die Klugen zu bemitleiden . « » Das dachte ich auch schon sehr oft ! « sagte der Lesa . Und dann fuhren die Beiden rasch nach oben , allwo so viele Pallasianer in der Luft herumflogen , daß Biba lächeln mußte . » Wie schnell bei uns ein kleines Büchlein wirkt ! « rief er laut aus . Die Lichtwolke schien ganz hell , und Manesi mit Labu hatten Bibas Ausruf gehört , sie kamen herbei und fächelten lebhaft mit ihrer Kopfhaut . » Ist es nicht seltsam « , rief der Manesi , » daß wir noch nichts im Attraktionscentrum angebracht haben ? « » Was sollen wir denn da anbringen ? « fragte plötzlich lachend der Lesa . » Da hängt doch « , sagte Labu , » eine ganz schwere Last - so gut wie von selbst . Der Pallasianer sinkt nicht , wenn er in der Mitte fliegt . Folglich sinkt auch eine schwere Last nicht , die an Seilen hängt . « » Ich merke was ! « rief Biba , » Ihr wollt wohl Manesi-Pflanzen in die Mitte hängen , nicht wahr ? « » Wir wollen « , sagte Manesi , » das Gerüst nicht belasten und trotzdem da in die Mitte was hineinhängen . Labu und ich - wir haben doch noch nichts am Turm anbringen können . Wir möchten eine Blumenampel in die Mitte hängen . Labu will die Ampel machen in großen knolligen und in bogenartig aufgebauschten Formen - mit Kugeln und Henkeln - Trauben und Schalen . Ihr wißt ja - so wie es Labu gern möchte . Wie groß die Ampel werden soll - müssen wir natürlich vorher ausprobieren . Wir nehmen die Seile aus dem Südtrichter . Und die Magnete können wir wohl auch in der Ampel anbringen . Das kann eine halb schwebende Insel werden . Die Blumen in Guirlandenform und die Stoffe für die Wurzelnahrung besorge ich . Seid Ihr einverstanden ? « » Selbstverständlich ! « rief der Biba , und der Lesa sagte das auch . Und kurze Zeit darauf waren alle Pallasianer mit der Manesi-Labu-Ampel einverstanden . Und man konnte ihr einen Durchmesser von dreihundert Metern geben . Soviel blieb im Attraktionscentrum schwebend , ohne den Turm erheblich zu belasten . Dex sagte zu Biba , nachdem er alles berechnet hatte : » Eigentlich könnte die Ampel noch dreimal so schwer sein . Aber ich will sicher gehen . Jetzt können wenigstens die Guirlanden ruhig weiter wachsen an den Seilen . « An acht Seilen wurde die Ampel befestigt . Und die Pallasianer umschwebten alle diese schwebende Insel . Und viele Pallasianer saßen auf dem Rande der Ampel und unter dem Rande in den trefflichen plastischen Arbeiten des Labu . In der Mitte der Ampel oben wurde eine kleine Pilzwiese angelegt , auf der immer nachts ein paar hundert Pallasianer schlafen konnten . Sie priesen dann immer die Morgenstimmung mit so großer Begeisterung , daß die Ampel schließlich ein Mittelpunkt für das ganze gesellige Leben auf dem Pallas wurde - Scheinwerfer brachte man ebenfalls am Ampelrande an . Und die Magnetsteine wurden für ein paar Seilbahnen verwertet , die direkt zum obersten Stockwerk hinaufführten . Ringsum im ganzen Turm brachte man Lampions an , die aus durchsichtigen bunten Sofanti-Häuten hergestellt waren ; Glas verwendete man nicht - seiner Schwere wegen . Und so wurde der ganze Turm mit all den leuchtenden Nuse-Türmen zusammen ein einziger großer Lichtturm . Und der Nachtbeginn , wenn die Bergspitzen unten phosphoreszierend aufglänzten , wirkte immer berauschender . Nun gabs allabendlich stets ein großes Lichtfest , und man kam vom Turm nur noch herunter , wenn mans nötig hatte , unten auf den Pilzwiesen zu schlafen . Auf der Ampelwiese schliefen in jeder Nacht andere Pallasianer , sodaß bald alle mal da oben geschlafen hatten . Es hatte somit den Anschein , daß ein Weiterbau des großen Turms jetzt weiter keine Schwierigkeiten haben könnte . Und Dex wurde besonders von Sofanti und Nuse bestürmt , doch nicht weiter zu zögern . Dex aber hielt sich trotz allem zurück und wollte nicht mit der Sprache heraus . Da trat ein Ereignis ein , das der Gedankenrichtung der Pallasianer plötzlich eine ganz andere Wendung gab : ein großer Komet erschien und schwebte ganz dicht neben dem Pallas vorüber . Und dabei geschah etwas Ungeheuerliches : als die Lichtwolke eines Nachts herunterkam - wurde sie nicht dunkel wie sonst ; das Kometenlicht machte die Wolke auf der einen Seite fast genauso hell wie am Tage , wenn die Wolke oben hing . Hieraus ging für alle Pallasianer deutlich hervor , daß oben über der Wolke nur ein Komet das große Licht spenden könnte - ein gefesselter Komet . Da wurde der Dex von so vielen Pallasianern zum Weiterbau des Turms aufgefordert , daß er sich beim besten Willen nicht weiter weigern konnte . Und so beschloß der Dex , das nächste Stockwerk - und zwar nochmals gleich drei Meilen lang - unter einem Winkel von fünfundfünfzig Grad herzustellen . Lesa war sehr glücklich ; er war immer mit Biba zusammen , und die Beiden sprachen nur von dem großen Kometen hoch über ihnen , und von dem , der am Pallas vorbeizog zur Sonne hin . Biba sprach immer wieder von der Sonne und von dem großen Ring , den die Asteroïden zusammen bilden müßten - entsprechend dem Saturn-Ring . » Es ist Deine Aufgabe « , sagte er zum Lesa , » die Asteroïden zusammenzubringen ; sie müssen zusammen wie eine einzige Masse wirken - mindestens müssen sie so einig untereinander sein wie die Pallasianer auf dem Pallas . « » Du vergißt den Peka « , versetzte Lesa , » wir sind doch eigentlich noch nicht so einig . Und außerdem sollten wir nicht so übergroße Pläne haben . « » Irrtümlich scheint mir das « , fuhr Biba fort , » bist Du einmal so kühn gewesen , daß Du Dich mit dem Kopfkometen des Pallas