ein sehr edles Geschlecht « , sagte Diwis , » und Bertha wird nicht minder sein als die Frauen dieses Geschlechts . « » Ich kenne Heinrich von Jugelbach schon lange « , sagte Bartholomäus , » und freue mich , daß Witiko seine Tochter zur Ehegemahlin erhalten hat . « » Möge Witiko , der gut ist , so empor blühen , wie der Stamm der Jugelbach , den ich lange kenne , blüht « , sagte Preda , » und mögen beide Stämme in die Zeiten hinein mächtig und stark sein . « Und alle sagten nun Witiko und Bertha Glück , und sprachen Segen aus . Witiko und Bertha dankten . Die Frauen sprachen mancherlei mit Bertha , und Bertha antwortete ihnen . » Ich komme sehr bald zu euch « , sagte Welislaw . » So komme « , entgegnete Witiko . Als die Gespräche zu Ende waren , sagte der Herzog : » Und so bitte ich alle , die hier sind , am vierten Tage von heute mit mir mein Brod an meinem Tische zu essen . « Alle verabschiedeten sich hierauf , und verließen den Saal . Witiko suchte an diesem Tage noch Benno , und da er ihn gefunden hatte , führte er ihn zu Bertha . Sie sprachen von vielerlei Dingen , und beschlossen recht oft zusammen zu kommen . Witiko ging mit Bertha zu Herren und Freunden , welche Gattinnen hatten , und diese kamen wieder zu Witiko und Bertha . Die unvermählt waren , kamen , und brachten Grüße dar . Bei dem Mahle des Herzoges hatte Bertha ein Gewand aus dem roten Sammet , der in einem Kästchen der Hausgaben des Herzogs und der Herzogin gewesen war . Witiko und Bertha sahen und betrachteten in der Stadt Prag alles , was würdig war , gesehen und betrachtet zu werden . In der Kirche des Wysehrad beteten sie an den Gräbern Sobeslaws und Adelheids und an den Gräbern der Eltern Sobeslaws , des Königs Wratislaw und der Königin Swatawa . Welislaw zeigte ihnen die alte Burg , und bewirtete sie in derselben . Als die Zeit heran nahete , in der sie Prag verlassen wollten , ging Witiko noch einmal zu dem Herzoge . Der Herzog sprach zu ihm : » Gehabe dich wohl , Witiko . Der hocherhabene Kardinal Guido hat sehr vieles gewirkt . Es ist nun in den kirchlichen Dingen eine Ordnung und Festigkeit , in die Männer der Kirche kömmt eine Anständigkeit und eine Sitte , und die Frömmigkeit und Reinigkeit wird folgen . Der Bund ist also größer geworden , wie du einmal gesagt hast . Aber er muß erst reifen . Was auch geschieht , wenn der Kardinal die Länder verlassen hat , so müssen wir alle durch Umsicht trachten , daß der Bund gedeihe . Und du , Witiko , wirst gewiß nicht der letzte sein . Achte der Zeichen . Und wenn der Bund endlich gefestigt ist , dann kann erst das Größere kommen . « » Ich werde zu tun streben , was recht und nach deinem Sinne ist « , sagte Witiko . » Ich weiß es « , antwortete der Herzog , » und ziehe mit Glück in die Burg deines Waldes . « Witiko verabschiedete sich , und am anderen Tage ging sein Zug von Prag weg dem Mittage des Landes zu . Fünf Tage nach ihm kam auch Benno in das Witikohaus zurück . Witiko versammelte nun einmal in seinem Hause alle die Gäste , welche bei dem ersten Erdausheben zum Baue der Burg gewesen waren , wie bereits Lubomir gesagt hatte . Die Gäste betrachteten nun das Haus , da es fertig war , sehr genau , und wurden in alle Räume geführt . Und wie damals ein Mahl unter dem freien Himmel gewesen ist , so war jetzt eines in dem großen Saale , und es war so geordnet , wie Wentila es sonst bei ihrem Gatten in Pric geordnet hatte , und wie Bertha es in den Burgen des Stammes Jugelbach geordnet gesehen hatte . Dann zog Witiko mit Bertha an verschiedene Stellen des Waldes . Sie gingen nach Friedberg , in den Wangetschlag , zu den Häusern der unteren Moldau , in den oberen Plan , in die Glöckelberge und in die reiche Au . Überall wurde Bertha mit Feierlichkeiten empfangen , die Menschen riefen ihr Glück zu , und priesen ihre Schönheit . In der reichen Au sprach der alte Florian zu ihr : » Da ich Witiko vor langer Zeit als Wegkundiger durch den Wald hinein geführt hatte , und da wir auf der Stelle des heiligen Apostels Thomas gestanden waren , hatte Witiko gesagt : Hier sollte eine Königsburg stehen , und ich hatte geantwortet : Da könnte ein hoher Herr hausen . Und nun steht seine Burg auf der Stelle . Wer hätte das gedacht , und wer hätte gedacht , daß er die hochedle Bertha aus dem Hause , das in dem Walde steht , wo Mathias und Margaretha gewesen sind , als seine Ehegemahlin in seine Burg führen würde . Viel Glück , viel Segen in alle Zeit fort und fort . « » Ich danke dir , Florian « , sagte Bertha . » Komme zu uns in die Burg , und sieh , ob dort eigentlich eine Königsburg stehen sollte . Und wenn auch Margaretha und Mathias nicht mehr in dem Walde an der Mihel sind , so werden wir doch öfter in dem Waldhause meines Vaters sein , und es wird mich freuen , wenn ich dich wieder in jenem Walde sehe , wie ich dich früher gesehen habe . « » Weil ihr so gute Worte redet , hohe Frau « , entgegnete Florian , » so werde ich wohl in Eure Burg kommen . Ich bin ja sehr oft auf dem Platze des heiligen Thomas gestanden , und wenn auch Margaretha und Mathias nicht mehr in dem Walde an der Mihel