, da werde ich weich , da kommen mir die Tränen in die Augen . Und nur 90 Friedrichsdor - oh , es war entsetzlich ! « » Aber weshalb verkauften Sie so billig ? « » Weil ich die armen Tiere total zuschanden gefahren hatte ; weil sie keinen Schuß Pulver mehr wert waren . « » Aber , beim Teufel , da bezahlte die Herzogin noch teuer genug ! « » Allerdings , Ritter ! Aber wer konnte mir meinen Kummer um die armen Tiere bezahlen ? Wer bezahlte mir meinen Schmerz , daß ich die herrlichen Gäule so früh ruinierte ? « » Sie sind sehr naiv , Herr Baron ! « » Ich bin ein Edelmann , Ritter . Seit ich der Herzogin die Schimmel verkaufte , machten wir keine Geschäfte mehr miteinander . Vergebens bot ich ihr das Auserlesenste meines Stalles an . Schecken zum Küssen , Füchse zum Umarmen , Rappen zum Anbeten - die Herzogin wollte sich auf nichts einlassen . Sie berief sich immer auf die Schimmel ; von neuem riß sie stets die kaum vernarbte Wunde meines Kummers auf . « » Aber ich finde , daß die Herzogin alle Ursache dazu hatte . « » Ganz natürlich , Ritter ; aber als galante Dame hatte sie ebensosehr Ursache , die Geschichte nie wieder zu berühren , nie wieder an die Schimmel zu denken und mir mein Unrecht ein für allemal zu verzeihen . Wenn ich mir als leichtsinniger Mann in meiner Betrübnis das Vergnügen machte , die Herzogin für lumpige 90 Friedrichsdor hineinzureiten , da mußte sie sich als geniale Frau das Vergnügen machen , mir diesen Trost zu gönnen - jedenfalls ist dies logisch - - « » Die Logik des Pferdehandels . « » Übrigens werde ich mich mit der Herzogin aussöhnen . Ich werde ihr täglich den Hof machen ; denn ich verehre die Herzogin , ich verehre das Gespann , mit dem sie gestern abend heranfuhr , und ich werde ihr den höchsten Preis dafür bieten , den je ein Standesherr geboten hat . « » Ist dies Gespann vielleicht ebenfalls zuschanden gejagt ? « » Ich bitte sehr um Verzeihung : nicht im geringsten ! Vier Gäule , die ihresgleichen suchen - - « » Aber wenn die Herzogin nicht verkaufen will ? « » Nun , da werde ich tun , als ob ich halb verrückt würde . « » Und hilft auch das nichts ? « » Da werde ich mich totzuschießen drohen . « » Und kommen Sie noch immer nicht zum Ziel ? « » Nun , da werde ich bis zum Äußersten gehen , ich werde der Herzogin zu Füßen fallen , ich werde ihre Knie umfassen , ich werde ihr eine - Liebeserklärung machen . « Herr von Schnapphahnski taumelte drei Schritte zurück , als ob er plötzlich in der Person des Barons einen der gefährlichsten Konkurrenten sähe . » Eine Liebeserklärung - ? « erwiderte er endlich mit besonderem Nachdruck . » Allerdings , lieber Ritter , denn ich kann nicht länger leben ohne die vier Hengste der Herzogin . « » Aber wissen Sie auch , daß die Herzogin fast sechzig Jahre alt ist ? « » Ich weiß , daß ihre Hengste die schönsten auf der Welt sind . « » Wissen Sie , daß die Herzogin falsche Waden trägt , falsche Zähne , falsche Haare ? « » Ich weiß , daß ihre Hengste echte Schweife , echte Mähnen und echte Hufe haben . « » Wissen Sie , daß Sie sich vor der ganzen Welt lächerlich machen werden ? « » Ich weiß , daß ihre Hengste Stück für Stück hundert Pistolen wert sind . « » Wissen Sie , daß es ein Verrat an Ihrer Jugend sein würde , wenn Sie sich mit einer so alten Person einließen ? « » Ich weiß , daß die Hengste der Herzogin meinen Stall ungemein zieren würden - « Doch der Baron lachte plötzlich laut auf : » Ich wollte Sie nur auf die Probe stellen , lieber Ritter . Es freut mich , daß wir einerlei Meinung über die Herzogin sind . Man sagte mir gestern , daß Sie wirklich mit ernstlichen Absichten auf die Herzogin losrückten . Ich konnte mir dies nicht denken . Nach dem , was Sie mir eben von der Herzogin sagen , ist es unmöglich . Nicht wahr , Herr Ritter , die Herzogin ist eine alte Runkelrübe ? « - Herr von Schnapphahnski biß sich die Lippen . - » Eine alte Runkelrübe , die einst der Berggeist Rübezahl in ein Weib verwandelte ? « - Herr von Schnapphahnski blickte verschämt zu Boden . - » Ein junger Mann wie Sie , sich in eine alte Runkelrübe verlieben - ich wußte es gleich , es war reine Verleumdung ! « - Es wurde Herrn von Schnapphahnski sehr unheimlich zumute . » Aber lassen Sie die Herzogin « , erwiderte er endlich . » Verzeihen Sie , Herr Ritter , Sie selbst haben die Herzogin aufs Tapet gebracht ! « » Jedenfalls ist die Herzogin eine geistreiche Dame ! « » Eine geistreiche Runkelrübe ! « » Sie ist eine berühmte Frau . « » Eine berühmte Runkelrübe . « » Herr Baron , ich verstehe Sie nicht . « » Aber ich verstehe mich auf diese Runkelrübe . « » Sie scheinen sich über mich lustig zu machen . « » Ich mache mich lustig über die Runkelrübe . « » Herr Baron , ich muß Ihre Redensarten als eine Provokation ansehen ! « Der Baron sah den Ritter erstaunt an . » Also Sie interessieren sich dennoch für die Herzogin - ? « - Herr von Schnapphahnski sah , daß er besiegt war . - » Beruhigen Sie sich « , fuhr der Baron fort , » ich werde ganz in Ihrem Interesse arbeiten - aber als Gegendienst müssen Sie so gut sein und der Herzogin versichern ,