er auf und gab mir die Hand : » Je , Albert , nu is dat so wid mit em – nu is he fort . « » I , Korl , dat kann noch allens good swarn . « » Nee , nee , Albert , de Doktor seggt , he is unheilbar , dat is Größenwahn , seggt he . « » Weerst du im Spittel , Korl ? « » Ja , aber to seihen heff ' k em nich krigt , un se bringen em morgen int Dullhaus . He meent je nu woll , he is Raffael sülben und hett de Sixtinische Madonna malt , so vertellte mi de Dokter . Ja , Albert , dat ' s doch ock man bloß so mit de Kunst , ick will man leewer bi Maadsen bliewen , dat ' s beter för mi , ' s künnt sünst ook so ' n End nehmen , mi is , als wär ick ock all dull . « » I nee , Korl , du mußt nich de Flint so gau in ' t Korn smiten . Hest nich noch ein Pat , Korl ? « » Ja , Hinrich Berendsen , aber de hett sülber kein Schilling . « » Hinrich Berendsen , de Schlafbaas ? « Korl nickte . » Ja , da hast du recht , de hett nix . « » Kein Sösling , Albert . « » Wenn ick man helpen künnt , Korl . « 100 » Nee , du kannst nich , aber ich dank di veelmal , Albert : ick hew kein Glück . « Der arme Jung ' ließ mich zu keiner rechten Freude kommen , und ich hätte mich doch wirklich freuen können , denn auch meine Mutter war , unter bitteren Tränen zwar und mit vielen » o Gott , o Gott , o Gott ! « doch emsig bemüht , mir eine kleine Ausstattung für die Fremde zu beschaffen . Sie ließ nicht etwa den » Snider « kommen und mir großherrlich Maß nehmen zu einem » püken « Anzug – o leewe Gott , nee – sie saß da und trennte den abgelegten Bürgerwehrrock von meinem guten Vater auseinander und wendete ihn höchst eigenhändig » up de anner Sid « , wo er noch ganz » nüdlich utsah « . Die Ärmel waren freilich zu kurz , aber dafür wußte Mutter Rat , indem sie ein paar » Upschläg « daran setzte » ut Sannft « von einem Spenzer meiner seligen Großmutter : en bütten rostig war er schon , aber mit Hilfe von etwas sauber und vorsichtig aufgebürsteter Tinte bemerkte man das gar nicht . Eine Weste ward ebenfalls umgewandt , un Mudder spendeerte nije Knöpp ' dran ; aber als alles so weit fertig war , fing der Kummer eigentlich erst an . » Ja , de Büx , Vadder , de Jung mutt doch en nije Büx hewen . « Vadder kratzt sich achter de Ohren und Mudder geiht ünner Seufzer un Tränen an ehr Sekretär und holt ehr lütte Sparbüß un nimmt twee Hamborger Duppelmark rut un seggt : » Dat Tüch kann ick allenfalls köpen , aber ick mutt sülben snidern . « » Min leewe Deern , « sagt Vater benaut , » du kannst doch keen Büx snidern ! « » Min leewe Mudder , du kannst doch als Froo keen Büx maken , « wende ich beängstigt ein und denke bei mir , wo dat woll utfallt ? Aber de olle goode Froo let sick nich irren . Als annern Dags Madam Mackens kam mit ehr Packen op den Puckel , wo allerhand Tüch un Bänner in waren , köfft min Mudder die nödige Anzahl Ellen Buckskin und snackt dabi ' n Strehmel mit de 101 Olsch , wat dat woll haltbar wär , un denn smit se dat Tüg op den Disch und seggt : » So , Kinners , nu kann ' t ja woll losgohn ; vörerst mutt ick aber ' n Munster hewen . « Un nu bringt min Swester Agnes en olle Büx von mi , un de b ' reit Mudder op den Disch ut . Danach snid se erst ' n Munster in Poppier , man blot en büschen vülliger , denn ick war da längst rutwussen . Un denn snid se bannig forsch in dat Tüch , dat min ollem Vadder de Ogen övergahn ob ehrn Maud . » Mudder , « sagte er koppschüttelnd , » da achterwarts kümmt mi de Büx höllisch small vör . « » O Gott bewohr , « röpt Mudder , » ick kenn em doch , he hett ja gar kein Achtergestell , de dumme Jung . « Un nu word probeerenshalber tosamenneiht , un as ick se antreck , is dat Ding richtig veel to eng un ick kann mi man mit Mäuh un Nood dat Hulen unnerdrücken . » Süh , süh ! « seggt Vadder un geiht so um mi herum mit grote Ogen , » ick hew dat all bi ' t Tosniden markt – süh , süh , wat nu ? « 102 Müdder aber , de ümmer ehr Kontenanz un ehr Plü wahrt hatt , ock in de slimmste Lebenslag , Mudder seggt : » Schadt em nich , dor sett ick en Kiel in . « » Mudder , ick bitt di , snid den Kiel man breed gnog , « barmt min Vadder . » Ja , mack du man , dat du ut de Stuv kümmst , ick will sacht allein de Büx farig kriegen . « Und dann nähte sie den Keil ein und probierte wieder . Gottverdori ! De Kiel is noch ümmer to eng för dat Achtergestell ! Nu word Vadder bannig dull un de Swester wunnerwerkt un jankt doröver un will em begöschen wegen de » mallörte Büx « , wie ich voll Ingrimm das Unglücksstück heimlich nenne . Abers