ein guter und treuer Knecht , aber Du weißt nicht , was es gilt . Ich muß dabei sein , wenn er aufwacht . « » Kann mir wohl denken warum . Ich habe nichts mit der Wäsche zu thun . « » Casper , ich bin Deine Frau , wollte sagen Deines Herrn Frau . Du wirst doch nicht - « » Plaudern werd ' ich nicht , was mich nichts angeht , und wenn er ' s merkt , nun da mag jeder sorgen , den ' s trifft , aber - « » Meinst Du , ob er poltern wird , oder - « » I nu , Gestrenge , das kommt darauf an . Trank er zuletzt süßen , dann geht ' s ; aber Landwein , dann ist ' s schlimmer , besonders von dem dicken aus Stettin . Wenn das Gewürz im Blut zurückschlägt ! Recken und strecken muß er sich allemal ein Bischen , und da muß ihm Keiner in den Wurf kommen , der es nicht versteht . Ich fühl ' s immer gleich am ersten Schlag , ob er nur verdrießlich ist oder ein Gewitter losgeht . Das ist nun meine Sache allein , gestrenge Frau und dabei thun Weiber niemals gut . « Unten schien es zu gewittern , ein Schlag oder Klang war ' s , der die Aufmerksamkeit der Hausfrau in Anspruch nahm . Während Casper wieder unbekümmert an seinen Käse und Rettig ging , hatte sie sich über das Treppengeländer gelehnt . Der Dechant kam herauf , etwas geröthet im Gesichte , schneller als seine Art war . Das Zusammentreffen mit der Edelfrau schien ihm nicht ganz angenehm ; die eine Hand fuhr schnell unter sein Habit . » Ihr habt wieder gespielt ! « Der Geistliche zuckte die Achseln . » Und gewonnen ? « » Kann ich dafür ! « » Die toben nun . « » Laßt die Heiden toben , ich that ' s ja nur aus Gefälligkeit . « » Das ist ' ne Aufführung , das ist ' ne Wirtschaft ! Und ein Geistlicher dazu ! Was soll das Gesinde dazu sagen ! Im Freien , nun ja zum Zeitvertreib , im Lager , da hab ' ich ein Auge zugedrückt . Aber Ihr wißt , daß ich im Schlosse ein für alle Mal - « » In Ihrem Schlosse sollen doch meiner gütigen Wirthin edle Gäste nicht über Langeweile klagen . Die Frau war fort , der Herr kam nicht , verwundert sich da meine Frau von Bredow , daß der Gast sich selbst nach einer Unterhaltung umsah . Billigen , was er that , ei behüte , daß mir das in den Sinn käme , aber er ist den Leidenschaften unterworfen , gleich uns allen . Ich für meine Person hätte auf einen Dank gerechnet , nicht auf einen zornigen Blick , noch weniger - « » Ich darauf , daß mein Beichtvater meine Gäste ausziehen sollte . « » Ausziehen ! Ei , was ein harter Ausdruck aus so freundlichem Munde ! Ist der ein Räuber , der wider Willen annimmt , was man ihm aufdringt ? Ich sehe auch darin - « » Nur nicht wieder einen Fingerzeig . Den lieben Gott laßt mir beim Spiele aus dem Spiel . Das sage ich Euch . Gebt dem Teufel , was des Teufels ; Ihr werdet Euch schon mit ihm vertragen . Aber macht ' nen Knoten in Eure glatte Zunge , wenn Ihr krumm gerade reden wollt . Denen ist ' s schon recht , i ja , auch dem Herrn von Lindenberg , Satan steckt auch in ihm , wenn er sein glatt Kleid verrückt ; wär ' s nur nicht bei uns geschehen . Aber - « Dem Dechanten war es gelungen , seine Hand frei zu machen ; vermutlich war der Beutel , der dem Herrn von Lindenberg vorhin gehört , in seine Tasche sacht geglitten . Er hob seinen Arm . » Frau von Bredow spricht nur meine Gedanken aus . Es nimmt ' s , ich sage nicht der Herr , aber das launische Glück denen oft , was sie nicht zu nutzen verstehen , um es denen zu geben , die einen besseren Gebrauch davon zu machen wissen . Als ich so wider meinen Willen an das böse Brett gerissen ward , dacht ich im Stillen , wie das Altartuch in unserem Chor wohl eine neue Verbrämung verdient . Wenn nun von dem sündigen Golde durch den Zufall , sei es mir erlaubt , so zu sprechen , in dDeine Hände fiele , ei Du könntest schöne Goldfranzen dafür in Magdeburg einlösen , das dachte ich . Ich sage nicht , daß das eine Eingebung war , behüte mich vor jeder Lästerung , aber es ist doch sonderbar , daß immer , wenn ich an die Franzen dachte , der Wurf mir gelang . « » Glückliche Reise , ehrwürdiger Herr . Seht Euch nur in Magdeburg vor , das die Franzen echt sind . Kaufleute und Goldsticker betrügen gern . « » Ich habe seitdem anders gedacht . Das Jungfrauenkloster unserer lieben Frauen bei Spandow ist schlecht ausgestattet . Wenn wir unser liebes Fräulein Agnes dahin brächten , und zu Ehren der heiligen Agnes einen Altar stifteten , würde das ein gefälliger Dienst sein , sowohl für die Heilige , da wir eine gnädige Fürsprecherin im Himmel gewönnen , als auch für die Familie . Die Arnims , die Bardeleben , die Jagows , auch die Kerkows haben da großen Einfluß , die Bredows zur Zeit nur geringen . Und Eure Vettern in Friesack rühren sich für uns , wie Ihr am besten wißt , nicht viel . Ein kleiner , mäßiger Altar nur ; ich habe es so überschlagen , Silberstickerei , ein Crucifix von Messing , die heilige Agnes kann ein Maler conterfein , der bei uns im Schuldthurm sitzt ; der arme Schlucker ist mit wenigem zufrieden