in der Erinnerung der Nachwelt festgehalten haben und bis diesen Tag von einem Ruhm erzählen , der ohne das ern ste , halb rätselvolle Steinbild des Artus Quellinus , vergessener wäre , als er es ist . * Die Geschichte vom alten Sparr hatte , seit meinen Kindertagen , immer den Zauber jener unbestimmten Linien für mich gehabt , die mehr ahnen lassen als geben , und , so seltsam es klingen mag , ich machte mich auf den Weg nach Prenden in einer gewissen Gehobenheit der Stimmung , als wanderte ich in altes , romantisches Land . Und es ist auch ein romantisches Land , märkisch-romantisch . Von Biesenthal aus , – einem Städtchen , das seinerseits wie eine holprige Idylle in der Talrinne des Finowflusses liegt – haben wir noch eine halbe Meile , und diese halbe Meile führt durch eine Art Musterstück heimatlicher Landschaft . Wie Linien , die über ein Blatt gezogen sind , laufen zahlreiche Hügelreihen von Ost nach West , und da wir in senkrechter Linie gegen Norden müssen , so haben wir das Terrain in vollkommener Wellenbewegung zu durchschreiten . Die Hügel sind von einer äußersten Sterilität , kaum eine Moosschicht hat sich darauf niedergelassen , und ihr ganzes Erscheinen erinnert lebhaft an die Sanddünen der Ostsee . Zwischen den Hügeln aber dehnt sich jedesmal ein grüner Streifen , aus dessen Mitte leise gekräuselte Wasserflächen , mal dunkel wie ein Teich , mal blau wie ein See , hervorblicken . Alles Lebendige scheint diese Öde zu meiden , keine Lerche wiegt sich in Lüften , kein Storch stolziert den Sumpf entlang , nur eine Krähe fliegt gleichgültig über die Landschaft hin , wie ein Bote zwischen dem vor uns liegenden Wald und dem Biesenthaler Kirchturm in unserm Rücken . Die Krähe passiert diese Gegenden wie wir , sie wohnt nicht darin . Ein halbstündiger Gang in dem mahlenden Sande hat uns endlich an eine tiefere Talschlucht geführt , und die andere Seite derselben hinaufsteigend , treten wir ein in die Stille des Waldes . Das Wellenterrain bleibt dasselbe , aber der Boden ist anders geworden und die roten Fichtenstämme steigen in schlanker Schönheit auf , während das Fehlen alles Unterholzes einen Blick weit waldeinwärts gestattet und den grünen Moosteppich in überraschender Frische zeigt . Der Forst ist von großer Längenausdehnung , aber von wenig Tiefe . So sehen wir es denn bald wieder lichter vor uns werden und fühlen jenen veränderten Luftzug , der den Ausgang des Waldes verrät . Ehe wir ihn erreicht haben , hören wir ein leises Geräusch und gewahren , zu seiten eines dichten Brombeerbusches , einen Alten , der Reisig sammelt und die zerbrochenen Zweige auf seine Karre wirft . Neben ihm liegt ein alter Spaten , um Wurzeln auszugraben , und an der obersten Karrensprosse hängt ein Korb , drin er die fleischfarbenen Reizker und die gelben Pfefferlinge sammelt , die ihm sein gutes Glück als Zugabe beschert . Der Alte selbst trägt Strohhut und Leinwandjacke und zeigt nichts Auffälliges , als das Fehlen jeder Spur von Oberlippe . Mittlerweile hab ' ich ihm guten Tag geboten und frage ihn , ob er aus Prenden sei ? » Joa , ick bin ut Pren ' n. « » Ist es noch weit , Papa ? « » Nei , jlieks wenn Se ' rut komen . Awers sehen künn ' n Se ' t nich ; ' t liggt in ' n Grunn . « » Und ist ein Krug da ? « » Joa , twee . Een jlieks hier vörnan , wo Sparren sin Slott stunn . « » Noch was zu sehen ? « » Veel nich . As ick in ' t Dörp käm ( ick bin nich bürtig von Pren ' n ) , doa stunn noch veel . Awers nu nich mihr . Ick hebb min ' n Zickenstall von Oll-Sparren sin Slott bu ' t. « » Und erzählen sich noch die Leute von ihm ? « » Joa , se vertellen noch veel . Und min Fru säggt immer , de grote Steen , dicht an unsern Tuun , dat wihr Sparren sin Steen . Un vördem , so meent se , sinn ook vier iserne Krampen anwest un an jede Kramp wihr wedder ne iserne Kett , un an jede Kett een von Oll- Sparren sine Skloaven . Un ook ein Linnenboom wihr doa . Awers nu is de Linn ' wech , un de Krampen sinn ooch wech . Man bloot den groten Steen , den hebben se liggen loaten . He mücht ' wohl en beeten to sweer sinn . « » Sonst nichts , Papa ? « » Duch , duch . Se vertellen noch allerhann anne dumm Tüüch un dohn joa binah , as wenn he de Düwel selber west wihr . Se seggen , he föhr nich giern dörch ' n Sann , und wenn he sinen Mantel antrecken deih , denn wihr et mit eens , as en groten Winn , un Kutsch un Pird un allens geng heidi dörch de Luft . Mal eens verluhr sin Kutscher sin ' Pietsch , un wull sich büggen . Awers Oll-Sparr heel ' em von hinnen her fast un seggte man bloot : › Vergett nich , mien Söhn , wo du bist . ‹ Un as de Kutscher den annern Dag durch Biesenthal torügg föhr , doa seech he , dat sien Pietsch an ' n Biesenthalschen Kirchturm hängen deih . Awers ich glöv et nich . Ick bin nich bürtig vunn Pren ' n. « » Ich glaub ' es auch nicht , aber man kann doch nicht wissen . « » Nei , weeten kann man ' t nich . Un se seggen ook , he spökt in dissen Wald , hier so rümmer . Un ick hebb ' ook all so watt hürt , as wie Pietschenknall ' n un Pruhsten , un as ob een ' vunn wiet aff