der Neueingetretenen gab ungenirt seinen Theil dazu . Eine laute lärmende Gesellschaft saß in der Mitte des Zimmers . » Erzählen Sie , Ducru . Also ein Kleeblatt von Jeanne d ' Arcs in Constantinopel und wir werden sie hier sehen ? « » Wie heißen sie ? Wer ist die Dritte ? Das Journal de Constantinople spricht ja Wunderdinge von ihr . « » Von der Gräfin Zamoyska haben Sie bereits gehört . Parbleu - vor zwanzig Jahren mochte sie passiren , jetzt ist sie in der Zeit , wo das Todtgeschossenwerden ein Glück für sie sein könnte . « » Lassen Sie das den Capitain Wisimski nicht hören , Vantourin , er war in Galizien einer ihrer alten Courmacher . « » Bah - sie ist eine aufblühende Rosenknospe gegen den Drachen , die Prinzessin Kirajia Dscheladulha , eine alte kurdische Hexe , die mit 200 Spitzbuben vom Ararat gekommen ist und sich berufen glaubt , das Reich Mahomed ' s zu retten . Sie trägt nicht einmal einen Schleier , so sicher ist sie ihrer Tugend , und sitzt auf dem Pferde wie ein kranker Affe . « » Aber die Dritte - sie soll jung und schön sein , und Gott verdamm ' meine Augen , wie unsere lieben Alliirten zu sagen pflegen , wir leiden hier abscheulichen Mangel an Damen . « Der junge Souslieutenant kräuselte sich schwermüthig dabei den Bart. » Sie können eben so gut einer mit Kartätschen geladenen Batterie in die Mündungen sehen , Villard , « lachte der Erzähler , » als in die Augen dieses kleinen Teufels , das Einzige , was aus der Umhüllung des widerlichen Jaschmaks zu sehen ist . « » Aber woher weiß man da , daß sie jung und schön ? « » Alle Welt in Constantinopel sagt es . Sie war erst acht Tage vorher mit ihren hundertundfünfzig Arnauten eingetroffen . Sie soll die Tochter eines verstorbenen Pascha ' s sein und sehr reich , denn sie erhält ihre Schaar aus eigenen Mitteln . « » Ihr Name ? « » Sie nennt sich bloß die Rächerin ! « » Bah - eine Komödiennärrin ! Und sie kommt hierher ? « » So hörte ich . « » Da ist der Adjutant . Willkommen , Bertholin - was Neues ? « » Der Briefsack ist mit dem Roland eben angekommen , der die Dritten von den Zuaven gewacht hat . Hier , einige Briefe für Sie . « » Geben Sie her . - Peste - das ist von der kleinen , Clairon im Variété , sie schreibt immer mit gelbem Couvert . « » Mir den Charivari ! « » Eine Nummer des Moniteurs - will Niemand ? « » Ah , bah - wir lesen der offiziellen Albernheiten genug in den Proclamationen des Marschalls . « » A propos - ist es unehr , daß eine Ordre wegen der Brunnenvergiftungen erlassen ist ? Das Wasser ist so verteufelt schlecht , daß man wahrhaftig daran glauben sollte . « » D ' rum trinken Sie auch nur Bordeaux , Commandant . « Der ziemlich corpulente Bataillonschef faßte sich an die rothe Nase . » Diantre , er ist nur so abscheulich theuer in diesem verfluchten Nest ! « » Hat Jemand von Ihnen den Capitain de la Tremouille gesehen ? « fragte der Adjutant , » hier ist ein Brief für ihn . « » Er ist heute Morgen an der Cholera gestorben , « sagte eine Baßstimme vom Nebentisch . » Lieutenant Walton machte ihm Platz im Lazareth . « » Peste - diese Lazarethe , man bekommt das Fieber , wenn man daran denkt . « » Neuigkeiten von Paris ? Leblanc , ich beschwöre Sie , was sagt man im Foyer der Oper ? « An den Krieg , an den bevorstehenden Feldzug dachte kein Mensch . » Es ist allerdings der Befehl gegeben , « erzählte der Adjutant , » daß kein Grieche oder Türke sich den Brunnen im Innern der Stadt nähern darf . Schildwachen sind ausgestellt und haben Ordre , in der Nacht auf Jeden zu feuern , der nicht zu den Truppen gehört . Man hat in dem einen an der kleinen Moschee Choleraleichen gefunden . « » Pfui ! - Mir wird übel werden , wenn ich noch ein Mal Wasser ansehe . « » Roqueplan1 hat in der That mehr Glück als Verstand - der Kaiser bezahlt nochmals die Schulden und er soll Direktor bleiben . Das hat er der Cruvelli zu danken , die mit Fould gut steht . « » Hören Sie - Barthelemi hat wirklich vom Sultan eine Dose mit Brillanten bekommen für das jämmerliche Gedicht im Constitutionnel : Das Bombardement von Odessa . « » Ich wünschte , wir hätten den Versemacher hier , um vor Sebastopol die Melodie zu seinem Opus pfeifen zu hören . Der Moniteur dementirt hier die Nachricht , der Marschall sei zum Generalissimus ernannt . Omer soll in Constantinopel seine Demission für den Fall verlangt haben . « » Bêtes ! - diese türkischen Dickköpfe begreifen nicht einmal die Ehre , unter den Adlern der großen Nation zu fechten ! « In der Ecke des Gemaches , an einem kleinen runden Tische , saß der Lieutenant-Colonel Vicomte de Méricourt mit einem Offizier in Husarenuniform bei einer Flasche Bordeaux . Der Colonel führte sichtlich zerstreut das Gespräch , seine Miene war ernst und nachdenkend , und seine Blicke musterten häufig forschend die Eintretenden , gleich als erwarte er Jemand . » Graf Branicki , « erzählte der Husarenoffizier , » reist morgen nach Constantinopel ab , um mit dem ersten Dampfer nach Marseille zu gehen . Der Prinz sendet ihn , um dein Bericht des Marschalls das Paroli zu bringen . « » Ich hörte von den neuen Zwistigkeiten , aber nicht den Grund , Sazé . « » Bah , Freund , « lachte der frühere Flaneur , » was wollen Sie noch für einen