verbunden hast , so kannst Du auch dieses Kopfsystem gedanklich beeinflussen . Möglich ist es ja , daß Du oben ganz untergehst in dem Großen . Dann würdest Du Dein Persönlichkeitsbewußtsein vollkommen verlieren . Dann wäre vielleicht für Dich alles aus . Aber es ist doch auch möglich , daß Du da oben selbständig bleibst . Und dann kannst Du doch das ganze Asteroïdenheer zusammenbringen wollen . Ein derartiges Zusammenleben mit einem gefesselten Kometensystem muß doch in Dir eine riesig große Kaft entfalten . « » Zu groß « , sagte Lesa , » erscheint mir das noch . An solche Gedankengänge bin ich noch nicht gewöhnt . Du weißt , was ich stets von der Ergebenheit dem großen Unbekannten gegenüber gesagt habe . Ich muß bei dem , was ich darüber sagte , bleiben . Ich kann davon nicht abkommen - so schnell wenigstens nicht . Dränge mich nicht . « Biba lächelte und schwieg . Da äußerte Nax zu Biba und Lesa , daß er Heimweh hätte . » Du darfst nicht fort « , sagte Biba , » wir werden Dich oben beim Bau noch öfters gebrauchen . « Da sagte der kleine Nax lustig : » Meinetwegen bleib ich auch noch hier . Aber Ihr müßt mir versprechen , mich später mit einem Pallasianer zum Stern Erde zu senden . Ich habe neulich ein Buch gefunden , in dem wird erzählt , die Erdianer könnten garnicht von der tollen Idee abkommen , daß sich die Sterne gegenseitig so anziehen , wie die Sterne ihre Oberflächenstücke anziehen . Das finde ich so schnurrig . Und deshalb möchte ich die Erdianer , die ja die drolligsten Lebewesen unsres Sonnensystem zu sein scheinen , doch mal kennen lernen . Dann kann ich doch wieder mal tüchtig lachen . Ihr seid mir zu ernst . « » Lieber Nax « , sagte da der Biba , » wenn einer von uns mal zur Erde hinwollte , sollst Du mitkommen . Aber so köstlich erscheint mir das Lächerliche dort nicht zu sein . Andrerseits finde ich , daß die Idee der Erdianer , wenn sie auch falsch ist , so unnatürlich garnicht genannt werden kann . Der Einfluß des Sterns , den die Erdianer Jupiter nennen , auf die Sonnenfleckenperiode der Sonne ist doch nicht zu leugnen . Fast zwölf Erdjahre ist diese Periode lang - in derselben Zeit umwandelt der Jupiter die Sonne . Beziehungen zwischen den Sternen sind also da . « Nax rieb sich seinen kleinen Rüssel und sagte : » Bei Euch muß man also auch das Lächerliche sehr ernst nehmen . « Siebzehntes Kapitel Dex wird mit den Pallasianern bei der Turmarbeit vorgeführt , die nur noch eine gedankliche Arbeit , keine handliche ist . Peka wird müde , sein Körper wird stellenweise durchsichtig , und er will sich in Lesabéndio auflösen , sagt das dem Bombimba , der den Lesa holt . Peka sieht , daß er nicht so tatkräftig wie der Lesa war und somit diesem weichen mußte . Sie nähern sich geistig einander , obschon sie im Leben immer einander widerstrebten . Pekas Auflösung in Lesa verändert diesen sehr , gibt ihm mehr Ruhe , worüber sich Biba sehr freut . Dex vollendet das nächste Stockwerk , und der Turm ragt jetzt fast sieben Meilen hoch zum Kopfsystem empor . Nun war der Dex wieder mitten in seiner Arbeit . Und die meisten Pallasianer halfen ihm , wo sie konnten . Die Maschinen , die den Kaddimohnstahl aus dem Pallasrumpf herauszogen , stampften wieder und ächzten . Und die großen Schmiedehammer dröhnten wie alte Metallglocken . Alles ging durch elektrische Kraft , kein Dampf war zu sehen - die Stoffe auf dem Pallas lassen sich nur sehr schwer in die Dampfform umsetzen ; es ist sogar so schwer , daß es die Pallasianer gänzlich aufgegeben , da ein unmittelbarer Nutzen aus der Dampfform nicht zu ziehen ist . Auch das Flüssigmachen der Stoffe ist , wie schon öfters erwähnt , außerordentlich schwer . Flüssigkeiten werden nur zu Heilzwecken verwandt , müssen also gelegentlich hergestellt werden . Das geschieht aber nur in Labus Atelier mit Hilfe der kompliziertesten Maschinen . Die Struktur der Pallasstoffe unterscheidet sich von der auf anderen Sternen so vielfach , daß ein Vergleich garnicht statthaft ist . Die Quikkoïaner , die auf einem gallertartigen Stern lebten , wunderten sich immer wieder über die verblüffende Trockenheit des Sterns Pallas . Die » Arbeiten « am Turm hatten nur am Anfange die Körperkräfte der Pallasianer in Anspruch genommen . Gleich danach hatten sich ein paar hundert Freunde des Dex bemüht , neue maschinelle Erfindungen einzuführen . Und dann galt es nur , die vielen Maschinen richtig zu bedienen und sie rechtzeitig zu reparieren . Und schließlich bemühten sich Alle nur darum , immer bessere Maschinen zu erfinden . Die » Arbeiten « bekamen somit sehr bald ein ganz anderes Gepräge - es wurde viel gerechnet und immer wieder etwas Neues ausprobiert . Eine gedankliche Tätigkeit trat allmählich überall an die Stelle der handlichen . Und alles wurde so praktisch und bequem wie möglich eingerichtet , sodaß Unfälle schließlich nicht mehr vorkamen . Besonders wurde die Anlage der Bandbahnen immer wieder verbessert , sodaß oben am Turm bald kein Band mehr vergeblich dahinrollte - die Bänder wurden so geschickt von einer Rolle zur andern übergeführt , daß jedes Stück mehrfach zu gebrauchen war . Für den Stahlstangentransport hatte man ein paar Zahnradbahnen versuchsweise eingeführt - doch sie bewährten sich nicht - durch Stahl versteifte , langsam rollende Bandbahnen bewährten sich für die Überführung der langen Stangen doch am besten . Und Peka wurde sehr müde , sein Körper begann schon , an einigen Stellen durchsichtig zu werden . Tief unten an einem Nuse-Turm im oberen Teile des Nordtrichters lag er eines Tages auf einem glatt polierten großen Steinwürfel , und Bombimba saß neben ihm . » Sie hören nicht mehr auf « , sagte der müde Peka , » ihre ganze Gedankenrichtung ist