slawischen Ursprungs ist , da die Eibe slawisch tis heißt ) viele Haus- und Wirtschaftgegenstände verfertigt und zahlreiche Pipen aus Eibenholz in den Handel gebracht . In modernem Englisch heißt die Eibe yew , der Efeu ivy ; dieses deutsch , jenes keltisch . Beide Wörter ( vgl. oben ) bedeuten » immergrün « . Ich kehre , nach dieser Exkursion in die Eibenwelt im allgemeinen , zu unserer Eibe im besonderen , im Herrenhausgarten , zurück Auch an ihr gingen die letzten Ruhmesjahre preußischer Geschichte nicht unbeachtet vorüber , ja einen der schönsten Tage feierte sie mit . Noch wichtiger , sie bereitete der Feier die Stätte . Unter ihrem Dache gab am 20. September 1866 das Herrenhaus dem siegreich heimkehrenden Heere ein Festmahl . Der König saß unmittelbar rechts neben dem Eibenstamm und sah den Mittelgang des Gartens hinunter . Das Schrägdach des Leinwandzeltes war in geschickten Verschlingungen , streifenweise , durch das Gezweig der Eibe gezogen ; rings umher brannte das Gas in Sonnen und Sternen , ein Anblick , von dem der alte Baum in seinen Jugendtagen schwerlich geträumt haben mochte . Als das Fest auf seiner Höhe war , erhob sich Graf Eberhard Stolberg zu einer Ansprache , begrüßte den König und schloß dann prophetisch fast : » und sollten Euer Majestät noch einmal zu den Waffen rufen , so wird Ihr Volk , wie es jetzt für seinen König geblutet und gesiegt hat , neue Taten mit eisernem Griffel in das Buch unserer glorreichen Geschichte schreiben . « Der König antwortete : » ... Sie wissen nicht , wie schwer es einem Fürsten wird , das Wort › Krieg ‹ auszusprechen . Es war ein gewagter Krieg ... Die Armee hat alle meine Erwartungen übertroffen ... Ich nehme gern die Gelegenheit wahr , derselben meinen Dank zu sagen ; zuerst Meinem Sohne , hier zu meiner Rechten , Meinem Neffen Friedrich Karl , den kommandierenden Generalen , unter denen ich einen schmerzlich vermisse . ( Wahrscheinlich Hiller von Gärtringen . ) Auch Ihnen , Graf Stolberg . « Das war im Herbst 1866 . Dem siegreichen Kriege , als eigentlichste Schöpfung desselben , folgte , das Jahr darauf , der » Norddeutsche Reichstag « , der , von 1867 bis 1870 in den Räumen des Herrenhauses tagend , auch nun seinerseits in Beziehungen zu unserem alten Eibenbaume trat . In die heitersten . Die Debattenflüchtlinge , sooft es das Wetter erlaubte , pflegten hier zu tagen , und während drinnen im Saale der Redner noch nach Beifall rang , unterlag er hier draußen bereits einer zersetzenden Kritik . Der Witz goß seine Lauge unter dem Eibenbaume aus . Aber er , der Alte , an dem so viele Zeiten ihre Eigenart versucht hatten , überdauerte auch das und eben jetzt ( 15. Mai 1872 ) haben alle seine Zweige neue Schößlinge getrieben , die , hellgelblich schimmernd , fast wie Holunderdolden auf dem dunklen Untergrunde liegen und den schönen Baum schöner und frischer erscheinen lassen , denn je zuvor . Schloß Oranienburg Burg und Jagdhaus Bötzow von 1200 bis 1650 Burg und Jagdhaus Bötzow von 1200 bis 1650 Wann Burg Bötzow gegründet wurde , ist nicht genau ersichtlich , wahrscheinlich zwischen 1170 und 1200 von einem der unmittelbaren Nachfolger Albrechts des Bären . 1217 ist urkundlich von einer Feldmark zu Bötzow die Rede , aber freilich erst 1288 von einer Burg zu Bötzow . Nichtsdestoweniger ist der Schluß berechtigt , daß sie schon volle hundert Jahre früher existierte . Öfter genannt wird die Burg zu den Zeiten des Markgrafen Waldemar ; Leben und Farbe jedoch erhalten die Überlieferungen erst zu Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts während der Quitzowzeit . Versuch ich es , in kurzen Zügen ein Bild jener Epoche zu geben ? 1402 war Bötzow eine markgräfliche oder kurfürstliche Burg , die durch einen Burgvogt im Namen des Markgrafen Jobst von Mähren , oder vielleicht auch seines Statthalters , Günther von Schwarzburg , gehalten wurde . Das Elend des Landes stand damals auf seiner Höhe ; wie ein hingeworfener Fetzen lag es da , von dem jeder Nachbar , ja jeder ehrgeizige Vasall im Lande selbst , glaubte nehmen zu dürfen , was ihm gut erschien . Sie hatten es samt und sonders leicht genug ; um aber noch sicherer und bequemer zu gehen , vereinigten sie sich zu gemeinschaftlichen Angriffen , nachdem die Verteilung der Beute zuvor festgesetzt worden war . Im genannten Jahre ( 1402 ) kam es zu einer Art von nordischem Bündnis gegen die offen daliegende Mark , zu einer Liga , die aus den Herzögen von Mecklenburg und Pommern , sowie aus den Ruppinschen Grafen bestand , deren Seele jedoch die Quitzows waren . Die letzteren , wiewohl selber Lehnsträger des Markgrafen , verfolgten , politisch genommen , den richtigen und gut zu heißenden Plan , sich in dem immer herrenloser werdenden Lande schließlich selber zum Herrn zu machen , und die Bündnisse , die sie schlossen , dienten ihnen nur als Mittel zum Zweck . Die Völker dieser Liga fielen endlich in die Mark ein , sengten und plünderten , wohin sie kamen , erstürmten Burg Bötzow und legten anstelle der märkischen nunmehr eine pommersche Besatzung in die Burg . Die Mark , nachdem die kurfürstliche Autorität durch diese Vorgänge , besonders aber infolge der Gefangennahme des Statthalters Günther von Schwarzburg ( durch die Quitzows 1404 ) einen Schlag nach dem andern erfahren hatte , suchte endlich eine Aussöhnung mit ihren gefährlichsten Gegnern , den Quitzows , herbeizuführen und war in ihren Verhandlungen – vielleicht eben deshalb , weil die beiden Brüder ein ebenso feines wie kühnes Spiel spielten – glücklich genug , diese selbst und ihren nächsten Anhang auf ihre Seite zu ziehen . Burg Bötzow wurde nun abermals gestürmt , diesmal von den Märkern , und die gefangenen Pommern im Triumph nach Berlin geführt . Eine Quitzowsche Besatzung , aber keine kurfürstliche , ward in die Burg gelegt . Von da ab , auf fast zehn