ein glücklicher ist . « » Die Beweise dafür sind natürlich durch Zeugenaussagen vor dem New-Yorker Polizeigericht vollständig festgestellt , « fuhr Helmstedt , ohne sich unterbrechen zu lassen , fort - » mir ist aber die Sache zum Glück ausgeschlagen , und so habe ich hier nicht daran gedacht , etwas gegen Sie zu unternehmen . Ich weiß ziemlich genau , was Sie hier treiben , kenne Ihr Riverhaus und Ihre dortigen Verbindungen , mir liegt aber , einer Angelegenheit halber , die nur mich allein betrifft , an einer Auskunft über Ihren - ich weiß nicht recht , wie ich ihn nennen soll - Ihren Genossen , den Mr. Baker , und wenn Sie hierin aufrichtig zu mir sprechen wollten , würde ich Ihnen Alles vergeben , was Sie mir gethan , würde sogar meine Anklage unter einem plausiblen Vorwande in New-York zurücknehmen , wohin Sie doch über kurz oder lang wieder gehen möchten . « Seifert blies eine große Rauchwolke von sich . » Je mehr ich mir Ihre Worte überdenke , Herr von Helmstedt , je vernünftiger scheinen Sie mir für den Mann zu sein , den Sie damit vor Augen haben ; ich weiß aber wirklich noch nicht , ob ich auch dieser Mann bin - ich hatte zum Beispiel einen Bruder in New-York , der mir sehr ähnlich sah - lassen Sie aber einmal hören , über wen Sie Auskunft wünschen . « Helmstedt unterdrückte eine Bewegung der Ungeduld . » Ueber Ihren Freund Baker , mit dem Sie New-York verließen , « sagte er ; » ich versichere Ihnen dabei , daß Niemand erfahren wird , woher ich meine Informationen erhalten habe . Seine Verbindung mit Ihnen kenne ich bereits und ich möchte Sie nur nochmals bitten , ehrlich gegen mich zu sein , lieber zu sagen , Sie wollen sich nicht aussprechen , als mich belügen . « » Wenn Sie Alles das wissen , was Sie andeuten , « erwiderte Seifert , die Asche von seiner Cigarre klopfend , » so weiß ich eigentlich nicht , was ich Ihnen sagen soll , es scheint mir beinahe , als wüßten Sie mehr als ich selber . « » Gut , Seifert , also ein paar bestimmte Fragen . Wo ist der Mann her und was wissen Sie über seine Verhältnisse ? Sodann : in welcher Beziehung steht er zu Ihnen ? « » Ich muß Ihnen gestehen , Herr von Helmstedt , weil Sie es wünschen , daß die Beantwortung mir aus hundert Gründen unmöglich ist . Der erste davon ist , daß ich selbst nichts Genaues über den Mann weiß und so werden Sie mir wol die Aufführung der übrigen neun und neunzig erlassen . « Helmstedt sah ihn einen Augenblick scharf an und erhob sich sodann . » Well , Sir , « sagte er kalt , » Sie wollen sich mit mir nicht in Freundlichkeit ausgleichen , so mögen Sie hinnehmen , was auf einer andern Seite kommt , und sich nicht über mich beklagen . « Er setzte sich den Hut fester und ging , wie mit einem Entschlusse fertig , nach der Thür , ohne dem Andern noch einen Blick zu gönnen . Es lag keine Berechnung in Helmstedts jetziger Bewegung , er fühlte , daß er dieser geriebenen Spitzbubennatur gegenüber zu schwach sei und wollte somit wenigstens sein eigenes Interesse durch polizeiliche Hilfe zu wahren suchen . Seiferts Auge folgte ihm einen Augenblick mit gespanntem Ausdrucke ! » Herr von Helmstedt ! « sagte er dann halblaut - aber der Gerufene hörte nicht und erreichte die Thür . » Einen Augenblick noch , Sir ! « rief jetzt Seifert und sprang auf . Helmstedt hielt an und drehte sich halb um : » Ich glaube , wir sind mit einander fertig ! « - » Nur noch einige Worte , « erwiderte der Andere und ging auf ihn zu . » Die Auskunft über den Mann scheint Ihnen von ziemlicher Wichtigkeit zu sein , « fuhr er fort , » und da es vielleicht sein mag , daß ich etwas gegen Sie gut zu machen habe , auch nicht gern im Bösen von Ihnen scheiden möchte , so will ich Ihnen die gewünschten Notizen unter einer Bedingung geben , - die früher auf Ihr Ehrenwort gemachten Propositionen natürlich einbegriffen . « » Ich sage Ihnen einfach , daß Sie mich nicht mehr täuschen , Seifert ! « erwiderte Helmstedt . » Wollen Sie mir die Wahrheit mittheilen , gut , so will ich Ihnen jetzt noch halten , was ich versprochen ; merke ich , daß Sie mich belogen haben , so bin ich an nichts gebunden . « » Lassen Sie uns wieder Platz nehmen , es ist nicht nöthig , die Aufmerksamkeit der Gäste auf uns zu lenken , selbst wenn sie uns nicht verstehen . Meine Bedingung , « fuhr Seifert fort , als sie wieder an dem früheren Orte saßen , » ist , daß Sie bis zum Neujahrstage keinen Gebrauch irgend einer Art von meinen Mittheilungen machen ; ich habe mit dem bewußten Manne selbst ein kleines Geschäft und mein Interesse würde , käme er früher in übeln Geruch , am meisten leiden . Ich gestehe Ihnen , daß ich mit meiner Stellung nicht zufrieden bin und mir den längsten Termin einer Verbindung mit ihm bis Neujahr gestellt habe . Sie werden also die gestellte Bedingung nur billig finden . « » Ich gehe sie ein , « erwiderte Helmstedt nach kurzem Nachdenken , » und gebe Ihnen mein Wort sie zu halten . « » Ich kenne Sie , Herr von Helmstedt , und baue darauf - ' s ist wirklich was Schönes , um so ein bloßes Wort , wenn man seines Mannes sicher ist - das Schlimmste dabei ist nur , daß die Worthalter in der Regel dasselbe Vertrauen zu Andern haben , und so am meisten betrogen werden - ' s ist wol darum auch nie ein