, daß ich nit vergiß . Er schlaft wohl noch , dein Bub ? Könntst ihm ' s ausrichten , wann d ' so gut sein möchtst . Mein Bub laßt dein Bubn schön grüßen , und wann der Toni wieder einmal Kameraden sucht , dö d ' Schläg af ihnere Buckeln nehmen , während er sich mit einer saubern Dirn wegschleicht , so soll er nur ja nit afn Simerl vergessen ; laßt der ihm sagen ! A Feine muß dö aber wohl sein ! Drei Löcher im Kopf von meinm Bubn sein mir lieber , als der setzet sich so was drein ! Ja , so zwei , dö d ' nit zsammgibst und nit auseinandkriegst , können dir viel Unglegenheit machen . Hihi ! « Er riß sein Wägelchen herum und jagte davon . Der Sternsteinhofbauer mußte zur Seite springen , wollte er nicht die Räder über den Zehen haben . Er schickte einen schweren Fluch dem » alten Lump « nach , dann wandte er sich an die alte Kathel und hieß sie das Mittagessen auftragen . Er selbst begab sich hinauf nach der Schlafkammer seines Sohnes . Er pochte an die Türe . » Schon wach ? « fragte er barsch . » Ja « , tönte es von innen . » So komm , essen . « » Ich mag nix . « » Du könntst einm wohl auch ' n Appetit verderben « , murrte der Alte , dann sagte er laut : » Paar Löffel Suppen werdn deinm wüsten Magen ganz zutraglich sein . Komm nur ! « Als die beiden einander bei Tische gegenübersaßen , tat der Junge , über den Teller weg , einen raschen Blick nach dem Alten , der mit zusammengezogenen Brauen vor sich hinstarrte . Sicher , der wußte genug . Mag er - ! Vielleicht alles , was die wußten , die dabei waren , und auch nichts , wovon keiner ! - Noch einmal blickte der Bursche auf , wie ein Schalk , dann senkte er den Kopf und legte den Löffel weg . » Schon abgspeist ? « begann der Alte . » Ja . « » Ich hör , du hast dich gestert nit lang in Schwenkdorf verhalten ? « » Gar nit . Wir habn d ' Langweil gfürcht , ich und d ' andern . « » Dann seids hrüber ? « » Dann sein wir hrüber . « » Habts euch gut unterhalten ? « » So ziemlich . « » Sollst ja auch grauft habn ? « » Ja , ' n Herrgottlmacher hab ich wohl hinglegt , daß er afs Aufstehn vergessen hat . « » Rar dös ! Wann der klagbar wird , kann mer noch ' n Bader zahln . Wegn was is ' s denn hergangen ? « » Er wollt sein Dirn nit an unsern Tisch sitzen lassen . « » Und da mußtst du dich drum annehmen ? Versteht sich . Bist wohl in die Seine verschameriert ? « » Kann ' s nit laugnen . « » Is dö gar so sauber ? « » Kein so Saubere hast du noch gar nit gsehn , nit mal d ' Mutter . « » Dös is wenig gsagt , dein Mutter war nit sauber , aber zugbracht hat s ' brav . Wie heißt denn dieselbe ? « » Zinshofer Helen . « » Zinshofer ? Das is ja die Alte , die unter den Hungerleidern da unten am allermeisten nix hat ? « » Habn tun s ' nix , das is wohl wahr . « » Trotzdem hör ich , daß d ' hättst verlauten lassen , du nahmst die Dirn zur Bäurin ? « » So hab ich gsagt . « » Ein schlechter Gspaß , dös . « » Kein Gspaß ! ' s is mir völlig ernst . « » Du bist a Narr ! « » Kann sein , man sagt ja , Verliebte wärn närrische Leut . Ich hab mir nur denkt , weil mer doch eh ' s mehrste haben von alle da in der Gegend , so möcht just nit so dumm sein , wann afn reichsten Hof auch d ' schönste Bäurin z ' sitzen käm ! « » Laß mich aus mit der Schönheit ! ' s erst Kindbett nimmt dö oft mit fort ; dann hast ' n Schleppsack afn Hals , aber ' n leeren . Kein Kind bist nimmer . Dö Gschichten , was wir als klein anghört habn , wo Betteldirn ' n von Kaisern und Königen heimgführt wordn sein , dö habn sich im Fabelland zutragn ; daß aber der Sternsteinhof weit außerthalbn von selbm liegt , das brauch ich dir wohl nit erst z ' sagn ! « Er erhob sich und strich mit der flachen Hand über das Tischtuch . » Nun is gnug ! Schlag dir die Dummheit ausm Kopf . « » Das geht nit an « , sagte der Bursche . » Ich muß dir noch was eingstehn . « Er spreitete die Beine auf dem Sitze auseinander , beugte sich vor und sah starr nach dem Salzfasse , während er langsam sprach : » Wann ich auch die Dirn sitzenlassen möcht , was mir nit einfallt , so braucht sie ' s nit z ' leiden . Sie hat ' s schriftlich . « » Was schriftlich ? « » Mein Ehversprechen . « » Dein Ehversprechen ? « lachte höhnisch der Alte . » Ja , bist denn du in Jahrn , wo d ' ohne mein Einwilligung eins geben kannst ? Wärst drein , ich jaget dich jetzt af der Stell vom Hof ! So aber hat a Schriftlichs von dir noch gar kein Gültigkeit . Hat dir die Dirn drauf Glauben gschenkt , dumm gnug von ihr , dann kannst du dir in d ' Faust lachen , und sie muß sich gfalln lassen , wann s '