aa dabei ? Dös is g ' scheidt , daß du dös sagst . Jetzt derwisch ' n mir enk amal , du ... du ganz schlechter ! « » Net so schlecht als wia ' r ös ! Bei uns is dös net der Brauch , daß ma sein Vater ' n haut . « » Woaßt du dös ? « » Jo , woaß i ' s. « » Nacha kennst du dös aa ? « schrie der Schuhwölfl und schlug dem Paulimann ins Gesicht . Der sprang in die Höhe und hieb mit der Faust zurück . Es wäre dem Paulimann wieder einmal schlecht gegangen , denn der Schuhwölfl war ein starker Mensch und nüchtern . Aber da mischte sich ein anderer ein und half ihm . Und der war noch dazu der beste Freund vom Schuller . Der Haberlschneider zog den Schuhwölfl zurück und sagte ruhig : » Mit Schlagen werd die Sach ' it besser . De werd wo anders ausg ' macht . « Der Schuhwölfl ließ ab und setzte sich wieder auf seinen Platz . Aber der Paulimann glaubte , daß er einen hilfreichen Freund gefunden habe , und schöpfte neuen Mut . Er schlug mit der Faust auf den Tisch und schrie , so laut er konnte : » Und dös vierte Gebot , dös laß i amal net aus . Da ko kemma , wer mag , dös is mir ganz gleich . Dös vierte Gebot Gottes , dös muaß her ! Ehre Vater und Mutter , daß du lange lebest auf Erden ! « Der Schuller ließ zwei Tage später den Paulimann und den Hierangl vorladen . Beim Wirt im Nebenzimmer war der Sühneversuch ; der frühere Bürgermeister Kloiber , welcher jetzt zum Beigeordneten gewählt war , leitete ihn , und der Lehrer Stegmüller führte das Protokoll . Die Parteien waren anwesend . Der Schuller stand hart neben dem Tische , auf dem Stegmüller schrieb . Er zeigte keine Aufregung und keinen Zorn . Auch der Hierangl machte ein gleichgültiges Gesicht . Man hätte meinen können , daß er bloß zufällig da sei , und daß ihn die amtliche Handlung nichts anginge . Aber der Pauliman war unruhig . Seit er nüchtern war , reute ihn die Geschichte . Eine solche Dummheit , wie das war ! Allemal nahm er sich vor , keinen Rausch mehr zu kriegen , und allemal kam er wieder zu einem . Und jetzt eine solche Verlegenheit ! Sonst kriegte er bloß Schläge im Wirtshaus , und seinen Landler von der Bäuerin ; hernach war es wieder gut . Aber diesmal ging es anders : er war mitten hineingekommen in einen Streit , der ihm schon vom Anschauen zuwider war , und mit dem er durchaus gar nichts zu tun hatte . Er mußte die Suppe auslöffeln , die andere eingebrockt hatten ; er sollte jetzt auf das Gericht gehen . Lieber wären hundert Mark hin gewesen , oder noch mehr . Er kraute sich in den Haaren und schob unruhig einmal den rechten und einmal den linken Fuß vor . » Also , « sagte der Kloiber , » ös wißt ' s ja , warum mir da z ' sammkemma san . Der Bürgermoasta will enk zwoa weg ' n Ehrenbeleidigung verklagen , und , also , indem ' s ös in der nämlichen Gemeinde seid ' s , is also dös G ' setz a so , daß z ' erscht a Sühneversuch sei muaß . Dös ist richtig , Herr Lehrer , net wahr ? « » Ja , das ist die g ' setzliche Vorschrift . « » Also , und da muaß i enk frag ' n , an Bürgermoasta aa , ob ' s enk it vergleicha wollt ' s und de Sach ' guat sei lassen ? « » I nimm all ' s z ' ruck , « sagte der Paulimann , » i will koan Streit gar it . « » Is g ' scheiter aa . Waar ja do z ' wider , wann a solchene Feindschaft ins Dorf kam . Was sagst denn du , Bürgermoasta ? « Der Schuller legte die Hände auf den Rücken und sagte ruhig : » Dös woaß a jeder , daß i net glei da bin mit ' n G ' richt . Aba dös helft mir gar nix , wann da Paulimann sagt , er nimmt ' s z ' ruck . Es muaß öffentlich erklärt wer ' n , daß de G ' schicht verlogen is , und dös muaß aa g ' sagt wer ' n , woher dös G ' red kimmt . Nacha will i gar nix vom Paulimann und halt ' mi an den , der a solchene Verleumdung auf d ' Welt bringt . « » I hab ' halt an Rausch g ' habt , « sagte der Paulimann , » da red ' t ma dumm daher . I hab ' durchaus gar nix geg ' n Schuller , und i sag ' s öffentli , daß er a richtiger Mann is . « » Was is denn nacha mit dir , Hierangl ? « fragte Kloiber . » Mit mir ? « » Ja ; was du sagst , ob du net aa an Erklärung macha willst ? « » Was geht denn mi de ganz ' G ' schicht o ? « » Du bist halt jetzt amal vorg ' laden vom Schuller und muaßt di nach ' n G ' setz erklär ' n. « » Hab ' i was g ' sagt ? Was geht denn dös mi o , wenn da Paulimann im Wirtshaus auf draht ? Hab ' i was g ' sagt ? « » Jetzt woaßt , gar so unschuldi muaßt di net hi ' stellen ! « schrie der Paulimann , » balst du zu mir nix g ' sagt hätt ' st , nacha hätt ' i de