keine Nachricht von ihm zurück . Da ging ich zu der Stelle , wo ich den hochehrwürdigen Bischof fortgehen geheißen hatte . Wir fanden die Spur eines einzelnen Mannes , und gingen ihr nach . Wir kamen nach einer Zeit in ein Gebüsch . Dort verwirrte sich die Spur . Wir sahen Tritte von einer andern Seite gegen das Gebüsch hin , sahen im Gebüsche viele Tritte , und dann von ihm weg Tritte von zweien oder mehreren Männern . Wir gingen den Tritten nach . Sie führten endlich auf einen Pfad , und waren nicht mehr zu erkennen . Wir suchten nun Häuser auf , um Nahrung zu erhalten . Ich forschte dann täglich nach dem hochehrwürdigen Bischofe . Am fünften Tage erhielt ich die Nachricht , ein hoher Herr sei krank in Leitomysl . Der Herr habe aber die Kleider eines Bauers gehabt . Ich ritt nach Leitomysl . Es war der hochehrwürdige Bischof Zdik , der dort krank war . Er konnte damals noch erzählen , und sagte , daß er sich in einem Gebüsche versteckt habe , daß er große Kälte gelitten habe , daß ein Bauer in das Gebüsch gekommen sei , daß ihm der Bauer einen Teil seines Gewandes gegeben , und daß er ihn dann auf abseitigen Pfaden nach Leitomysl geführt habe . Dort sei er krank geworden , und könne nicht weiter reisen . Er ist aber noch schwerer krank geworden , und hat sein Bewußtsein verloren . Ich sendete Botschaft an den hohen Herzog Wladislaw . Der hohe Herzog schickte zwei Ärzte nach Leitomysl , daß sie den Kranken nach Prag brächten . Er konnte aber nicht fortgebracht werden , und die Ärzte blieben bei ihm . Ich ritt nach Prag , um dem erlauchten Herzoge die genaue Nachricht über das , was sich ereignet hatte , zu bringen . Der hochehrwürdige Bischof ist noch in Leitomysl in schwerer Krankheit befangen . So habe ich die Dinge gesehen und gehört , und so habe ich sie geredet . « Er setzte sich nach diesen Worten wieder nieder . Da sprach der Herzog : » Es sind noch die Männer Hugo , Hroznata , Kunes , Sulislaw und Wot bei dem Überfalle gewesen . Von dem hochehrwürdigen Bischofe wissen wir noch nicht , ob er in dieser Krankheit am Leben bleiben werde oder nicht . Wir haben über alles Kundschaft holen lassen , und es ist so , wie der Herzog Otto gesagt hat . Nun sprich noch , was ist mit dem Manne geschehen , den du gefangen hast ? « » Ich habe ihn frei gelassen , weil er die Wahrheit gesagt hat « , antwortete Otto . » Die Gefäße waren aus der Habschaft des hochehrwürdigen Bischofes , und sind jetzt bei ihm in Leitomysl . « Als er diese Worte geredet hatte , rief Odolen mit lauter Stimme : » Und wenn es zehentausendmal unziemlich ist , daß ich jetzt rede , der ich zu den jüngeren und Geringeren gehöre , so muß ich reden , weil ich nicht anders kann , so wahr mir Gott in meinem letzten Hauche gnädig sein wolle . Sitzen wir ungesäumt auf die Pferde , so viel wir nur Männer aufbringen können , reiten wir nach Znaim , und hängen wir den eidbrüchigen , ehrvergessenen , gewissenabtrünnigen Konrad auf die Zinnen seines Schlosses , und reiten wir dann nach Brünn , und hängen Wratislaw , der alles ist , was Konrad ist , auf den höchsten Turm der Stadt , und die Helfer lasse erschlagen , und in eine Grube werfen . Die Räuber und Diebe , die Menschen überfallen , und Kasten erbrechen , sind ehrlicher , als diese . « » Und Diepold ? « fragte der Herzog . » Der tapfere , gute Diepold ist gar nicht dabei gewesen « , rief Odolen . » Er ist dabei gewesen « , sagte Wladislaw , » er hat es gestanden . « » Dann haben sie ihm Zauberei gegeben , daß er aberwitzig geworden ist « , rief Odolen . » Gegen diese Menschen muß das Äußerste unternommen werden « , rief Welislaw . » Der Himmel wird eine Strafe auf sie senden , die wir gar nicht ahnen können « , sagte Otto , der Bischof von Prag . » Ich habe an Diepold Botschaft geschickt , daß er komme « , sprach der Herzog , » er ist aber nicht gekommen . Dann habe ich Konrad und Wratislaw aufgefordert , sich zu verantworten , und sie haben es nicht getan . « » Mit welchem Rechte kann nun noch einer dieser Gebieter den Dieb , den Räuber , den Mörder strafen ? « sagte Gezo , der Abt von Strahow . » Das schreit bis zu dem Himmel « , sprach Peter , der Abt von Brewnow . » Sie werden es Kriegführung gegen den Bischof nennen « , sprach Daniel , der Propst von Prag . » Das Maß mußte voll werden , wie es allemal voll geworden ist « , sagte der alte Bolemil . » Ich meine , es werden sich alle Umstände ergründen lassen , und dann muß ein Gericht gehalten werden « , sagte Lubomir . » Es wird der hocherlauchte Herzog das Gericht halten « , sprach Witiko , » und der heilige Vater wird auf die Handlung der Herzoge antworten ; Konrad und Wratislaw haben das heilige Gelöbnis der Buße und Genugtuung , das den Bann von ihnen nahm , gebrochen . « Nun sprach der Herzog : » Hohe Herren und Freunde , ich habe euch die Kunde mitteilen lassen , und ihr habt gehört , was geschehen ist . Gegen das Recht des Herzoges hat keiner der Fürsten die Waffen erhoben . Ihre Sünde gegen den hochehrwürdigen Bischof und gegen die Kirche aber ist groß . Es ist jetzt noch nicht an dem , daß ein Krieg geführt werde ; aber ich rüste mich , und ich bitte euch