, schon hinreichend ist - mein guter Mann hat mir den Brief aus Ste . Roche mitgetheilt . « » O , mein Gott ! « rief Elmerice erschrocken , » wie viel stürmt auf Euch ein , arme , unglückliche Frau ! Faßt Euch doch nur , und sagt mir , ob ich Euch helfen , ob ich Euch dienen kann ! « » Ach , Elmerice , « sagte Madame St. Albans weinend - » versprich mir nur zuerst , daß Du mich nicht verlassen willst ; denke , wenn Du so zu Deiner Gräfin zurückkehrtest und ihr sagtest , ich hätte Dir das Haus verboten ! « » Denkt daran fürs Erste nicht , « erwiederte Elmerice , » wir haben Wichtigeres zu überlegen ; sagt mir , was Ihr beschlossen habt in Bezug auf jene Nachrichten . « » Was ich beschlossen habe ? « rief Madame St. Albans mit ihrer gewohnten Energie - » nun , was Anderes , mein Kind , als hinzureisen zu dieser armen verlassenen Mutter . « » Aber jetzt , in diesem Zustande von Schwäche , « entgegnete Elmerice - » wie werdet Ihr das aushalten , welchen Gefahren setzt Ihr Euch aus ! « - » Das ist Alles wahr , meine liebe Elmerice , aber darum kann ich doch nicht bleiben . Ich habe zwar Herrn St. Albans nicht abgehalten , zu dem guten Pater Ambrosius zu gehen und ihn in Rath zu nehmen , aber ich habe das nur zugelassen zu seiner Beruhigung - mein Entschluß steht fest , und kein Herr St. Albans , kein Pater Ambrosius wird mich abhalten , meine kindlichen Pflichten zu erfüllen . « - » So wird Euch doch wohl Herr St. Albans begleiten ? « fragte Elmerice gespannt . - » Herr St. Albans , mein Kind , kann mich nicht begleiten ; unsere Wirthschaft darf nicht ganz zu Grunde gehen - nein , nein , ich würde dies niemals leiden ! « » Nun , so nehmt mich denn mit , « rief Elmerice entschlossen - » ich will für Euch sorgen , ich will Euch pflegen und , so weit ich es vermag , unterstützen ; denn niemals kann ich zugeben , daß Ihr in diesem gefährlichen Zustande ohne andere Begleitung , als die eines Mädchens , reist . « Madame St. Albans schwieg einen Augenblick , dann breitete sie die Arme gegen Elmerice aus , und mit kurzem , heftigem Schluchzen sprach sie : » Komm ' her ! komm ' an meine Brust ! Du bist , weiß Gott , meiner Margarith echtes Kind ! So war sie auch - nie nachtragend , schnell versöhnt und dann zu jedem Liebesdienste bereit . Doch mitnehmen kann ich Dich leider nicht - wo ich hingehe , das ist ein höchst wunderlicher Ort , und für Dich kein Obdach zu finden - weiß ich doch kaum , ob meine arme , menschenscheue Mutter mich , die eigene Tochter , bei sich aufnehmen wird ; eine Fremde darf ihre Schwelle nie mehr betreten . « » Gut , « erwiederte Elmerice - » so werde ich in Eurer Nähe ein Obdach finden . - Es liegt ein Dorf bei dem Schlosse , es lebt ein Geistlicher dort - irgend wo , vielleicht selbst in einem andern Theile des Schlosses werde ich ein bescheidenes Unterkommen finden , und dann die Beruhigung genießen , mit Euch die am meisten zu fürchtende Hinreise gemacht zu haben und in Eurer Nähe zu sein , solltet Ihr , was Gott verhüte , Hülfe bedürfen . « - » Ach , mein Kind , das sind alles Opfer , denen Du nicht gewachsen bist ! Da könntest Du in Lagen kommen , aus denen ich Dich nicht einmal erlösen könnte , wärest Du erst einmal da . « - » O streitet nicht länger mit mir , « erwiederte Elmerice dringend - » ich bin eben so entschlossen , als Ihr selbst , und weiß , daß ich meinen Kräften besser vertrauen darf , als Ihr es annehmen wollt ; darum laßt uns jetzt an nichts denken , als wie wir so leicht und gut , wie möglich , diese nothwendige Reise einrichten wollen . « - » Da sei Gott für , daß ich Dich eben jetzt wieder beleidigen möchte , und an Deinem guten Willen zweifeln - ich bin ganz davon durchdrungen und füge mich , wenn Du darauf bestehst , in Deinen Beschluß . « » Nun , so laßt uns nicht säumen , genießt jetzt etwas der Ruhe , liebe Madame St. Albans , und laßt mich sorgen , daß ich Alles zur Abreise vorbereite . « » Ja , und zwar auf morgen früh , « sagte Madame St. Albans entschieden , » denn schwere , schwere Ahnungen beängstigen mich - ich will nicht zu spät kommen , was an mir liegt . « - Elmerice führte Madame St. Albans nach ihrem Schlafzimmer , und als sie für ihre Ruhe gesorgt , eilte sie , mit Marylone die nöthigen Anstalten zu verabreden . Herr St. Albans kehrte gegen Mittag mit Pater Ambrosius zurück , und Beiden blieb , dem energischen Willen der Kranken gegenüber , kein Mittel , als in ihre Abreise einzuwilligen . Dabei hob Madame St. Albans mit großem Lobe das Anerbieten der Miß Eton hervor , und so sehr Herr St. Albans auch vor der Größe dieses Opfers erschrak , fühlte er doch , welche Wohlthat es war ; erst von da an fügte er sich mit einiger Ruhe in diese bedrohende Reise . Obwohl das erste Zusammentreffen mit ihm und Miß Eton nicht ohne Verlegenheit blieb , traten dennoch die zunächst liegenden , so wichtigen Umstände bald so dringend hervor , um nicht jede andere Empfindung in den Hintergrund zu stellen . Es war keine kleine Arbeit , Madame St. Albans reisefertig zu machen , und alle ihre häuslichen Befürchtungen und Zweifel zu beseitigen . Es gehörte