, der sie anwettert mit jedem Wort - so nimmt sie den Wetterer . Sie hat ihn ja doch im Sack . Wie geht das Lied , das der Pecher gern gern singt ? » Fürs Pech hon ih mei Hackel , Fürs Haserl mei Bix ; Für ' n Jager a por dicke Fäust , Fürs Mensch hon ih nix . Nix is ollszweng , hot s ' gsogt , Hot mih ba da Tür ausgjogt ; Hiazt geh ih , und prügl an Jager o , Daß ih an Unterholtin ho . « Mag sein , daß nicht viel Schönes dran ist , indes wer einmal so ein Lied singt , der tut dem Jäger nichts . Wer mit finsteren Gedanken umgeht , der singt kein heiter Lied . Unter den Waldteufeln der Gehobeltste , der Geschmeidigste und meines Ermessens der Gefährlichste ist schmeidigste und meines Ermessens der Gefährlichste ist der Branntweiner . Er trägt ein feineres Tuch wie die andern und schneidet allwöchentlich seinen Bart. Er trägt allerwege so ein Fläschlein mit sich herum , mit dem er vertraulich jedem aufwartet , der ihm in den Weg kommt . » Du , « sagt er zum Wurzner , zum Pecher , wenn es heißer Sommer ist , » du , ein kühl , frisch Tröpfel hätt ' ich da ! « Und wenn es kalter Winter ist : » Du , los ( horch ) auf , das höllisch Feuer hätt ' ich da ! « Wer trinkt , der ist ihm verfallen , der kommt ihm in die Schenke . Der Branntweiner erntet zweimal . Fürs erste von den Ebereschen die roten Beeren , von den Hagebutten , Wacholdersträuchern , vom Heidekraut , von allem , was hier Früchte hervorbringt . Der Branntweiner glaubt an den Geist der Natur , der in allen Geschöpfen lebt , und beschwört ihn hervor aus den Früchten des Waldes , und - wie jener Zauberer im Märchen - hinein in die Flasche ; - flugs den Stöpsel darauf , daß er gefangen ist . Seine Brennerei ist ein förmlicher Zauberkreis unter dem hohen , finsteren Tann , ein Kreis , wie ihn auch die Spinne zieht und einwebt . Bald sind ein paar Fliegen da und zappeln im Netze . Die Waldleute , wie sie herum- und ihren Geschäften nachgehen , zuletzt aber kleben bleiben in der Schenke - das sind der zweibeinigen Spinne die Fliegen , an denen der Branntweiner nun seine zweite Ernte hält . Jedes Weib rät dem Mann , er möge nicht den Weg über den Tann nehmen , der sei so finster und uneben , er sei auch weiter als jeder andere . Der Mann sieht ' s ein , hat auch gar nichts auf dem Tann zu tun , aber - ' s ist eben ein wandelbar Ding , die Gesundheit - wie er so hinschreitet , da empfindet er jählings ein Drücken in der Gurgel , ein Grimmen im Bauch - ein schlimmes Grimmen , schier wie die Magengicht . Pechöl hat er keines bei sich , da weiß er nur noch ein Mittel und - er nimmt den Weg über den Tann . - » Das erste Gläschen - sagt der Rüpel - lindert den Schmerz ; das zweite macht warm ums Herz , das dritte macht noch wärmer ; das vierte macht den Beutel nicht mehr ärmer ; das fünfte tut erst die Glieder spannen ; bei dem sechsten wackeln schon die Tannen ; bei dem siebenten geht es glühheiß durch den Leib ; bei dem achten verlangt sich ' s nach dem Weib . « Heimwärts wankend aber flucht der gute Mann über das » schlechte « Weib , daß es ihm in diesem schaudervollen Nebel mit keinem Licht entgegenkommt ; und wenn er endlich den Hut tief und schief in die Stirne gedrückt , zur Hütte hereintorkelt , so weiß das was Weib schon , was es geschlagen hat und was es noch schlagen könnte , wenn es nicht sich nicht beeilte , sofort auf den Dachboden oder anderswohin zu entkommen . Mich närrischen Jungen stimmen meine Entdeckungsreisen heiterer , als ich ' s je vermeint hätte . Es liegt ein traurig Geschick über diesem Völklein , aber dieses Geschick macht zuweilen ein unsäglich spaßhaftes Gesicht . Ich halte diese Waldleute auch nicht für so verdorben . Verwahrlost und ungeschlacht sind sie . Es ließe sich vielleicht was aus ihnen machen ; - nur Sauerteig muß dazu kommen , daß sie aus ihrer Versunkenheit einmal auflockern . Aussterben wird das Geschlecht nicht so leicht . Gerade in dem feuchten , dunkeln Waldboden gedeihen die kleinen Rangen wie die Pilze . Die Jungen gehen den Weg der Alten und tragen die Wurzelkrampe , oder den Hirtenstab , oder die Pechhacke , oder die Holzaxt . Beim Pfarrer draußen in Holdenschlag ist bekannt , daß die Waldkinder lauter Mädchen sind . Die Knaben werden zumeist getauft mit dem Wasser des Waldes ; sie sind in kein Pfarrbuch geschrieben , auf daß sie vergessen bleiben draußen im Kreisamte und im Verzeichnisse der Wehrpflichtigen . Die Männer hier sagen , die Landesregierung und was dazu gehöre , koste ihnen mehr , als sie ihnen wert wäre , und sie verzichten darauf . Das lasse ich gelten , aber die Regierung verzichtet nicht auf die gesunden Winkelstegerleute . Die Mädchen , werden sie ein wenig flügge , gehen bald auch ins Ameisen- und Wurzelgraben , ins Kräutersammeln und sie wissen für alles Absatz , und sie pflücken die Erdbeeren und die Hagebutten- und Wacholderfrüchte für den Branntweiner . Und die Jungen , denen noch das Höschen nicht trocken wird den ganzen Tag , helfen schon auch den Branntwein trinken . Vor einiger Zeit habe ich einer Kinderschar zugesehen . Sie spielen unter Lärchenbäumen . Die niedergefallenen Lärchzapfen sind ihre Hirsche und Rehe , denen sie grünes Reisig vorlegen zum Fressen . Andere laufen umher und spielen hinter Gebüsch » Verstecken « , » Salzhalten