, versetzte Biba , » wäre das das Erste . Vergiß aber das Weitere nicht . Nun wollen wir zum Sofanti fahren , damit er uns die Bandbahnen hier oben mit Haut umhüllt . Durch diese Haut wollen wir dann das Spinngewebe beobachten . « Beide fuhren zum Sofanti und die Bandbahnen wurden so hergestellt , daß die Pallasianer sich auch oben aufhalten konnten , wenn die Wolke von oben herunterkam und Nacht auf dem Pallas machte . Aber als vier solcher Bahnen oben fertig waren , zeigte es sich , daß die Haut nicht durchsichtig genug war ; man sah wohl die sehr beweglichen Spinngewebefäden - konnte aber die einzelnen Teile des Gewebes nicht deutlich erkennen . Man versuchte , das Gewebe durch Scheinwerfer zu durchleuchten . Aber das hatte gar keinen Zweck , da sich das Gewebe dem Licht gegenüber plötzlich ganz starr verhielt - als wenn es zusammenfror . Das Gewebe machte gar keinen interessanten Eindruck im elektrischen Licht ; das Gewebe wurde leblos - während es unbeleuchtet an Bewegung nichts zu wünschen übrig ließ . Nun verlangten alle von Sofanti , daß er ganz durchsichtige Häute herstellte . Das nahm aber sehr viel Zeit in Anspruch - so viel Zeit , daß Dex den Vorschlag machte , doch zunächst mal weiterzubauen . Sofanti sollte in seinen Experimenten nicht gestört werden . Biba sagte : » Daß das Gewebe nichts Lebloses ist , scheint mir ganz klar zu sein . Aber gespannt bin ich , wie es eigentlich lebt . Vielleicht - haben wir in diesem Gewebe lebendige Lebewesen des Pallaskopfes vor uns . « Selbst Peka mußte zugeben , daß der Turm nicht umsonst gebaut wäre , wenn es möglich wurde , durch diesen Bau hinter das große Geheimnis der großen Lichtwolke zu gelangen . Fünfzehntes Kapitel Peka , Labu und Manesi sind in melancholischer Resignationsstimmung ; sie klagen , daß ein Nutzbau , alle künstlerischen Interessen verdrängt habe . Aber der Turm bekommt abermals ein neues Stockwerk , das ganze Werk ist jetzt fünf Meilen hoch , und der oberste Ring hat nur noch einen Durchmesser von sechs Meilen . Und nun entdeckt man , daß die Lichtwolke aus unzähligen Lebewesen mit kleinen Köpfen besteht . Man will sich diesen mit Hilfe der Quikkoïaner verständlich machen . Aber das mißlingt . Dex will darum nicht mehr weiterbauen . Aber Sofanti erklärt , daß er das genügende Hautmaterial hergestellt habe , und da wird Dex so weit umgestimmt , daß er sich Bedenkzeit ausbittet . Eines Tages saßen nun Peka , Labu und Manesi auf dem obersten Rande des kleinen Modellturms nicht weit ab vom Centralpunkt des Pallasrumpfes . Die Drei saßen da und rauchten ihr Blasenkraut und blickten nach oben . Sie hatten ihren Unterkörper mehrmals schraubenförmig um den Kaddimohnstahl gewickelt und lehnten den Oberkörper gegen den Unterkörper ; ihre braune Molluskenhaut mit den gelben Flecken glänzte im Lichte der Spinngewebewolke . So saßen sie da , rauchten und schwiegen und sahen nach oben in das große neue Turmgerüst hinein . » Sehr heiter sind wir nicht ! « meinte Labu nach einiger Zeit . Und dazu sagte nach einer guten Weile der Peka : » Dazu haben wir auch wahrhaftig nicht die geringste Veranlassung . « Alle Drei rauchten heftig , daß viele tausend Blasen - auch ziemlich große - langsam emporstiegen und in vielen Farben opalisierten wie Seifenblasen auf dem Erdstern . Manesi sagte dann : » Ich hätte eigentlich keinen rechten Grund zur Klage . Das Gerüst da oben künstlerisch zu beleben , wäre ja eine natürliche Aufgabe für mich . Da lassen sich überall an großen Drahtseilen Guirlanden anbringen ; die Stoffe für das Wurzelwerk der Pflanzen ließen sich wohl in hängenden Schalen einpflanzen . Alles würde wohl möglich sein . Das Gerüst könnte da oben mal zu einem prächtigen Blumenstück gemacht werden . Aber - wann soll das geschehen ? Vorläufig ist doch noch lange nicht daran zu denken . Zunächst hat da oben immer nur der liebe Dex das beherrschende Wort , und er will immer die größere Höhe erreichen , um da das Rätsel unsres Lebens zu lösen . Und wenn der Stahlturm fertig ist , so hat Sofanti mit seinen Steinhäuten alle Hände voll zu tun . Und an mich wird man noch lange nicht denken . Vor mir kommt auch noch der Nuse mit seinen Laternenkünsten , die auch so viel Zeit in Anspruch nehmen dürften , daß das , was ich durchsetzen könnte , garnicht bemerkt werden kann . Sollen da oben tausend Schlinggewächse durcheinander wachsen , so ist dazu so viel Arbeit nötig , daß ich nicht mehr zu glauben vermag , ich könnte das jemals erleben . « » Ich aber « , rief Peka heftig , » bin fast ganz und gar überflüssig . Aus den Drahttürmen kann ich keine kompakten Steingebilde machen . « » Das würde « , versetzte Labu , » uns auch die Aussicht nehmen . Ich bin sogar der Meinung , daß Schlinggewächse da oben garnicht möglich sind ; sie würden uns doch das Licht der Wolke oben verdecken - wir hätten dann keinen ordentlichen Tag mehr auf dem Pallas . « » Was aus der Wolke oben wird « , sagte Manesi müde , » wissen wir auch nicht . Ich glaube nicht , daß der Turm so einfach durch die Wolke durchzustechen ist . « » Die rein künstlerischen Dinge « , sagte Labu , » werden auf dem Pallas nicht mehr geschätzt . Was ich in runden und unregelmäßig gebogenen Formen an dem Gerüst anbringen möchte , das will der Dex nicht haben . Er behauptet , daß er die Tragkraft des Gerüstes nicht so groß machen könnte , um die plastische Ausgestaltung der Stangenverbindungen zu gestatten - so groß sei die Menge des Kaddimohnstahls nicht , hat er mir oft genug gesagt . Ich glaube sogar , daß der Dex die Belastung durch Schlingpflanzen auch nicht für möglich hält . « » Wir