Hunde hatten ihn im Lager überrascht , wo er sich wahrscheinlich erst vor kurzer Zeit niedergelassen , und so spät mußte er aufgestiegen sein , daß ihm die vordersten , Poppy und Eddy , schon dicht auf den Haken waren , ehe er sich vom ersten Schrecken erholen konnte . Eddy war nur ein » Hound « 2 und auf einer Fährte ausgezeichnet , beim wirklichen Kampf aber nicht viel werth , Poppy dagegen - eher etwas schwerfälliger gebaut - kannte keine größere Wonne , als einen Bären bei den Keulen zu nehmen , denn sehr vorsichtiger Weise machte er sich nahe den Vordertatzen desselben selten viel zu schaffen . Als sich Pätz daher mit wildem Sprunge , die Nase dicht am Boden , damit er unter all ' den Schlinggewächsen wegschlüpfen konnte , empfehlen wollte , hatte ihn Poppy , ehe er sich ' s versah , am Fell und packte ihn so derb , daß er sich brummend wandte um den Zudringlichen mit kräftiger Klaue zurückzuweisen . Hierauf wartete Poppy aber keineswegs . Sobald er nur sah , daß der Bär hielt , war sein Zweck erreicht , denn mit Blitzesschnelle flog er zur Seite und entging dadurch dem gefährlichen Schlage ; er wiederholte aber das Spiel von Neuem , sobald der Verfolgte ihm wieder die Kehrseite zuwandte . Lange hätte er ihn freilich nicht auf diese Art halten können , aber jetzt kamen auch die übrigen Hunde herbeigestürmt , und nun mußte Pätz ernstlich an Fersengeld denken , wollte er nicht die Hetze mit seinem Pelze bezahlen . Er floh also dem nicht mehr sehr fernen Flusse zu , nach welcher Richtung hin das Dickicht auch am undurchdringlichsten war ; doch immer wieder warf sich ihm die Meute entgegen , die ihn wie rasend umschwärmte , von der aber nur der kleinste Theil sich näher heranwagte . Endlich sah er sich genöthigt , einen offenen Theil des Waldes zu wählen und den Strom hinab eine seichte Slew3 zu benutzen , deren etwas steile Ufer die Hunde verhinderten , ihm zu nahen . Im Fall eines Angriffs hätten sie ihm nicht ausweichen können . Hierdurch erwehrte er sich zwar eine Zeit lang der Zähne seiner Verfolger , die Jäger bekamen aber auch zugleich Gelegenheit , ihm den Weg abzuschneiden , da sie am Geheul der Meute augenblicklich merkten , wohin sich die Jagd wandte . Als der Bär daher , keineswegs in der besten Laune , eben wieder links abspringen wollte , um einen zweiten Versuch zu machen , zum Fluß zu kommen , brach Roberts dicht neben ihm aus dem Dickicht , legte an und feuerte . In demselben Augenblick krachte eine zweite Büchse , und Curtis ' Kugel sauste nach der Bestie hinüber . Obgleich übrigens beide Kugeln saßen , so schienen sie doch wenig Wirkung auf den Bären zu haben , der nur einmal hoch aufsprang und ein schwaches Gestöhn , das fast wie ein Seufzer klang , ausstieß , dann aber mit gewaltigem Satz den Rand der Slew erreichte , hier den Rüden , der sich ihm entgegenwarf , mit einem Schlage seiner fürchterlichen Tatze zu Boden streckte und dem Flusse zu floh . Roberts hatte unterdessen seine Zeit ebenfalls genutzt ; mit einem Sprunge , der einem Panther Ehre gemacht haben würde , setzte er über die Slew und war mit seinem Messer dicht hinter der Bestie , als sie den Rand des Flusses erreichte . Hier krachte eine dritte Büchse , und in demselben Augenblick erreichte auch Roberts das tödlich verwundeten Thier und stieß ihm den breiten Stahl in die Flanke . In der Hitze des Nachsetzens hatte er aber den Ort nicht beobachtet , wo er sich befand . Der Bär fuhr noch mit letzter Kraftanstrengung , im Todeskampf in die Höhe , wehrte nicht einmal die beiden Hunden Poppy und Watch ( Harper ' s Hund ) , die sich auf ihn warfen , sondern sprang die steile Uferbank hinab in den Fluß , und Bär , Roberts , Poppy und Watch verschwanden gleichzeitig in der über ihnen zusammenschlagenden , trüben Petite-Jeanne . » Wah ! « sagte Assowaum lachend , als er , sich mit der Linken an einem jungen Stamme festhaltend , über den Uferrand hinabschaute , » der weiße Mann hält merkwürdig fest . « Ehe jedoch einer der übrigen Jäger den Kampfplatz erreichen konnte , tauchten die Untergesunkenen wieder empor , und Roberts , keineswegs durch den freilich etwas unerwarteten Sprung außer Fassung gebracht , zog den jetzt verendeten Bären mit den beiden Hunden , die ihren Halt selbst unter dem Wasser nicht hatten fahren lassen , an ' s Ufer und nahm sich erst dann Zeit , zu der Stelle hinaufzusehen , von der er so urplötzlich , und keineswegs freiwillig , heruntergekommen war . Hier begegnete er dem Blick Harper ' s , der verwundert zu ihm hinabschaute und ausrief : » Holla , Roberts , was zum Henker macht Ihr da unten mit der Bestie ? wie sollen wir sie denn jetzt wieder heraufbekommen ? « » Ja , wenn ich selbst nur erst oben wäre , « erwiderte lachend der Gefragte - » herunter ging ' s ' merkwürdig leicht , jetzt möcht ' es aber seine Schwierigkeiten haben . « » Warte ! « rief Assowaum - » ich schaffe Rath . « » Warten ? « meinte Roberts mit komischer Wehmuth , » ich möchte wissen , was ich Anderes thun könnte , als warten ; wer in so einer Falle drin sitzt , wie ich hier , hat gut warten . « » Ist denn der Bär fett ? « frug Harper . » Ziemlich ! « erwiderte Roberts , die Flanken des Thieres , das neben ihm noch halb im Wasser lag , befühlend , » wollt Ihr Euch nicht selbst überzeugen ? « » Danke schön , « lachte dieser , » ich glaube Euch auf ' s Wort , habe auch wirklich keine so gewaltige Eile