Nacht , und alle Pallasianer richteten ihre Kopfhaut den Stationen zu und hörten nun , was man entdeckt hatte . Und darauf flogen alle Pallasianer wild durch den Nordtrichter - und dann zum Turm hinauf . Alle wollten die Kleinen sehen . Und - man sprach sehr eifrig darüber , wie man sich wohl mit den Kleinen verständigen könnte . Und man dachte natürlich gleich daran , den Quikkoïanern den Auftrag zu geben , ein paar Verständigungsmanöver einzuleiten . Nax mit den Seinen war selbstverständlich gern bereit , erklärte aber gleich , daß er die Ahnung habe , hier vor unmöglich lösbare Aufgaben gestellt zu sein . Doch man begann : Nax ließ sich in einer Hautblase tief in die Wolke hineinstecken ; die Hautblase war durchsichtig und durch einen langen , durch Draht versteiften Schlauch mit der durch Häute geschützten Beobachtungsstation verbunden - Nax konnte durch den Schlauch leicht zurückkommen , wenn die durchsichtige Hautblase , die ziemlich groß für Naxens faustgroßen Körper war , verletzt werden sollte . Die Hautblase , in der sich Nax befand , war ebenfalls durch feinen Draht versteift . Nax veränderte nun seinen Körper , machte ihn fadenförmig , gab sich einen ganz kleinen Kopf und zwei lange Stielaugen , und diese ließ er elektrisch aufleuchten . Auf der Beobachtungsstation war alles dunkel . Und dort sah man jetzt erst den kleinen Nax im Lichte seiner Stielaugen , die blaßrot leuchteten . Die kleinen Köpfe aus der Wolke kamen jetzt zu Hunderten näher , und die kleinen dunkelvioletten Stielaugen der Wolkenwesen legten sich vorsichtig an die Wände der Hautblase . Und nun veränderte der kleine Nax seinen Körper , machte ihn spiralförmig , er drehte sogar das eine Auge , daß es spiralförmig aussah . Die kleinen Köpfe außerhalb der Blase flogen hin und her und schienen sich lebhaft zu unterhalten . Aber es währte nicht lange - dann verschwanden sie plötzlich allesamt und ließen sich nicht mehr sehen . Nax konnte nun in seiner Blase hinkommen , wohin er wollte - die kleinen Köpfe blieben unsichtbar - nur das Spinngewebe schien in ängstlicher Bewegung , wenn der Quikkoïaner näher kam . Und dann zog sich auch das Spinngewebe zurück . Und man sah garnichts . Die Experimente wurden fünf Nächte hindurch immer wieder mit neuen Blasen fortgesetzt - und immer wieder erfolglos . Da sagten die Pallasianer allesamt : » Wir müssen es aufgeben ! die Kleinen sind viel zu scheu . « Und man gab es auf . Lesabéndio sagte zum Dex : » Du nennst mich so unruhig . Und ich glaube doch , daß es das Beste ist , wenn wir mit dem Bau des Turms fortfahren . Das Wichtigste erfahren wir doch erst da oben . Und wenn wir schon die Hälfte des Turms gebaut haben , so können wir doch jetzt nicht mehr aufhören . Daß wir uns der Spinngewebewolke nicht weiter nähern können , zeigt doch , daß wir weiterbauen sollen . « » Das sagst Du alles so ruhig ! « rief der Dex , » aber ich habe die größte Arbeit zu leisten . Und ich muß gestehen , daß ich beinahe müde werde . « » So warten wir , bis Du wieder frisch bist ! « sagte der Lesa . Und dann kam der Biba und tröstete den Dex . Dex aber sagte schließlich : » Es kommt mir doch beinahe seltsam vor , daß wir uns eine riesige Arbeit aufladen , ohne eigentlich zu wissen , warum wir das tun . Anfänglich wollten wir unsern Stern künstlerisch ausbilden - Rhythmik in Flächen und Räume hineinbringen . Und dann kam plötzlich der Lesa vom Stern Quikko und erzählte uns , daß wir über unsrer Lichtwolke ganz sicher ein Kopfsystem unsres Sterns hätten . Die Quikkoïaner bestätigten Lesas Erzählung . Und wir waren plötzlich alle so für dieses kometarische Kopfsystem begeistert , daß wir den Turm bauten . Aber zufrieden sind wir jetzt trotzdem alle nicht mehr mit dem Bau . Wir wissen ja jetzt , daß unsre Lichtwolke aus lebendigen Wesen besteht . Die fliehen uns aber . Was haben wir also von unsrer neuen Erkenntnis ? Wird es uns nicht ebenso gehen , wenn wir oben das Kopfsystem von Angesicht zu Angesicht sehen ? Wir wissen noch nicht einmal , ob in diesem kometarischen Kopfsystem irgendetwas enthalten ist , was unsrer Kopfform entspricht . Können wir hoffen , daß wir da oben weiterkommen , wenn wir bis da hinaufgelangen ? Man bestürmt mich von allen Seiten , daß ich doch mit dem Turmbau aufhören möchte . Man will wieder künstlerische Pläne versuchen . Peka , Labu und Manesi tun mir leid . Man will im Allgemeinen nicht mehr mit . Und ich kann doch allein die Widerstrebenden nicht mitreißen - zumal ich garnicht mehr weiß , warum wir weiterbauen wollen . « Nun kam auch Sofanti zu den Dreien und erzählte , daß er jetzt endlich so viel Haut habe , um einen vier Meilen hohen Turm zu umhüllen , wenn er im Durchmesser nicht stärker als eine halbe Meile sei . Dex schwieg . Doch als die drei Andern immer dringlicher wurden , bat er einfach um Bedenkzeit . Biba meinte : » Wir wollen nicht verzagen ; Dex wird sich schon klarmachen , daß jetzt ein Zurücktreten von unserm großen Plane , nachdem wir so weit gekommen sind , eigentlich ganz widersinnig ist . « Lesa und Sofanti waren bald derselben Meinung . Sechzehntes Kapitel Biba spricht wieder mit Lesa über die Lichtwolke . Als diese runterkommt , entsteht auf allen Bergspitzen des Nordtrichterrandes ein großes Phosphoreszieren , wodurch die Pallasianer fast sämtlich nach oben gelockt werden . Manesi und Labu wollen dann eine riesige Blumenampel ins Attraktionscentrum hängen , ohne den Turm zu belasten . Das geschieht . Und der Turm wird zu einem Lichtfestturm . Ein Komet kommt vorbei und erhellt die Spinngewebewolke in der Nacht - so wie die Wolke am Tage vom Kopfsystem des Pallas