Schirm und Schimmer der Christenheit hat sie mir freiwillig verliehen , und sie strahlet in die Welt . Er hat mich geehret , er hat alle geehret , die nach mir herrschen , und er hat das Land und hat euch geehret . Ihr könnt die Ehre nicht ablehnen , und wenn ihr es auch tut , so strahlt ihr wider euern Willen in der Ehre . Unser Volk hat sie erkannt , und hat gejauchzt , als ich in das Land gekommen bin . Jetzt rede ich davon , daß ich wegen der Krone nicht vorher euern Rat einberufen habe . Der Kaiser hat mir freiwillig die Krone gegeben , es konnte also nicht vorher des Rates darüber gepflogen werden . Ich rede nun auch von den Lasten , die das Königtum bringen soll . Es wird keine bringen : denn die Hoheit liegt in der Krone , und geht auf die Dinge . Und unsere Sitten und unsere Gebräuche und unsere Heiligtümer werden heilig sein wie früher , und ihre Heiligkeit wird den Wert der Krone noch heiliger machen . Zuletzt rede ich von dem Zuge nach Italien . Es ist wahr , daß nach den Satzungen unserer Länder keiner verpflichtet ist , in die Kriege ferner Reiche zu ziehen . Ich habe aber auch den Heerbann unserer Länder nicht nach Italien aufgeboten , sondern ich habe gesagt , daß ich dahin ziehe , damit jeder es wisse , der sich freiwillig zu mir gesellen wolle . Der Kaiser Friedrich ist ein Ritter voll Schimmer und Adel , der auszieht , die übermütige Stadt zu züchtigen , und die von ihr unterdrückt werden , zu schirmen . Ich habe zu ihm gesagt : ich ziehe mit dir . Und wenn das Wunderbare geschähe , daß von meinem Volke keiner mit mir ginge , so würden die Menschen sagen , Böhmen hat noch einen Ritter , den König . Und wenn manche mit mir ziehen , so sind sie in ihrem Rechte , wie ich in meinem Rechte bin , und ich verleihe ihnen aus meinem Eigentume jede Zier der Ehre und Mittel . Und die in der Heimat bleiben , tun auch nach ihrem Rechte und ihrer Pflicht . Es werden auch solche sein , die mit Frauentändeleien und Muße zufrieden sind , diese mögen sicher unter meinem Frieden in ihrem Hause sitzen . Endlich spreche ich noch von einem . Bozebor hat gesagt : Wer zu solchen Dingen den Rat gegeben hat , der verdiene an das Kreuz geschlagen zu werden . Ich sage euch : es ist niemand da , der an das Kreuz geschlagen werden könnte . Ich habe nach keines Menschen Rate gehandelt . « Nach diesen Worten setzte der König seine Haube auf das Haupt , und ließ sich auf seinen Sitz nieder . Im Saale aber riefen die Männer : » Wir ziehen , wir ziehen . « Dann wurde gerufen : » Heil , Ehre , Glück Wladislaw , dem großen und mächtigen Könige . « » Heil , Ehre , Glück Wladislaw , dem großen Könige « , riefen sie wieder . Da stand Witiko von seinem Sitze auf . » Hört Witiko « , riefen Stimmen . » Hört Witiko « , rief Predbor . Und als es nach und nach stiller geworden war , sprach Witiko : » Ich rede noch von einem Dinge , das bei den Menschen groß und erhaben ist , und über ihre Länder und ihr Leben hinaus reicht , von dem Ruhme . Wenn ein Mann das Höchste tut , das preiswürdig ist , wenn viele Männer , wenn ganze Völker das Höchste tun : so kömmt es in den Mund der Menschen , sie erzählen es , sie preisen es , einer sagt es dem andern , und wieder sagt es einer dem andern , und dann kömmt es in die Lieder , und die Lieder und die Erzählungen tönen in allen Zungen der Völker , und die das Große getan haben , sind in der Liebe und Bewunderung der Menschen , und ihre Ehre und ihre Macht wächst gegen die Wolken empor . Und die Menschen haben die Kunst erfunden , ihre Worte in Buchstaben zu legen , die dauern , und durch diese Erfindung und durch das , was noch erfunden werden wird , lebt der Ruhm fort , wenn die , welche Großes verübt haben , längst schon vor dem Throne Gottes sind . So haben schon Männer vor uns aufgeschrieben , was geschehen ist , und so schreiben Männer jetzt auf , was geschieht . Und das wirkt in die Zeiten ; denn die Worte sind so mächtig , daß sie alles bewegen , wie das feste Recht der Taten die Menschheit gestaltet . Das Wort ist stärker als die Wurfschleuder , und die Mäßigung besiegt den Erdkreis . Wenn wir nach Italien gehen , so sind wir in einem Lande , auf welches die Völker schon in den ältesten Zeiten geschaut haben , als das größte Reich der Welt von Italien ausgegangen ist , und auf das jetzt die Völker schauen , weil dort der Herrscher aller christlichen Seelen seinen Sitz hat . Und wenn wir in dem schönen Lande siegreich die Ordnung und das Recht wieder einführen geholfen haben , und der Übermut zu unsern Füßen geworfen ist , so kömmt unser Land in die Erzählungen von weiten Völkern , weil es vor weiten Völkern gehandelt hat , und es kömmt in die Lieder und Schriften , und durch sie in die folgenden Zeiten , und unser Volk ist geachtet und stark unter den Völkern . Und daß es geachtet und stark bleibe , müssen wir einig sein , daß nicht jeder nach einem andern Sinne geht . Wären die Christen unseres Weltteiles gegen die Ungläubigen einig , und stünde das griechische Reich aufrichtig zu uns , so wäre das Land Jerusalem , das noch heiliger ist als Italien , gesichert bei den Gläubigen , während