in das Haus des Herrn Blaffer gänzlich verliebt zu haben . » Das ist ein schönes Gebäude , eine behagliche Wohnung , « sprach er einmal um ' s andere Mal . » Alles ist so zweckmäßig eingerichtet - vortrefflich . - Da ist die Küche , natürlich da geht es auf die Straße , hier Comptoir und Nebenzimmer , rechts wahrscheinlich Büchermagazine - habe ich ' s errathen , junger Herr ? « » So ist ' s ; es sind das zwei große Zimmer - das Lager der Handlung . « » Freut mich , daß ich das errathen . Doch jetzt will ich Ihnen einmal einen Begriff davon geben , wie ich die Neigungen Ihres würdigen Prinzipals verstehe . Er liebt die Ruhe - namentlich bei Nacht - das Büchermagazin geht wahrscheinlich auf den Hof hinaus , und über demselben , um durch nichts im Schlafe oder in seinen Betrachtungen gestört zu werden , befindet sich das Schlafzimmer des Herrn Blaffer . - He ? « » Darin haben Sie Recht , « versetzte August halb und halb verwundert . Und da sie nun auf dem ersten Stock angekommen waren , so zeigte er auf eine Thüre und sagte : » Dort ist das Schlafzimmer . Wollen Sie einen Blick hinein werfen ? « » O ich bin nicht so unbescheiden . Gehen wir lieber hinauf in die bewußte Dachkammer . Ich versichere Sie , werthgeschätzter junger Herr , meine Zeit ist mir heute kostbar . « Hierauf gingen sie weiter und erreichten die Wohnung des Herrn Beil . » Ja , das ist das Zimmer ! « rief der Fremde aus , » wie er es mir beschrieben . Ach , mein guter Herr Beil ! Also hier wohnte er ? Das könnte mich ganz traurig machen , wenn ich nicht die Hoffnung hätte , ihn in ein paar Tagen wieder zu sehen . « » Ach , das möchte ich auch , « sagte August . » Nicht wahr , Sie werden mir seine Adresse geben ? « » Mit dem größten Vergnügen würde ich es thun , aber das hat er mir ausdrücklich verboten . Gewisse Umstände nöthigen ihn dazu , doch wird er Ihnen nächstens schreiben . - Sie können sich fest darauf verlassen ! Doch jetzt bleiben Sie an der Thüre stehen und geben genau Achtung ; Sie werden sehen , wie schnell ich das Versteckte finde . « Darauf war nun August sehr begierig , denn er setzte einigen Zweifel in das zurückgelassene Vermögen seines Freundes ; er war daher nicht wenig erstaunt , als sich der Fremde , nachdem er kurze Zeit hinter einer Vertäfelung der Dachfenster herum gegriffen , nun plötzlich herumwandte und triumphirend einen kleinen Beutel in die Höhe hielt . Er schüttelte den Inhalt in die Hand , und vor des Lehrlings erstaunten Augen funkelte ein kleiner Haufen Dukaten . » Ich hätte nimmer geglaubt , « sagte dieser , » daß Herr Beil solche Schätze besitze . Er sprach mir immer von seiner Armuth und wie er ohne alle Hilfe in die Welt hinaus gehe . « » Unerklärlich , « murmelte der Fremde ; » aber da das Gold einmal da ist , so läßt es sich nicht wegleugnen . Mein Auftrag ist erfüllt , und wenn ich Ihnen herzlich für Ihre Gefälligkeit danke , so wage ich ganz schüchtern , einen Wunsch des Herrn Beil auszusprechen . Die Verhältnisse desselben haben sich gebessert , auf das Ueberraschendste gestaltet , und er bittet Sie durch mich , die Hälfte dieser Summe als einen Beweis seiner Freundschaft annehmen zu wollen . « » O nein , nein ! « rief August , während er begierig auf das Gold schaute , » das ist ja eine große Summe , wie kann ich so etwas annehmen ! Und durch Sie , mein Herr , einen Fremden , den ich gar nicht kenne ! Wenn er selbst da wäre , so wäre es etwas ganz Anderes . « » Herr Beil kennt Ihr Zartgefühl und hatte diesen Fall vorgesehen , doch sagte er : Herr Brander - ich heiße Brander - bitten Sie meinen lieben August dringend darum , er möge mir die Freundschaft erzeigen , und diese Kleinigkeit - Kleinigkeit in meinen jetzigen Verhältnissen - mit mir theilen . Will er mir danken , so werde ich ihm Gelegenheit geben , dies in den nächsten Tagen persönlich gegen mich thun zu können . « » So kommt er hieher ? « rief höchlich erfreut der Lehrling . » Er kommt , « sprach gerührt Herr Brander . » Bald ? « » Sehr bald ; - jetzt , da ich Ihre aufrichtige Freude sehe , Ihr Entzücken , den vermißten Freund wieder zu umarmen , darf ich es Ihnen anvertrauen . Herr Beil ist in der Stadt und wartet nur auf einen günstigen Augenblick , um Sie an sein Herz zu drücken . « » Sprechen Sie ! sprechen Sie ! « rief August . » Herr Beil ist in der Stadt ? « Der Fremde fuhr sich gerührt mit der Hand über die Augen , dann blickte er den jungen Mann einen Augenblick mit großer Wärme an und entgegnete : » Ja , Herr Beil ist in der Stadt , und vielleicht morgen schon wird es Ihnen vergönnt sein , ihn zu sehen . « » So käme ich zu ihm ? « » Das verbieten ihm seine Verhältnisse . Aber er kommt zu Ihnen - hieher . Nur möchte er um Alles in der Welt dem Herrn Blaffer nicht begegnen . Aber da es ihn sehr drängt , Sie wieder zu sehen und auch seine ehemalige Behausung , so erbittet er sich einen Rath , wie das anzufangen sei . « » Nichts einfacher als das ! « rief August erfreut ; » ich öffne ihm Abends die Hausthüre , die Herr Blaffer sorgfältig verriegelt . Er kennt ja den Weg hier herauf ganz genau ,