, un eeten ock bi uns , hier möötst du ock leeben . « » Ne , Albert , ick kann nich . « 116 » Denn amüsier di hier so good as angeiht . Ick reis . « Und ich reiste wirtlich . Am Abend vorher , als wir schlafen gingen – der Schmiedegeselle schnarchte schon – legte Korl Lorensen mir plötzlich seine Hand auf die Schulter . » Albert , ick hew en Bitt . Wann du so ganz tofällig mal in Dobbers ' Laden kummst un lütt Pine is dorinnen , gröt se von mi un segg ehr , mi ging dat good ; un wenn oll Mudder Dobbers grad nich bi is , giv er dat . « Er hielt mir ein kleines Päckchen hin mit der zitternden Rechten und sah dabei dunkelrot aus . » Willst auch woll , Albert ? « » Ja , Korl , wat en Frag ! Natürlich will ick . Un nu segg doch man drist , se is din Leewste , wat deist du denn so heimlich dormit , wi sünd doch olle Frünn ? « » Je , Albert , se hett mi ja verbaden , ick sall davon nich snacken , un nu swig man heil still , Albert , doo mi de Leew . Wenn allens in de Richt is , vortell ick di den ganzen Stremel . « » Na good , min olle Jung , dann giv man her den Leewsbreef , ick will em woll bestellen . Ob ick von din Leewsgeschichten weet oder nich – de Hauptsaak is , dat de Deern di good is un di treu bliwt . « Er sah mich an statt einer Antwort , und da lag so allerhand in seinen Augen – Zorn , weil ich zu zweifeln wagte an dem geliebten Mädchen , und zugleich ein stummes Zugeständnis , daß auch er sich verzehre in Zweifel und Bangen , und so eine heiße schweigende Sehnsucht . » Korl , Korl , « sagte ich mitleidig , » ick wull , de Deern wär ' di erst in ' n paar Jahren för Ogen kamen ; se zehrt an di un makt di elend , wo du doch die Kraft un Besinnung so nödig hest för din Studium . « » Nee , Albert , « erwiderte er , » ahn den Gedanken an ehr – nee , se allein helpt mi över dit Hungerleben . « Er brachte mich am anderen Morgen auf den Bahnhof , und ich meine noch immer seine Augen zu sehen , mit denen er mir nachschaute , so voll brennender Sehnsucht und Traurigkeit . 119 Ja , Winachn to Huus ! Ich brauch ' s nicht zu beschreiben . Wer jemals aus der Fremde heimgereist ist zu diesem Freudenfest , wer je ünnern Dannenboom seten hett mit Öllern un Geswistern un gestrakt un geküßt un verhätschelt worden is , wem Mudder de beßten Stück op den Toller legt hatt , den Karpenkopp un de Gauskülen , un em en ollen leewen Jungen nennt hatt – der weiß es , wie wunderschön es tut , aber ich bin ja nicht die Hauptperson , das ist vielmehr mein oll Korl Lorensen . Am Tag vor dem Fest ging ich in aller Morgenfrühe über den Markt und wartete , bis der Bäckerladen geöffnet wurde und Pine Dobbers ihr Feinbrot und Rosinenklöben und Winachskauken verkaufen würde . Es dauerte denn auch nicht lange , da kam ein Bäckergesell heraus , flötete irgend ein Lied in die kalte Luft hinaus und schlug die Läden zurück , und richtig – durch die Scheiben sah ich Pine Dobbers im erleuchteten Gewölbe stehen , propper as ne widde Duw , und auf ihre Kunden warten . Der große schlanke Mensch ging wieder ins Haus , und nun wollte ich rasch hinterher , um Pine zu sprechen , denn Käufer waren noch nicht da , – der Geselle mochte jetzt in der Backstube sein und ich hatte also Hoffnung , sie allein zu finden . Aber im Begriff einzutreten , sah ich den hübschen Kerl mit turnerischer Gewandtheit über den Ladentisch springen , die lütt Pine umfassen und küssen , ja küssen , aber so hartlich und nachdrücklich : und sie hielt so still bei und lächelte ebenso spitzbübisch und mit denselben Grübchen , wie sie meinen armen Korl damals angelächelt hatte . Mit einem Satz war ich drinnen , und auf den Tisch klopfend , jagte ich die beiden mit den Worten auseinander : » Gooden Morgen , Pine Dobbers , ick bitt veelmal um Entschuldigung , wenn ick stör , ober ick hew Il . « Wie ein Blitz war der weiße Junge verschwunden , und sie starrte mich aus leichenblassem Gesicht an , zitternd und schuldbewußt . 120 » O Gott – o Gott , Herr Seeberg ! « stammelte sie . » Ja , Se warn mi woll nich vermauden , Pine Dobbers ? Na , da geben ' s mi förn Sösling Tweebackens , denn dat , wat ick hebben wull von Se , dat is jawoll nu all utverköft ? « » Ich weiß nicht , was Sie meinen , Herr Seeberg , « sagte sie noch immer fassungslos . » O , ick wollt ' man bloß en Gruß för meinen Freund Korl Lorensen mitnehmen un wull Se wat tostellen . Aber ick meen , Ehr Gruß , Pine Dobbers , künnt licht en büschen Nachgesmack von Mehl und Sirup hebben , un ick meen , de Breif hier von Korl Lorensen un wat sünst is in den lütten Paket , dat kann Se nich mehr interessieren . So – un nu geben ' s mi de Tweebackens un denn Adjüs ! Un ick denk , dat Korl , so Gott will , eines Dags över lachen kann , över Se , Pine Dobbers , un Ehr groote Treue un Toverläßlichkeit . Un gröten Se Ehrn Deegappen un seggen ' s em