, rüstet eure Männer , daß die größte Bereitschaft ist , wenn sie notwendig wird . Vielleicht vermeiden wir so den Krieg . Ein Gericht über diese Gewalttat werde ich halten , und den Spruch den Fürsten und den Schuldigen verkündigen lassen . Über die Sünde wird der Heilige Vater richten . Halten wir die Kraft und die Gerechtigkeit und die Mäßigkeit aufrecht , daß aus dem Bösen das Gute werde . « » Hoher Herr « , sagte Bolemil , » lasse einen alten Mann noch ein Wort sprechen . « » Rede , Bolemil « , sagte der Herzog . » Wenn etwas gefunden werden kann , das der Sache zu Rechte ist « , sprach Bolemil , » ohne daß es Rache wird , so wäre es gut . Wenn auf die Rache die Rache geübt wird , so wird auf die zweite Rache die dritte geübt , und jede wird bitterer , und auf die dritte die vierte , und das geht fort , bis alle , die in diesem Saale sind , nicht mehr leben , bis ihre Enkel und die Enkel der Enkel nicht mehr leben . So ist es die Zeiten her gewesen , und so wird es sein . Zu allem aber , was not tut , rüsten wir uns . « » Wir rüsten uns « , riefen die Männer . » So tun wir es , und benützen wir die Zeit des Winters « , sagte der Herzog , » und jeder der Herren und Männer , die in dieser Zeit zu unserem Rate kommen wollen , wird uns eine Ehre erweisen , und einen Dienst tun . « Darauf ging die Versammlung aus einander . Witiko ritt wieder in seine Heimat , verkündete dort , was geschehen ist , rüstete seine Männer , und rief die Männer des Waldes auf , bereit zu sein , wenn sie zu der Sache des Herzoges stehen wollten . Indessen ließ der Herzog immer genauere Kundschaft über das , was geschehen ist , einbringen , damit alles geordnet wäre , wenn die Männer des Gerichtes zusammen gerufen würden . Da die Krankheit des Bischofes Zdik milder wurde , ließ ihn der Herzog nach Prag bringen , und dort pflegen . Als der Frühling kam , konnte er seine Reise zu dem Heiligen Vater wieder beginnen . Er zog mit dem Kardinal Guido und mit Daniel , dem Propste von Prag , gegen Italien . Sie gelangten an den Hof des heiligen Vaters Eugenius nach Viterbo . Der Heilige Vater sprach in der Kirche den Bann über Konrad , Wratislaw , Diepold und ihre Helfer aus . Er sendete ein Schreiben an den Herzog Wladislaw mit kirchlichem Lobe des Herzoges und der Herzogin und mit dem Auftrage , den Bann zu verkündigen , und mit Macht zu vollführen . Der Bann wurde verkündiget . Der Herzog sendete in alle Teile der Länder Botschaft , daß die Männer bereit seien , den Bann in Wirklichkeit zu bringen . Er schickte auch Boten an Diepold , und ließ ihn bitten , nach Prag zu kommen . Diepold kam . Er wurde zu dem Herzoge und der Herzogin geführt . Er fiel vor beiden auf die Knie , faßte eine Hand des Herzogs und eine Hand der Herzogin , und sprach nicht . Der Herzog sprach : » Deine Augen sehen wieder auf unsere Angesichter , und unsere Augen sehen auf dein Angesicht , Diepold . « » Du hast gesagt « , sprach Diepold , » als du mir die Verteidigung von Prag übertrugest : Du wirst eher das Leben lassen , als deine Ehre und deinen Ruhm auf dieser Erde und deine Seligkeit im Himmel . Wie kann ich nun in dein Angesicht schauen , und in das der Frau , die dazumal als ein Krieger an meiner Seite gestanden ist ? « » Diepold , erhebe dich « , sagte der Herzog . » Ich kann es nicht « , rief Diepold . Die Herzogin beugte sich zu Diepold , faßte mit ihrer andern Hand auch noch nach ihm , und zog ihn empor . Er stand vor dem Herzoge und der Herzogin . » Diepold , du Glanz der Männer « , sagte der Herzog . » Wie ich es tun konnte ? « antwortete Diepold . » Es war Streit mit dem Bischofe über Höfe und Liegenschaften , mir zitterte das Herz , daß du , den ich so liebte , ihn vorzogest . Da kamen die Zwischenträger , und die Ohrenbelagerer , und die zwei Fürsten sagten : er hat den Bann schon einmal über uns gebracht , jetzt geht er nach Italien , und wird den Bann wieder über uns und über dich bringen . Wir müssen ihn fangen , daß er uns Gewähr gibt . Und ich willigte ein . Wir fingen ihn nicht , und es geschah Übles . « » Weshalb wurde der Morenhof angezündet ? « fragte Wladislaw . » Sie sagten , jetzt werde der Bischof aus dem Feuer fliehen , und wir können ihn fangen « , antwortete Diepold . » Wenn er aber im Feuer umgekommen wäre ? « fragte Wladislaw . » Ich weiß es nicht , ob einer die Absicht gehabt hat « , sagte Diepold ; » aber als ich den Brand tadelte , sprach ein jeder , er habe den Befehl nicht gegeben ; aber der Bischof werde jetzt kommen . Mich faßte Abscheu . « » Ich wußte es « , sagte die Herzogin . » Und nun ist alles so geworden « , sprach Diepold . » Wußtet ihr alle denn nicht , daß ein erzwungenes Versprechen nicht bindet ? « fragte der Herzog . » Ihr durftet den hochehrwürdigen Bischof nicht fangen , um von ihm etwas zu erreichen , so wie ich keinen von euch fangen ließ , um ihn nach Prag zu bringen . Ich habe nur jeden gerufen . « » Ich war