Denn der Semit dürstet nach » Vornehmheit « d.h. nach der äußeren Geltung derselben . Er beruhigt sich nur in seiner unersättlichen Eitelkeit , wenn er die übrige Welt zu seinen Füßen sieht . Daher zeigt er sich im Verkehr entweder selbstüberhebend dreist oder kriechend gegen den Mächtigeren , den er durch List besiegen möchte . Diese dem Judenthume eingeborenen Fehler müssen nun mal aus seiner früheren Abhängigkeit entschuldigt werden . Haftet doch im Grunde den meisten Menschen das Snobthum an . Auch besitzen die Juden eine Menge vortrefflicher Eigenschaften , welche für ihre weltkluge Streberei entschädigen , und dies zersetzende Element übt sogar einen wohlthätigen Einfluß aus auf die deutsche Michelei . Daß die unduldsame Eitelkeit dieses auserwählten Volkes natürlich jedes freie Wort in dieser Sache verpönen möchte , scheint halt auch nur eine verzeihliche Empfindlichkeit historischer Rückerinnerung . Gegen die Juden an sich hat man nur einen berechtigten Vorwurf : daß sie geschickter im Kampf ums Dasein zu strebern wissen und wie alle Orientalen kaltblütiger ( trotz scheinbarer aufgeregter Zappelei ) ihr Ziel im Auge halten , als der sanguinisch nervöse Germane . Aber wenn man an den Juden ihr protziges Snobthum tadeln möchte , so kann man dem sogenannten Adel oft nur uneingeschränkteste Verachtung widmen . Die Bauern auf dem Lande wissen ein Lied davon zu singen . Diese Junker unterstützen förmlich den Wucherer , auf daß er den produktiven Stand beraube . Sie verbinden sich mit Geschäftsleuten , ob Christen oder Juden , zu den schmutzigsten Gründungen und theilen den Raub mit ihnen ; sie decken ihnen den Rücken , falls sie in Verlegenheit kommen . Der selige Stroußberg , ein genialer Schwindler , nahm sich entschieden am auständigsten aus unter seinen hochvornehmen Compagnons , die er manchmal im Vorzimmer stundenlang bei Champagner warten ließ , weil er selbst ja diese schmutzigen Mit-Geldschinder der armen Leute als Müßiggänger verachtete . - Auf dem Lande haben die vielgeschmähten Juden immer versteckte Hintermänner , wenn es gilt , den Bauernstand zu untergraben . Dringt die Feudalaristokratie erst massenhaft in den Reichstag ein , so wird sie in geheimer Verbindung mit dem Jobberthum das Volk vollends zu Grunde richten . So werden die Produktivstände immer mehr ausgesogen und gedrückt , daher auch immer verbitterter . Während in den Städten die Socialdemokratie langsam und sicher vordringt , brütet auf dem Lande ein dumpfer Haß gegen diese conservativen Wappenschänder , die in den Plappermenten » verdammt schneidig , äh « ihre elenden Phrasen für Gott , König und Vaterland ableiern und daheim im Stillen ihre Procentchen berechnen . Die bodenlos gemeine Interessenpolitik der Parteien ruinirt systematisch , durch Concentrirung des Großkapitals in » Ringe « , das Bürger- und Bauernthum . Und dann wundern sich diese Blinden , wenn eines Tages ihnen das Haus überm Kopfe zusammenbirst , nachdem sie selbst seine unteren Grundpfeiler durchsägt . Der Krug geht so lange zu Wasser , bis er bricht . - Der Adel nützt die Parvenü-Sehnsucht der Juden nach adligem Umgang natürlich nach Kräften auch in » idealen « Gebieten aus . Auch der edle vornehme Graf Fridolin v. Scheckwitz bewirthete auf seiner Villa am Tegernsee den zufällig dort zur Sommerfrische weilenden Chefredacteur der » Berliner Tagesstimme « nebst vier Adjutanten desselben , und fraternisirte mit denselben auf Du und Du , um einigen Reklamerecensionen in der » Berliner Tagesstimme « einzuheimsen . Eine davon schrieb sogar Scheckwitzens eigener Sekretär . Es geschah dies mit unzweifelhaft idealer Absicht , damit doch ja die Intentionen des Dichters richtig gewürdigt würden , und wer könnte dieselben wohl besser verstehen , als des Dichters eigener Famulus ! - Wenn nun aber Scheckwitz , der jedem Adligen nachläuft und nur nach Umgang mit » Standesgenossen « giert und in gemeinstem Servilismus vor jeder Fürstlichkeit katzbuckelt , obschon er ultra-radikale Modeansichten in seinen Werken vertritt , und sogar unter durchsichtiger Maske seinen hochseligen Herrn satirisirte , um sich bei dessen Nachfolger einzuschmeicheln , - wenn nun aber Scheckwitz wegen seines intimen Villeggiatura-Verkehrs mit Doktor Bergmann von seinen » Standesgenossen « entsetzt interpellirt wurde : » Herr Gott , ich biett ' Sie , Graf ! Ein Mensch , der wegen Beleidigung des Fürsten Bismarck gesessen hat und sogar früher ausgewiesen wurde ! « - dann warf er naiv hin : » Aber , liebste Comtesse , ich brauche diese Juden ! Die Leute müssen halt über mich schreiben ! « So spielte er sich den » Standesgenossen « gegenüber als » Dichter « und den Litteraten gegenüber als » Kammerherr Graf Scheckwitz « auf . - Die am wenigst vornehmen Naturen findet man in der sogenannten Aristokratie . Krastinik spie verächtlich aus in der Erinnerung an so manchen pöbelhaften Kriecher oder Stallknecht mit ellenlangem Stammbaum . Solche Burschen verkaufen ihren » Namen « an die Tochter eines Geldfürsten , hauen die verheirathete Jüdin aus germanischer Ritterlichkeit , bringen ihr ganzes Vermögen durch und lassen die etwaigen Söhne ihre Mutter » das Portemonnaie « nennen . So handelt man wahrhaft standesgemäß , wie es sich für einen solchen Stand frecher Nichtsthuer im Größenwahn ihres Nichts am besten schickt . Die Juden , dies älteste Junkerthum Europas als geschlossene Kaste , sind eigentlich ideologisch-revolutionär angelegt . Darum nennt Renan die hebräischen Propheten mit Recht als Stammväter des Socialismus und Nihilismus . Die Juden stehen den Griechen ebenbürtig zur Seite . Bald siegt der Rationalismus des Hellenenthums , bald der düstre Pessimismus des Judenthums , das sich theilweise in Christi Lehre fortsetzt , In den Juden , einem kräftigen , unterdrückten Volke , lebt ein heißer Sinn für soziale Gerechtigkeit . Sie schufen sich einen eifrigen strengen Gott . Fiat justitia , pereat mundus ! Besser , die Welt geht zu Grunde , als das sie ohne Gerechtigkeit fortbesteht . Heut freilich hat der alles zersetzende Zeitgeist auch die Juden so depravirt , daß sie sogar den eigenthümlichen Größenwahn ihrer Race , immerhin ein Zeichen von Kraft , einbüßten . Sie schämen sich ihrer Väter und verachten den jüdischen Namen .