, nach Ihrem Eintreten , nur noch von Heinrich IV. und dem Huhn im Topf . Ein sehr wesentlicher Unterschied . « » Und ein sehr angenehmer dazu , gnädigste Prinzessin . Ich bin glücklich , mich , ohne mein Dazutun , als ein Träger und Bringer alles Idyllischen installiert zu sehen . Aber « ... und sein Auge bewegte sich zwischen Holk und der jungen Blondine hin und her ... » auch in Arkadien soll die Sitte der Vorstellung zu Hause gewesen sein . Ich weiß nicht , ob ich von meiner Pflicht als Introducteur Gebrauch machen ... « » Oder beides an Königliche Hoheit abtreten soll « , lachte die Prinzessin . » Ich glaube , lieber Pentz , daß Recht und Pflicht auf Ihrer Seite sind , aber ich will mir die Freude nicht versagen , zwei mir so werte Personen allerpersönlichst miteinander bekannt gemacht zu haben : Graf Holk ... Fräulein Ebba von Rosenberg . « Beide verneigten sich gegeneinander , Holk etwas steif und mit widerstreitenden Empfindungen , das Fräulein leicht und mit einem Ausdruck humoristisch angeflogener Suffisance . Die Prinzessin aber , die diesem Vorstellungsakte geringe Teilnahme schenkte , wandte sich sofort wieder an Pentz und sagte : » Dies wäre nun also aus der Welt geschafft und dem Zeremoniell , worüber Sie zu wachen haben , Genüge getan . Aber Sie werden mich doch nicht glauben machen wollen , Pentz , daß Sie hier erschienen sind , um dem stattgehabten Vorstellungsakte feierlichst beizuwohnen oder ihn selbst zu vollziehen . Sie haben was anderes auf dem Herzen , und zum Vortrag Ihrer eigentlichen Angelegenheit haben Sie nunmehr das Wort . Wenn man soviel Parlamentsberichte liest , wird man schließlich selber virtuos in parlamentarischen Wendungen . « » Ich komme , gnädigste Prinzessin , um gehorsamst zu vermelden , daß heute nachmittag ein großes militärisches Festessen in Klampenborg ist ... « » Und zu welchem Zweck ? Oder wem zu Ehren ? « » General de Meza zu Ehren , der gestern früh aus Jütland hier eingetroffen ist . « » De Meza . Nun gut , sehr gut . Aber , lieber Pentz , offen gestanden , was sollen wir damit ? Ich kann doch nicht einem Kasinofeste präsidieren und de Meza leben lassen . « » Es fragte sich , ob es nicht doch vielleicht ginge . Königliche Hoheit haben Überraschlicheres getan . Und daß Sie ' s getan , das ist es grade , was Sie dem Volke verbindet . « » Ach , dem Volke . Das ist ein eigen Kapitel . Sie wissen , was ich von der sogenannten Popularität halte . Mein Neffe , der König , ist populär ; aber ich sehne mich nicht danach , das Ideal unserer Blaujacken oder gar unserer Damen aus der Halle zu sein . Nein , Pentz , nichts von Popularität ! Aber , da Sie Klampenborg genannt haben , die Sonne lacht und der Nachmittag ist frei , vielleicht , daß wir hinausfahren , nicht um des Festessens willen , sondern trotz ihm ; es ist ohnehin eine ganze Woche , daß wir eingesessen und nicht recht frische Luft gehabt haben , und meine liebe Rosenberg wäre bleichsüchtig , wenn sie nicht soviel Eisen im Blut hätte . « Das Gesicht des Fräuleins erheiterte sich sichtlich bei der Aussicht , dem öden Einerlei des Prinzessinnen-Palais auf einen ganzen Nachmittag entfliehen zu können , und Pentz , der als angehender Asthmatikus ohnehin immer für frische Luft war , trotzdem ihm Autoritäten versichert hatten , Seewind verschlimmere den Zustand , griff ebenfalls mit Begierde zu und fragte , zu welcher Stunde Königliche Hoheit die Wagen beföhle . » Sagen wir zwei und ein halb , aber nicht später . Wir fahren fünfviertel Stunden , und schon um fünf beginnt es zu dunkeln . Und wenn wir erst in Klampenborg sind , müssen wir doch natürlich auch einen Spaziergang bis zur Eremitage machen , wär es auch nur , um meiner lieben Ebba meine Lieblinge selbst vorzustellen . Wer diese Lieblinge sind , das wird vorläufig nicht verraten . Ich hoffe , Graf Holk ist mit von der Partie , trotzdem morgen erst sein Dienst beginnt , und bringt seiner alten Freundin dies Opfer an Zeit . « » Und befehlen Königliche Hoheit noch andere Begleitung ? « » Nur Gräfin Schimmelmann und Erichsen . Zwei Wagen . Und die Verteilung der Plätze behalte ich mir vor . Au revoir , lieber Holk . Und wenn Sie , wie gewöhnlich , eine starke Korrespondenz pflegen ... « Er lächelte . » Ah , ich sehe , Sie haben schon geschrieben . Da komme ich mit meinen Empfehlungen an die Gräfin zu spät . Liebe Rosenberg , Ihren Arm . « Und während sie langsam auf die kleine Tür zuschritt , die zu ihrem eigentlichen Wohnzimmer führte , blieben die beiden Kammerherren in respektvoller Verbeugung . Dreizehntes Kapitel Punkt zwei und ein halb fuhren die Wagen vor , offen , das Verdeck zurückgeschlagen ; neben der Prinzessin nahm die Gräfin Schimmelmann Platz , beiden Damen gegenüber Holk . Im Fond des zweiten Wagens saß das Fräulein von Rosenberg , auf dem Rücksitze Pentz und Erichsen . Die Schimmelmann , eine Dame von vierzig , erinnerte einigermaßen an Erichsen ; sie war hager und groß wie dieser und von einem ähnlichen Ernste ; während Erichsens Ernst aber einfach ins Feierliche spielte , spielte der der Schimmelmann stark ins Verdrießliche . Sie war früher Hofschönheit gewesen , und die dann und wann aufblitzenden schwarzen Augen erinnerten noch daran , alles andere aber war in Migräne und gelbem Teint untergegangen . Man sprach von einer unglücklichen Liebe . Gesamthaltung : Hof Philipps von Spanien , so daß man unwillkürlich nach der Halskrause suchte . Sonst war die Gräfin gut und charaktervoll und unterschied sich von anderen bei Hofe dadurch sehr vorteilhaft , daß sie gegen alles Klatschen und Medisieren war . Sie sagte den Leuten die Wahrheit ins