« » Wer hot g ' stritt ' n ? Koa Wort hon i g ' sagt , und g ' rad desz ' weg ' n hot si mi g ' schlag ' n , weil ' s d ' ma du die heilinga drei Kinni auf d ' Kammatür aufi g ' schrieb ' n hoscht ... « » Z ' weg ' n nix andern ? « » Na , bal i d ' as amal sag ' , und an nass ' n Hadern haut s ' ma ' r um ' s Mäu , daß ma ' s Feua vo de Aug ' n wega ganga is ... « » Dös sagst d ' ma all ' s morg ' n ! « » Ja , morg ' n ! Ös fahrt ' s wieda mit ' n Holz , und i waar alloa mit ihr ! « » De werd di it fress ' n ! « » I trau ma nimma z ' bleib ' n. I sag d ' as , wia ' s is ; de tat ja mit mir , was s ' gern möcht , und i laß all ' s lieg ' n und steh ' und laff davo . « » De zwoa Wocha bis Liachtmeß werst d ' as no aushalt ' n. « » I trau ma nimma , und i muaß da ' r a so was sag ' n. « » Wos denn ? « Zenzi preßte beide Arme vors Gesicht und weinte und schluchzte jämmerlich . » Ja , red halt ! « Da schnupfte die Magd auf und sagte zögernd und mit leiser Stimme . » I glaab , i bi in da Hoffnung . « » Wos ? Wia dös ? « » Ja , woaßt as scho ! « » Himmisaggera ! Du , paß auf , mach mi da koan Pflanz it vor ! « » Was brauch i dir denn vorz ' macha ! Dös sell werd si scho aufweis ' n , und bal mi so beinand is , haut oan de ander wia ' r a Stuck Viech ! « » Kreuz Teufi ! Wia ganga nacha dös , daß du ... « » Vata ! « Die Stimme der Ursula gellte vom Hause her , und aus der offenen Tür drang ein Lichtschein in den Hof . » Geah zua ! Sinscht siecht s ' mi « , flüsterte Zenzi und huschte weg . - » Vata ! D ' Supp ' n is firti ! « » Plärr ' it a so , du Loas ! « schrie der Schormayer zornig zurück und ging auf das Haus zu . » I hon it g ' wißt , daß du im Hof umanand stehst , sinscht hätt i wohl it so g ' schrie ' n , « sagte Ursula . » I steh dir scho umanand , dir ! Wo hoscht mei Ess ' n ? « » In da Kuch ' l halt . « » Tragst d ' as in d ' Stub ' n eini ! « » Warum nacha ? « » Weil i di net sehg ' n will , du grob ' s Viech , du ! « Er schlug die Türe hinter sich zu . » Hat s ' scho wieda g ' ratscht ? Dös zahl a da hoam ! « sagte Ursula vor sich hin , indes sie Schüssel und Teller in die Stube trug und einen Löffel klirrend daneben auf den Tisch warf . Der Schormayer hörte sie nicht . Er stand in seiner Kammer und schaute zum Fenster in die Nacht hinaus . Der Mondschein lag voll auf den verschneiten Feldern , und sie glitzerten , als hätten alle Engel Diamanten darauf gestreut . » I glaab , i bin in da Hoffnung . « So is recht ! Zehntes Kapitel Am andern Tag klingelte zeitig in der Früh ein sauberes Schlittengespann durch Kollbach ; und wer gerade am Fenster stand , schaute ihm gerne nach . Die Pferde hatten blaue und rote Federbüsche aufgesteckt und ein hell tönendes Geläute umgehängt und gingen auch darum einen stolzen und vornehmen Trab . Im Schlitten saß ein aufgeputztes Frauenzimmer , von dessen seidenem Kopftuche stattliche Zipfel in die Luft hineinflatterten ; auch war es in einen feiertäglichen Schal gehüllt und so vermummt , daß man es nicht erkennen konnte ; daneben saß ein junger Bauernmensch von hagerem Gesicht , aus dem eine scharfe Hakennase vorsprang , und er trug auf dem Hute ein buntes Sträußel . Beim Schormayer bog der Schlitten in den Hof ein und hielt , und derselbige junge Mensch knallte stolz mit der Peitsche , daß die Anfahrt ein nobles Ansehen hatte . Da kam auch gleich der Lenz , der wegen des kranken Gauls daheim geblieben war , aus dem Stalle , und die Ursula trat unter die Haustüre . Ihr Gesicht zog sich in Fröhlichkeit auseinander , als sie die Gäste erkannte : das Basel , die Schneiderbäuerin von Arnbach , und den jungen Prücklbauern , Kaspar Eichinger von Hirtlbach . Die Ursula tat , sie sich ' s gehörte , geschämig und erstaunt und nicht wissend , warum diese zwei willkommenen Menschen auf Besuch erschienen . » Ja , Basel , bischt du do ? Was treibt denn di daher ? « » I ho ' s geschting aa no it an Sinn g ' habt , aber der sell hot ma koan Ruah it lass ' n , und i muaß mit eahm uma fahr ' n. « Sie deutete lachend nach dem Kaspar hin , der mit Hilfe des Lenz seine Pferde ausspannte . » Aba geh no grad eina in d ' Stub ' n , Basel , und warm di auf ! Du muaßt it schlecht g ' fror ' n hamm . « » Es is heunt nimma so kalt , aba beim