Dör to . « » Un sien Bett ? « fragte Ede . » Allens glatt un ungeknüllt . He ' s goar nich in west . « Ede kam nun auch in Unruhe . Was war zu tun ? Er wie Male hatten ein unbestimmtes Gefühl , daß etwas ganz Absonderliches geschehen sein müsse , worin sie sich durch den schließlich ebenfalls erscheinenden Jakob nur noch bestärkt sahen . Nach einigem Beraten kam man überein , daß Jakob zu Kunicke hinübergehn und wegen des Abends vorher anfragen solle ; Kunicke müß es wissen , der sei immer der letzte . Male dagegen solle rasch nach dem Krug laufen , wo Gensdarm Geelhaar um diese Stunde zu frühstücken und der alten Krügerschen , die manchen Sturm erlebt hatte , schöne Dinge zu sagen pflegte . Das geschah denn auch alles , und keine Viertelstunde , so sah man Geelhaar die Dorfstraße herunterkommen , mit ihm Schulze Woytasch , der sich , einer abzuhaltenden Versammlung halber , zufällig ebenfalls im Kruge befunden hatte . Vor Hradschecks Tür trafen beide mit Kunicke zusammen . Man begrüßte sich stumm und überschritt mit einer gewissen Feierlichkeit die Schwelle . Drin im Hause hatte sich mittlerweile die Szene verändert . Ede , der noch eine Zeitlang in allen Ecken und Winkeln umhergesucht hatte , stand jetzt , als die Gruppe sich näherte , mitten auf dem Flur und wies auf ein großes Ölfaß , das um ein geringes vorgerollt war , nur zwei Fingerbreit , nur bis an den großen Eisenring , aber doch gerade weit genug , um die Falltür zu schließen . » Doa sitt he in « , schrie der Junge . » Schrei nicht so ! « fuhr ihn Schulze Woytasch an . Und Kunicke setzte mit mehr Derbheit , aber auch mit größerer Gemütlichkeit hinzu : » Halt ' s Maul , Junge . « Dieser jedoch war nicht zur Ruh zu bringen , und sein bißchen Schläfenhaar immer mehr in die Höh schiebend , fuhr er in demselben Weimertone fort : » Ick weet allens . Dat ' s de Spök . De Spök hett noah em grapscht . Un denn wull he rut un kunn nich . « Um diese Zeit war auch Eccelius aus der Pfarre herübergekommen , leichenblaß und so von Ahnungen geängstigt , daß er , als man das Faß jetzt zurückgeschoben und die Falltür geöffnet hatte , nicht mit hinuntersteigen mochte , sondern erst in den Laden und gleich darnach auf die Dorfgasse hinaustrat . Geelhaar und Schulze Woytasch , schon von Amts wegen auf beßre Nerven gestellt , hatten inzwischen ihren Abstieg bewerkstelligt , während Kunicke , mit einem Licht in der Hand , von oben her in den Keller hineinleuchtete . Da nicht viele Stufen waren , so konnt er das Nächste bequem sehn : unten lag Hradscheck , allem Anscheine nach tot , ein Grabscheit in der Hand , die zerbrochene Laterne daneben . Unser alter Anno-Dreizehner sah sich bei diesem Anblick seiner gewöhnlichen Gleichgültigkeit entrissen , erholte sich aber und kroch , unten angekommen , in Gemeinschaft mit Geelhaar und Woytasch auf die Stelle zu , wo hinter einem Lattenverschlage der Weinkeller war . Die Tür stand auf , etwas Erde war aufgegraben , und man sah Arm und Hand eines hier Verscharrten . Alles andre war noch verdeckt . Aber freilich , was sichtbar war , war gerade genug , um alles Geschehene klarzulegen . Keiner sprach ein Wort , und mit einem scheuen Seitenblick auf den entseelt am Boden Liegenden stiegen alle drei die Treppe wieder hinauf . Auch oben , wo sich Eccelius ihnen wieder gesellte , blieb es bei wenig Worten , was schließlich nicht wundernehmen konnte . Waren doch alle , mit alleiniger Ausnahme von Geelhaar , viel zu befreundet mit Hradscheck gewesen , als daß ein Gespräch über ihn anders als peinlich hätte verlaufen können . Peinlich und mit Vorwürfen gegen sich selbst gemischt . Warum hatte man bei der gerichtlichen Untersuchung nicht besser aufgepaßt , nicht schärfer gesehn ? Warum hatte man sich hinters Licht führen lassen ? Nur das Nötigste wurde festgestellt . Dann verließ man das durch so viele Jahre hin mit Vorliebe besuchte Haus , das nun für jeden ein Haus des Schreckens geworden war . Kunicke schritt quer über den Damm auf seine Wohnung , Eccelius auf seine Pfarre zu . Woytasch war mit ihm . » Das Küstriner Gericht « , hob Eccelius an , » wird nur wenig noch zu sagen haben . Alles ist klar , und doch ist nichts bewiesen . Er steht vor einem höheren Richter . « Woytasch nickte . » Höchstens noch , was aus der Erbschaft wird « , bemerkte dieser und sah vor sich hin . » Er hat keine Verwandte hier herum und die Frau , so mir recht is , auch nich . Vielleicht , daß es der Pohlsche wiederkriegt . Aber das werden die Tschechiner nich wollen . « Eccelius erwiderte : » Das alles macht mir keine Sorge . Was mir Sorge macht , ist bloß das : wie kriegen wir ihn unter die Erde und wo . Sollen wir ihn unter die guten Leute legen , das geht nicht , das leiden die Bauern nicht und machen uns eine Kirchhofs-Revolte . Und was das schlimmste ist , haben auch recht dabei . Und sein Feld wird auch keiner dazu hergehen wollen . Eine solche Stelle mag niemand auf seinem ehrlichen Acker haben . « » Ich denke « , sagte der Schulze , » wir bringen ihn auf den Kirchhof . Bewiesen ist am Ende nichts . Im Garten liegt der Franzos , und im Keller liegt der Pohlsche . Wer will sagen , wer ihn da hingelegt hat ? Keiner weiß es , nicht einmal die Jeschke . Schließlich ist alles bloß Verdacht . Auf den Kirchhof muß er also . Aber seitab , wo die Nesseln stehn und der Schutt liegt . «