, wann , wie , wo denn ? Da muß ich mich allerdings langsam hineinfinden ! Das ist fast eine Nachricht wie ein Dachziegel , wenn es auch nicht gleich ein Loch in den Kopf macht ! « » Mir hat es den Kopf genug durchlöchert . Denke dir doch , zwei Mädchen von fünf- und sechsundzwanzig Jahren wollen zwei zwanzigjährige Zwillinge heiraten ! Das ist ein ungehöriges Abenteuer , beides , das Alter und die Zwillinge ! Wären es alte Weiber , die sich junge Männer nehmen , so kommt das ja oft vor , man lacht , und damit ist ' s gut ! Aber Mädchen , in der Blüte ihrer Jahre und doch an der Grenze ihrer Jugend stehend , eine solche Wahl treffen , flaumbärtige Gecklein , zwei Schwestern zwei Zwillinge ! « » Nun , es ist schon eine Art Roman und auch mir nicht just angenehm ; allein die Liebe macht ja stets fort solche Streiche ; sagt man nicht hundertmal , was man erlebe , sei oft krasser als alles , was man erfinde ? « » Ja , ja ! Es ist dann auch meistens danach , ich danke dafür ! Ach , liebster Mann , wir haben gewiß gefehlt , daß wir die Kinder nirgends in die Welt geschickt haben und auch nichts erlernen ließen , was einem Berufe ähnlich war ! Du sagtest , wer Töchter im Hause zu behalten vermöge , der solle es tun , und von Pensionen wolltest du nichts wissen , noch weniger von Berufssachen . Das nanntest du den Ärmeren das Brot vor dem Munde wegnehmen und eine Hungerschluckerei , wo es sich nicht um bestimmte Talente handle , die zu pflegen seien . Du schwärmtest für die freien Töchter des Hauses und für die freien Hausfrauen , welche nicht der Dienstbarkeit zu verfallen brauchen , und ich stimmte dir bei , weil ich selbst von unserm Glück betört war , obgleich ich wußte , wie gut es mir gekommen wäre , wenn ich einstmals einen Beruf gelernt hätte ! Du mußt das nicht übelnehmen , es soll nicht der leiseste Vorwurf sein ! « » Ich versteh es auch nicht so , mein liebes Weib , weil ich genau weiß , wie gut du dich durch die Welt schlägst ! Daß sie dir auf der Kreuzhalde die Bäume weggeschlagen haben , war nicht deine oder meine Schuld ! « » Lassen wir das ; ich will nur sagen , hätten die Mädchen nicht über eine so vollkommene Muße und Freiheit verfügt , so hätten sie schwerlich das widerwärtige Abenteuer zusammen ausspintisiert ! Jetzt , was sollen wir mit dem Zwillingsgemüse anfangen ? Und die aufgeblasene Waschfrau obendrein ! « » Ei , was die betrifft , so ist es gewiß eine rohe Muschel ; aber auch sie birgt die Perle der Muttertreue ! Doch mit alledem , erfahre ich nicht , was eigentlich vorgeht . Haben sie sich dir offenbart ? « » Gott bewahre , sie sind ja volljährig ! Sie würden die Eltern allerdings zur gutfindenden Zeit begrüßt haben ; auch wäre , wie ich sicher glaube , keines der Kinder für sich allein so verschlagen , so rücksichtslos gegen uns gewesen , aber das verwünschte Doppelgespann hat die traurige Geschichte zu einer verschworenen Heimlichkeit gemacht - « » Liebe Marie , « unterbrach Martin , » wir wollen die Frage der Zulässigkeit einstweilen ruhen lassen ! Du kannst doch nicht im Ernste behaupten , daß Zwillinge sich nicht verehelichen dürfen , und ebensowenig , daß es zwei Schwestern , denen sie gefallen , verboten sei , sie zu nehmen . « » Das behaupte ich alles nicht , ich sage nur , daß es mir in unserem Falle nicht gefällt , nicht konveniert , mich bekümmert , weil es eine ungesunde Laune ist ! Denke dir , wie ein paar unreife Knaben unsere erwachsenen Töchter aufs Korn gefaßt und sie förmlich erobert haben , während die törichten Mädchen im Besitze des schönen Geheimnisses die besten Anlässe verschmähten , zu Männern zu kommen ! Und wir freuten uns bald ihrer Zurückgezogenheit , wenn sie wie Nonnen hausten und in dunklen Kleidern , verschleiert , einhergingen , bald bedauerten wir , daß sie das junge Leben nicht froher genießen wollten ! Freilich , sie haben es auf ihre Weise genossen - du mußt wissen daß die jungen Leutchen Zusammenkünfte halten , wenn es ihnen beliebt ; Mondscheinnächte , Sonnenaufgänge im Sommer , lange Spaziergänge im Frühling , im Winter die Eisbahn - unsere alte Magd hat mir alles hinterbracht , nachdem sie jahrelang geschwiegen . Und warum ? Weil sie sich mit der Weidelichsfrau auf dem Markte gezankt hat , die ihr schon von obenherab aufspielen wollte . Sie klatschte nämlich , unsere Töchter seien jedenfalls eine halbe Million wert , das Stück , das höre man allenthalben sagen ! Diese Schwätzerei und Vertraulichkeit wollte sich die Magdalene doch nicht gefallen lassen , sie gab eine ablehnende Antwort , sie forsche nicht nach , was die Herrschaft besäße und dergleichen , worauf die andere entgegnete , da möge sie als Dienstbote recht haben , sie , die Frau Weidelich , sei eben im Falle , sich eher darum zu kümmern , was diese oder jene Leute für Vermögen hätten . Sie solle nicht zu neugierig sein , sagte wiederum unsere Magd , noch sei nicht aller Tage Abend . Wenn eine Waschfrau aus dem Kalten waschen wolle , so möge sie immerhin zwei Zuber in den Regen hinausstellen , das gebe ein schönes Wasser zum Reinspülen ; wenn sie aber eine Million auffangen wolle , so genüge es nicht immer , zwei Zwillinge auf die Welt zu stellen und auf die Suche zu schicken ! Worauf sie sich ausschalten , bis es hinreichte und die Magdalene ganz erhitzt nach Hause gelaufen kam und mir alles hinterbrachte und beichtete . Als ich ihr natürlich die Leviten las und sie fortzuschicken drohte , weil sie