Kronen . Aber er sagt auch allemal , so gutes Korn wie unseres finde er nirgends ; es sei allemal wenigstens eine halbe Krone mehr wert als den andern Bauren im Dörfli ihres . Aber wir haben auch Ackere dafür , viel Jucharten aneinander , ich weiß nur nicht wieviel , und alles eben wie ein Teller und so schöner , schwarzer , murber Herd , man kann nicht genug luege , und die Leute haben schon manchmal gesagt , sellig Ackere treff man nirgends an ds Land uf und ab , man möge hinkommen , wohin man wolle . « Es sei kein schöneres Luegen als so einer ihrer Ackern voll Korn , wenns so schön graduf stang und dick wie eine Bürste und alle Halmen gleich lang , wie wenn man sie mit der Schere abgehauen hätte . Es stünden allbets alle Leute dabei still und sagten , sie wüßten doch nicht , wie es der Vater auch mache ; aber solches Korn sehe man nirgends , und es dunk eim , er müsse es vorauswissen , ob es einen frühen Winter gebe oder nicht , ob er dicker oder dünner säen müsse ; er treffe es allemal und hätte alle Jahre immer gleich schönes Korn , immer ebenrecht dick , und ihm falle es nie , nume hie und da öppe es Hämpfeli am ene Port . So schwatzte Käthi in einem fort , während der Schweiß ihr von der Stirne rann und es einem dünkte , der Mund sollte ihr zusammenkleben und nicht mehr voneinander wollen . Et , was dergleichen muß wahrscheinlich auch gewesen sein , denn als man zu einem Wirtshause kam , sagte Käthi : Wenn es dSäuleni könnte in einen Stall lassen und ihnen etwas zu saufen darhalten , so glaube es , es täte ihnen wohl . Unterdessen könnte es Uli eine Halbe zahlen , weil er ihm so behülflich gewesen ; es glaube nicht , daß es sie allein heimgebracht hätte . Uli sagte , es sei ihm recht , eine zu haben , wenn es sich nicht schäme , ume so mit einem Knecht im Wirtshause zu trinken ; er hätte aber auch Geld , um eine zu zahlen . Käthi sagte , er solle nicht Gspäß haben ; es sei schon mit manchem Baurensohn im Wirtshause gewesen , der minder vorgestellt als er . Der Vater hätte ihn auch schon manchmal gerühmt und gesagt : Er wollte , er hätte einen Knecht , wie er sei , und er wüßte manchen Baurensohn , er wäre ihm als Tochtermann minder anständig als Bodenbauren Uli , wenn der schon nur ein Knecht sei . Der Stall fand sich und eine Halbe auch . Es waren nicht viel Leute im Wirtshaus . Zwischen drei und vier Uhr findet man nicht auf dem Heimwege , wer am Ordinäri sitzt oder tanzen will . Die gehen heim , welche mit einem halben Schoppen vorlieb nehmen , Anken , Garn verkauft haben oder sonst etwas , Ziegen , Schafe , Schweine gekauft die sogenannten Mannleni und die Hausmutteni , die sich nicht gerne lange säumen und doch noch etwas möchten , ehe sie heim ans dünne Kaffee müssen . Derlei Leute saßen einige in der Gaststube , hatten ihre halben Schöpplein vor sich , ihre Körbchen oder Märtsäcklein neben sich und verhandelten den Märit und was dies oder jenes gegolten , und wenn man es nur gewußt hätte , wie es ginge , so hätte man etwas anderes auf den Markt gebracht , das bsüchiger gewesen als der Anken , den man gehabt . Es sei gar grusam viel gewesen , es heig eim fry dunkt , die Ankekörbleni wachsen us dm Bode use und dLüt hätten aus Brunnwasser Anken gemacht . Käthi rühmte ,