arme Güatlerin bi , des sell macht da gar nix aus . Vielleicht hon i mehra Derbarma mit dir als an anderne . « » I dank da schö . Ja , is scho recht . « Und er drehte ihr den Rücken zu . Aber die Asamin war darüber nicht traurig , sie schaute links und rechts , ob die Gespräche noch am Fließen waren ; und wie sie das mit Befriedigung sah , faßte sie wiederum den Schwager am Ellenbogen . » Was hoscht denn ? « » Du , hat d ' Kathi gar it dergleich ' n to , daß sie ihre Verwandt ' n a bissel was zuakemma laßt ? « » Na , gar nix . « » Koan Pfennig it ? « » Na , sag i. « » Sollt ' st nacha scho du a wengl was toa , daß mi liaba bet ' dafür . « » Bal ' s d ' net gern bet ' st , laßt d ' as bleib ' n. « » Sie no net glei a so gach . Mi sagt ja grad , weil ' s a guat ' s Werk waar , wann mi an arma Menschen was gab . « » Du hoscht ihra Lebzeit ' n gnua kriagt , und hoscht as do bloß vabutzt . « » I ? « » Ja , du ! Und jetz laß mi mei Ruah ! « » Jetz da muaß i lacha . Wos hon denn i kriagt von ihr ? « » I red nix mehr . « Der Schormayer war ein weniges aus seiner allertiefsten Trübseligkeit gerissen und zeigte seiner Schwägerin die breite Seite . » Luada ! « brummte er vor sich hin und trank einmal . Die Asamin gab viel und doch nicht alles verloren ; sie wartete etliche Zeit , bis nach ihrer Meinung die Trauer wieder oben auf schwamm . Dann kriegte sie den Wittiber noch mal am Ärmel . » Ja Herrgott ... ! « » Geh ! Muaßt it a so sei ! I sag nix mehr von an Geld ! « » Du kriagst scho koans . « » Dös san mi arma Leut g ' wohnt . Aba , paß auf , den brauna Rock von ihr und den Spensa kunnt ' st ma do scho geb ' n. « » Wos für an brauna Spensa ? « fragte mit einmal Ursula , und fragte es sehr scharf . 187 ; I ho do mit dir it g ' red ' t. « » Na , aba an Vata tat ' st o ' betteln und schamst dir gor it . « » Dös is it bettelt , bal mi fragt ! « » Dei Frag ' n kenn i scho , und schama tuast di du gor it . Möcht sie ' s G ' wand vo da Muatta ! « » Was waar ' s nacha , bal mi an Spensa kriagat ? Hoscht du it gnua Sach ? Is dös it da Brauch , daß mi an Verwandt ' n was gibt ? Da möcht i scho von Betteln sag ' n und ' s Mäu recht aufreiß ' n , als wenn sie koan Schwesta net g ' wen waar von mi und ' s Bet ' n net aa braucha kunnt ! « Die Asamin deckte ihren Rückzug tapfer und gut , wie ein jeder sagen mußte , aber sie mußte eben doch zurückweichen und von allen Angriffen abstehen . Sie saß wieder am untern Ende des Tisches und blieb von den flinken Augen der Ursula bewacht , so daß kein lautes Gespräch mehr für sie eine neue Gelegenheit gab . » Und jetz geh i , « sagte der Schormayer bald darauf und stand auf . » I geh mit dir , Vata , « rief der Lenz . » Na , du bleibst do , und de andern aa . I find alloa ' hoam , und koan Unterhaltung brauch i net . S ' Good beinand ! « Er schwankte etwas und hatte in Kümmernis und Nachdenken mehr Bier getrunken , als mancher Fröhliche ertragen könnte ; aber die Türe erreichte er doch in einer mäßigen Bogenlinie . Die Trauerversammlung rief ihm Grüße nach und hielt wieder eine Zeitlang Betrachtungen ab über die Schormayerin und ihr schnelles Sterben und über den Tod im allgemeinen . » Es is wirkli hart für eahm , « sagte die Fischerbäuerin , » und bal mi ' s recht sagt , is er z ' alt zu ' n no mal Heiret ' n und z ' jung zu ' n Aufhör ' n. « Die Schneiderin rückte näher zu ihr und wisperte leise , daß es die Mannsbilder nicht hören sollten : » Überhaupts sag i dös : bei dem Alter is besser , wann da Mo z ' erscht stirbt , weil si inseroans leichter in d ' Ruah gibt . « » Da hoscht amal recht , und des sell is no allemal wahr g ' wen , wie ma sagt : bal inser Herrgott an Hanswurst ' n hamm will , laßt er oan mit fufz ' g Jahr Wittiber wer ' n. « Die Fischerin sah die Schneiderin bedeutsam an , und sie nickten mit den Köpfen und waren sich einige darüber . Zweites Kapitel Der Schormayer trat tiefe Löcher in die weiche Dorfgasse , wie er jetzt an dem trübseligen Herbstnachmittage heimging , aber er achtete nicht auf den glucksenden Lehm , der ihm an den Stiefeln hängen blieb . Wenn er vom Wege abkam und beinahe knietief in den Schmutz trat , fluchte er still und lenkte in die Mitte der Straße ein , aber bald zog es ihn wieder links oder rechts an einen Zaun , und er blieb stehen und brummte vor sich hin : » Nix mehr is ; gar nix mehr . « » Himmelherrgott ! « sagte